Die Olympischen Spiele in London werden zum bisher größten Einsatz von Sicherheitskräften in Großbritannien in Friedenszeiten. 40.000 Polizisten, Soldaten und andere Sicherheitskräfte werden währenddes zweiwöchigen Großevents im Einsatz sein. Die Kosten belaufen sich auf 1,5 Milliarden Euro, damit wird - erstmals bei Olympischen Spielen - die Milliarden-Grenze durchbrochen.
Die verschärften Sicherheitsmaßnahmen werden für die Besucher deutlich spürbar sein, da es zu Personenkontrollen wie am Flughafen kommen wird. Im Olympiastadion selbst wird es 400 Metalldetektoren und Röntgengeräte geben, so Ian Johnston, Sicherheitsdirektor des Organisationskomitees. Trotzdem sollen Besucher an keiner der 30 Sportstätten länger als 20 Minuten auf den Einlassen warten müssten.
Sicherheitsausgaben steigen seit 9/11
In Salt Lake City investierten die Organisatoren für die Winterspiele 2002 rund 240 Millionen Euro in Sicherheitsmaßnahmen. Diese damalige Rekordsumme war auf die vorangegangenen Terroranschläge 9/11 zurückzuführen und viermal so hoch wie die Sicherheitsausgaben zu den wesentlich größeren Sommerspiele 1996 in Atlanta. Danach stiegen die Sicherheitsbudgets weiterhin enorm. In Athen (2004) beliefen sich die Ausgaben auf 615 Millionen Euro.
Bei den Winterspielen in Vancouver (2010) betrug das Sicherheitsbudget 733 Millionen Euro, obwohl bei der Planung nur ein Fünftel der Summe veranschlagt wurde.
(APA)
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