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Formel 1: Webber erbt Pole von Schumacher

26.05.2012 | 17:07 |   (DiePresse.com)

Mit Bestzeit im Qualifying für den Monaco-GP zeigt Michael Schumacher, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. Auf Pole Position steht aber Mark Webber.

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Die Formel 1 hat weitere Überraschungen parat. Beim Qualifying für den Grand Prix von Monaco war der 43-jährige Altmeister Michael Schumacher mit 1:14,301 Minuten am schnellsten. Der Deutsche erzielte die Bestzeit in seiner letzten Runde und reckte danach triumphierend seinen Zeigefinger in den Himmel. Wegen seiner Kollision mit Bruno Senna in Barcelona stand aber bereits vor dem Rennwochenende fest, dass Schumacher um fünf Plätze zurückgereiht wird.

"Darüber ärgert er sich jetzt sicher doppelt", war Ex-Weltmeister Niki Lauda überzeugt, zog aber auch die Kappe vor Schumacher. "Ein deutlicheres Lebenszeichen als Bestzeit in Monaco kann man nicht geben", lobte der Österreicher.

So geht Mark Webber von Startposition Nummer eins am Sonntag ins Rennen. Der Australier hatte  im Qualifying acht Hundertstel einer Sekunde Rückstand auf Schumacher. Neben dem Red-Bull-Piloten steht in Reihe eins Nico Rosberg, Schumachers Teamkollege bei Mercedes. Nur Zehnter wurde Weltmeister Sebastian Vettel, der den entscheidenden Abschnitt aber auf den härteren der beiden Reifenmischungen am zweiten Red Bull in Angriff genommen hatte.

Vettels Auto hüpft wie ein Hase

Vettel war regelrecht sauer. Nach starkem Freien Training kam der Deutsche im Qualifying mit dem RB8 nicht zurecht. "Das Auto hüpft herum wie ein Hase", funkte der 24-Jährige einmal an die Box. Am Ende verzichtete man sogar darauf, Vettel ins Rennen um die Bestzeit zu schicken. "Hoffnung gibt's immer. Aber natürlich stinkt mir das jetzt, denn wir hatten eigentlich gedacht, dass es passt", kommentierte Vettel den Rückschritt.

"Man hat wieder einmal gesehen, dass man derzeit an einem relativ optimalen Auto nicht mehr allzu viel verstellen sollte. Das kann leicht nach hinten losgehen. Klar, dass das Sebastian nicht gefällt", meinte Helmut Marko, Motorsport-Konsulent bei Red Bull. Die Sieghoffnung beim Weltmeister-Team für Sonntag heißt natürlich Webber. "Es war eine fantastische Runde von ihm", lobte Marko. "Pole ist hier schon mehr als die halbe Miete. Wenn du vorne keine Fehler machst, bist du fast nicht zu überholen."

Geheimfavorit ist Romain Grosjean. Der in Genf lebende Franzose geht mit seinem Lotus als Vierter aus Reihe zwei ins Rennen. Der 26-Jährige zeigte sich bisher in Monaco deutlich stärker als sein berühmter Teamkollege Kimi Räikkönen. Überraschend früh schied als 13. Ex-Weltmeister Jenson Button im McLaren aus. 

Zeiten im Qualifying:
1. Michael Schumacher Mercedes 1:14,301
2. Mark Webber Red Bull 1:14,381
3. Nico Rosberg Mercedes 1:14,448
4. Lewis Hamilton McLaren 1:14,583
5. Romain Grosjean Lotus 1:14,639
6. Fernando Alonso Ferrari 1:14,948
7. Felipe Massa Ferrari 1:15,049
8. Kimi Räikkönen Lotus 1:15,199
9. Pastor Maldonado Williams 1:15,245
10. Sebastian Vettel Red Bull keine Zeit

(Ag.)

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