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De la Rosa: Nur nicht Letzter werden

21.06.2012 | 16:14 |   (Die Presse)

Sieben Rennen mit sieben Siegern. Diese Formel-1-Saison erfüllt die sehnlichsten Wünsche. Und auch am Sonntag in Valencia könnte es eine Überraschung geben. Eines ist aber gewiss: De la Rosa wird nicht gewinnen.

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Valencia/FIN. Sieben Rennen, sieben Sieger – diese Formel-1-Saison erfüllt die sehnlichsten Wünsche aller Fans. Die Liste könnte noch länger werden, denn heißeste Anwärter für einen Sieg beim GP in Valencia am Sonntag sind neben Rekordweltmeister Michael Schumacher im Mercedes beide Lotus-Piloten Kimi Räikkönen und Romain Grosjean. Beide schafften es bereits je einmal auf Rang zwei – Ex-Champion Räikkönen in Bahrain vor seinem französischen Pendant, der ehemalige GP2-Meister Grosjean zuletzt in Montreal.

In der spanischen Hafenstadt war Sebastian Vettel in den vergangenen zwei Jahren sets der Kapitän. 2010 und 2011 gewann er das Rennen auf dem Stadtkurs jeweils von der Poleposition aus. Beide Male wurde der Deutsche am Ende der Saison auch Weltmeister. Den Rennrundenrekord hält übrigens auch ein Deutscher. Es ist Timo Glock, der 2009 im Toyota aufzeigte. Bei seinem Umlauf in 1:38,683 Minuten fuhr er ein Stundenmittel von 197,688 km/h.

Pedro de la Rosa findet nicht, dass Michael Schumacher zu alt ist für die Formel 1. Der spanische HRT-Fahrer ist mit seinen 41 Jahren fast so alt wie der 43-jährige Rekordweltmeister aus Deutschland und glaubt, die Situation beurteilen zu können. „Wenn du in die Formel 1 zurückkehrst, brauchst du Zeit, um konstant auf dem früheren Level zu fahren. Michael macht da aber einen guten Job. Er kann früher oder später wieder gewinnen“, sagte der Katalane vor dem Valencia-GP.

40 Grad in Valencia

Der seit 1998 und damit fast 15 Jahre in der Formel 1 engagierte Spanier sieht Schumacher auch weiterhin im Aufwärtstrend. Die Pole-Zeit in Monaco sei Beweis dafür gewesen, dass es der 43-jährige Mercedes-Deutsche drauf habe. Pirellis Motorsportchef Paul Hembery hat Schumacher für das Hitzerennen von Valencia, es werden 40 Grad erwartet, sogar als Siegertipp genannt, de la Rosa sieht das ähnlich. „Warum nicht? Das Einzige, was dagegenspricht, ist, dass wir hier von der Formel 1 reden. Da gibt es derzeit 14 Fahrer, die gewinnen können“, ist der Spanier, der in seiner fast 100 GP-Rennen umfassenden Karriere lediglich einen einzigen Podestplatz geschafft hat, überzeugt.

De la Rosa, der die Formel 1 von ganz hinten beobachtet, findet das gut. „Die Fans wollen unvorhersehbare Rennen“, sagt er. „Und wir sollten prinzipiell mehr auf die Fans hören als auf das, was sich die Fahrer wünschen. Die Zuschauer langweilen sich doch, wenn sie alljährlich das gleiche Match zwischen zwei Teams oder zwei Fahrern erleben müssen.“

Für ihn selbst wird sich der Traum vom GP-Sieg nicht mehr ausgehen, das ist de la Rosa bewusst. „Es gibt sieben oder sogar acht Teams, die derzeit gewinnen können. Wir gehören da sicher nicht dazu, unser Kampf läuft gegen Marussia“, stellt der Spanier fest. Somit startet Pedro de la Rosa jedes Rennen mit dem Ziel, nicht Letzter zu werden.

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