Motorrad: Rossi nach schwerem Sturz operiert

MotoGP-Superstar Valentino Rossi hat sich beim Enduro-Training am Donnerstagabend Brüche des Schien- und Wadenbeins zugezogen.

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APA/AFP/OLI SCARFF

Der 38-jährige Italiener wurde in der Nacht auf Freitag in Ancona operiert. "Ich will jetzt so bald wie möglich zurück auf mein Bike", teilte Rossi in einer Mitteilung seines Rennstalls Yamaha mit. Wie lange der neunmalige Motorrad-Weltmeister ausfällt, ist nicht klar.

Rossi zog sich die Verletzung in der Nähe seiner Geburtsstadt Urbino in Mittelitalien zu. Ganz in der Nähe hatte er sich bereits Ende Mai bei einem Trainingssturz am Oberkörper verletzt. Diesmal kam "Il Dottore" allerdings nicht so glimpflich davon: verschobene Brüche des rechten Schien- und Wadenbeins - so lautete die bittere Diagnose, die eine lange Zwangspause nach sich zieht.

Rossi wurde anschließend von Urbino in die Universitätsklinik Ancona gebracht, wo seine Brüche laut Yamaha in einer einstündigen Operation mit einem Metallstift fixiert wurden. Die Prozedur sei "ohne jegliche Komplikationen" über die Bühne gegangen. "Die Operation ist gut verlaufen. Heute in der Früh, als ich aufgewacht bin, habe ich mich schon gut gefühlt", ließ Rossi wissen. "Ich bedauere den Unfall sehr."

Er werde sein Bestes tun, um möglichst bald wieder zwischen zwei Rädern zu sitzen, sagte er. Wann das der Fall sein wird, darüber kann derzeit aber nur spekuliert werden. Die Zeitung "Corriere della Sera" berichtete, dass Rossi bis zum Großen Preis von Japan im Oktober genesen sein könnte. Die aktuelle Saison - Rossi liegt nach zwölf von 18 Rennen auf dem vierten WM-Rang - läuft noch bis zum 12. November.

Erinnerungen

Schon 2010 hatte sich der Fan-Liebling bei einem Sturz im Training für seinen Heim-Grand-Prix in Mugello das rechte Schien- und Wadenbein gebrochen. Nur sechs Wochen später saß Rossi auf dem Sachsenring wieder auf dem Motorrad und fuhr bei seinem Comeback auf den vierten Platz.

Nichtsdestotrotz muss sich das Yamaha-Werksteam nun Gedanken darüber machen, wer den Italiener bis auf Weiteres ersetzen soll. Im Gegensatz zu vielen anderen Rennställen steht Yamaha kein erstklassiger Ersatzmann zu Verfügung, der jederzeit einspringen könnte. Beim österreichischen KTM-Team kam Ersatz Mika Kallio beim Heimrennen in Spielberg auf den zehnten Platz und schnitt damit besser ab als die Stammfahrer Pol Espargaro und Bradley Smith.

(APA)

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