Natürlich, Formel 1 ohne Ecclestone

Liberty Media wird neuer Eigentümer der Formel 1, der US-Konzern übernimmt für acht Milliarden Dollar die Stimmenmehrheit an der Königsklasse im Motorsport. Man will Veränderung, die Serie profitabler verkaufen, online promoten. Deshalb musste Bernie Ecclestone, 86, nach 40 Jahren Amtszeit abtreten.

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SKI-AUT-WORLD-MEN-F1 – (c) APA/AFP/JURE MAKOVEC (JURE MAKOVEC)

Die Formel 1 gilt im Motorsport als rollender Anachronismus. Befeuert von annähernd geräuschlosen Motoren und Autos, die selbst, schenkt man Niki Lauda Glauben, Affen lenken könnten. Gefeiert von Piloten, die grandiose Rennfahrer sind, ihre Events aber bei Boxenstopps, Reifenwechseln oder während Safety-Car-Phasen gewinnen. Bespielt von Automobilherstellern, die Unsummen ausgeben und trotzdem Milliarden einnehmen über Werbewerte und TV-Verträge. Geleitet seit über 40 Jahren von einem mittlerweile 86-jährigen Briten, Bernie Ecclestone. Einem ehemaligen Gebrauchtwagenhändler, der sein Produkt ausnahmslos um den maximal höchsterzielbaren Betrag verkauft – ohne Rücksicht auf alles andere. Hauptsache, alle astronomischen Mitgliedsbeiträge sind bezahlt, 20 Autos stehen am Start - und sonntags läuft ab 14 Uhr im Live-TV ein GP.

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