"Es scheint, als ob Bernie Ecclestone wieder einmal alles richtig gemacht hat", meinte Gerhard Berger. Lange war der Zampano der Formel 1, der 77-jährige Ecclestone, für seine Idee eines Flutlichtrennens belächelt worden, nach dem Grand Prix von Singapur herrscht nun einhelliges Lob. "Das Beste, das ich je gesehen habe", urteilte etwa der dreifache Weltmeister Niki Lauda.
75 Millionen Euro hatte man aufgewendet, um in Singapur die Show für fünf Jahre veranstalten zu können. Rund 40 Millionen muss man allein an Lizenzgebühr an Ecclestone hinblättern. "Es ist es aber wert. Singapur ist nun in aller Munde", sagte Premierminister Lee Hsien Loong mit Blick auf den Imagegewinn bei geschätzten 500 Millionen TV-Zusehern weltweit.
Jeden Dollar wert
"Das hier schlug alles, was Ecclestone bisher gemacht hat", ist Ex-Weltmeister Keke Rosberg überzeugt. Und Norbert Haug von Mercedes stimmte ein. "Das Rennen hier war jeden Dollar wert. Das waren die besten Formel-1-Bilder, die die Welt jemals gesehen hat."
Ecclestone selbst bedankte sich beim Veranstalter: "Beeindruckend, was Singapur in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt hat. Das ist die Zukunft". Ob Flutlicht-Rennen wirklich die Zukunft sind, wird sich weisen. Ecclestone will mit den Nachtrennen in Asien günstigere TV-Zeiten in Europa bekommen. Das praktisch in der gleichen Zeitzone wie Singapur liegende Malaysia hat ein Nachtrennen in Sepang wegen der exorbitanten Kosten bereits abgelehnt.
Auch Australien wehrt sich nach wie vor heftig gegen entsprechende Ecclestone-Pläne. "Australien wird sich angesichts der Bilder aus Singapur in den Hintern beißen", ist Rosberg überzeugt.
(APA/Red.)

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