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Olympia: Kritik an Geldgebern, die dick machen

24.07.2012 | 18:07 |  Von Julia Kastein (Die Presse)

Das weltweit größte McDonald's-Restaurant steht ausgerechnet neben Londons Olympia-Stadion. Gesundheitsexperten und Politiker sind empört. Das Londoner Olympia-Organisationskomitee weist die Kritik zurück.

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London. Statt „höher, schneller, weiter“ könnte das Motto der Olympischen Spiele in London auch „süßer, fetter, ungesünder“ lauten – jedenfalls was die Wahl der Sponsoren angeht: Zu den wichtigsten elf Geldgebern, die eine Milliarde Pfund in diese Olympischen Spiele investiert haben, gehören Coca-Cola, Heineken, der Schokoladenhersteller Cadbury und McDonald's. Die Fast-Food-Kette hat auf dem Olympia-Gelände ihr weltweit größtes (wenn auch nur temporäres) Restaurant gebaut: 1500 Athleten und Zuschauer gleichzeitig können unmittelbar neben dem Stadion Burger und Pommes um die Wette essen. Insgesamt will McDonald's bis Ende September in seinen vier Schnellrestaurants auf dem Gelände 1,75 Millionen Mahlzeiten verkaufen.

Gesundheitsexperten und Politiker sind empört: „Den weltgrößten McDonald's in den Olympia-Park zu setzen, wenn die Augen der ganzen Welt auf Großbritannien ruhen, sendet die völlig falsche Botschaft“, schimpft Labour-Gesundheitsexpertin Diane Abbott. Ähnlich sieht es Boxer Amir Khan, der in Athen 2004 Silber gewann: „Das sendet ganz klar das falsche Signal an junge Leute.“ 60 Prozent der Briten sind übergewichtig, ein Viertel fettleibig.

Suche nach neuen Sponsoren?

Das Londoner Olympia-Organisationskomitee (Locog) weist die Kritik zurück: ohne Sponsoren keine Spiele. „Sie investieren massiv in Sport in diesem Jahr, und wenn jemand bei McDonald's essen will, dann ist das auch in Ordnung“, so Locog-Chef Lord Sebastian Coe. McDonald's und Coca-Cola hätten ihr Angebot schon deutlich verbessert – etwa durch kleinere Pommes-Portionen im Kinder-„Happy Meal“. Übrigens liefere McDonald's nur zehn Prozent des Essensangebots bei Olympia (allerdings dürfen die Konkurrenten Pommes nur als Teil des Nationalgerichtes „Fish and Chips“ verkaufen).

Doch selbst IOC-Präsident Jacques Rogge scheinen Zweifel an der bisherigen Sponsorenwahl zu kommen: Über der weiteren Zusammenarbeit mit Geldgebern wie McDonald's und Coca-Cola stehe ein „Fragezeichen“, so Rogge zur „Financial Times“: „Wir haben zu diesen Firmen gesagt: Hört zu, der weltweit steigende Trend von Adipositas ist ein Thema, was wollt ihr dagegen tun?“ Tags darauf allerdings wollte der IOC-Präsident das so nicht gesagt haben – und erklärte, dass die genannten Firmen „den Geist“ und „die Werte“ der Spiele förderten. Die Sponsorenverträge mit ihnen bis 2020 waren da längst unterzeichnet.

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1 Kommentare
Gast: bergziege
24.07.2012 19:56
0 0

Lösung

Nicht zu McDonald essen gehen.