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Olympia-Eröffnung: Queen an der Seite von James Bond

27.07.2012 | 23:31 |   (DiePresse.com)

Großbritannien hat sich bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele als Gastgeber mit Herz und Humor präsentiert.

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Mit einer Hommage an Großbritannien, seine Geschichte und seine Kultur sind in der Nacht auf Samstag die XXX. Olympischen Sommerspiele in London eröffnet worden. Nach einer stimmungsvollen Show zwischen Tradition und Moderne wurde das olympische Feuer von sieben jungen britischen Athleten entzündet. Queen Elizabeth II. sprach um exakt 01.18 Uhr (MESZ) die traditionelle Formel zur Eröffnung der Spiele.

"Ich erkläre die Spiele von London, die die 30. Olympiade der modernen Ära feiern, für eröffnet", sagte die Königin. Die letzten Fackelläufer waren das am besten gehütete Geheimnis der vergangenen Tage gewesen. Ruder-Legende Steve Redgrave brachte die Flamme ins Stadion, danach gingen die sieben von britischen Olympiasiegern persönlich nominierten Zukunftshoffnungen auf eine gemeinsame Stadionrunde. Das Feuer entzündeten die Nachwuchssportler gemeinsam in einem Kreis inmitten der versammelten Olympia-Athleten.

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"War noch nie so stolz"

"Ich war niemals zuvor so stolz, Brite zu sein", versicherte Organisationschef Sebastian Coe in seiner Eröffnungsrede. "In den nächsten zwei Wochen werden wir alles zeigen, was London zu einer der großartigsten Städte der Welt gemacht hat." Bereits die beiden vergangenen Spiele in der britischen Hauptstadt 1908 und 1948 seien Erfolge gewesen. "Die Olympischen Spiele kehren nach Hause zurück", meinte IOC-Präsident Jacques Rogge.

Österreich war angeführt von Fahnenträger Markus Rogan als 13. der 205 Delegationen einmarschiert. Die Abordnung umfasste etwas mehr als 40 Athleten und Betreuer. "Es war ein großes Fest. Die Anspannung, vor dem Stadion zu stehen und zu warten, ist ein Wahnsinn", erklärte Seglerin Eva-Maria Schimak. "Irgendwo im Stadion haben wir dann eine österreichische Fahne gesehen, das war schon etwas Besonderes", ergänzte Tischtennisspieler Robert Gardos.

Rogan schwenkte Rot-Weiß-Rot vor bis zu einer Milliarde TV-Zuschauern und 80.000 im Olympiastadion mit Enthusiasmus. Als Fahnenträger befand sich der Schwimmer in einem illustren Kreis. Die jamaikanische Flagge etwa trug Leichtathletik-Superstar Usain Bolt, die russische Tennis-Starlet Maria Scharapowa. Den krönenden Abschluss des Einmarsches bildeten die Gastgeber angeführt vom vierfachen Bahnrad-Olympiasieger Chris Hoy.

Auch der britische Regen durfte nicht fehlen. Pünktlich zu Beginn des Vorprogrammes um 20.12 Uhr (Ortszeit) regnete es, danach zeigte sich der Wettergott aber gnädig. Der Feierlaune tat das alles ohnehin keinen Abbruch. Als Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins die Eröffnungsfeier mit einer überdimensionalen Glocke einläutete, erreichte die Stimmung auf den Rängen ihren ersten Höhepunkt.

Die 27 Millionen Pfund (34,5 Mio. Euro) teure Show von Regisseur Danny Boyle wurde zu einer Reise durch die Geschichte - von der Landidylle früherer Jahrhunderte über die Schornsteine der industriellen Revolution bis hin zum Pop- und Internet-Zeitalter. 15.000 Freiwillige waren beteiligt, darunter auch viele Kinder. Einen besonders berührenden Teil der Zeremonie stellten Patienten eines Londoner Kinderspitals dar.

Dem Gigantismus von Peking 2008 wollte Boyle keine Konkurrenz machen: "Größer als Peking kann man nicht sein." Dafür warfen die Briten nicht nur ihren Humor, sondern auch ihre Prominenz in die Waagschale. Neben den von der Queen angeführten Royals auch Fußballstar David Beckham, der die Fackel Redgrave übergab, Musik-Ikone Paul McCartney, "Mr. Bean" Rowan Atkinson oder James-Bond-Darsteller Daniel Craig.

James Bond und die Queen

Letzterer hatte die Ehre, mit der Königin im Buckingham Palace einen Kurzfilm zu drehen, in dem er sie mit dem Helikopter abholt. Als sich zwei Stuntmen aus dem Helikopter stürzten, marschierte die Queen in einem rosafarbenem Kleid an der Seite ihres Ehemannes Prinz Philip und IOC-Präsident Rogge auf der Ehrentribüne ein. Zuvor hatte sie noch anwesende Spitzenpolitiker empfangen, darunter Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann.

(APA/dpa)

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22 Kommentare

Die Briten

sind schon cool. Also, eigentlich ned cool, sondern leiwand.

Freu mich schon auf den neuen Bond.

Gast: Gerlinde Tsakiri Kavala Gr.
28.07.2012 21:46
0 0

Die Olympischen Spiele kehren nach Hause zurueck!

Bis jetzt wusste jch,das die Olympischen Spiele griechischen Ursprunges sind.Dass jetzt ploetzlich London ihr "zu Hause" ist ist mir neu.Eigentlich muesste das der IOC Praes, Jacques Rogge doch auch wissen,oder?

Gast: Gerlinde Tsakiri, Kavala Gr.
28.07.2012 21:42
0 0

Die Olympischen Spiele kehren nach Hause zurueck!

Bis jetzt wusste jch,das die Olympischen Spiele griechischen Ursprunges sind.Dass jetzt ploetzlich London ihr "zu Hause" ist ist mir neu.Eigentlich muesste das der IOC Praes.
Jacques Rogge doch auch wissen,oder?

Dank an das Wernerle,

dass ich ihm mal wieder einen Urlaub mitfinanzieren darf
dem schleimigen Dauergrinser, haben´s ihm eh einen Dolmetsch mitgeben, sonst findet er nimmer heim - oh, what a pity

Gast: hahahallo
28.07.2012 10:53
8 1

Hat der Werner dort überhaupt ein Wort verstanden?

Aber praktisch für ihn, dort muss er sich wenigstens nicht mit den unwichtigen Dingen in Ö beschäftigen, wie zB die geringen Haftungen vom Staat.

Eine zweite Theorie wäre ja, dass er schon Jobmäßig vorgefühlt hat - damit er es mal leichter hat und nicht so einen netten Brief wie der ehemalige Vize "the world in Vorarlberg is to small...." Gorbach schreiben muss.

Schlau is er, der Werner (unser Spitzenpolitiker)

Gast: machmuss verschiebnix
28.07.2012 10:19
7 1

Naja, daß die Queen vielleicht Deutsch gelernt hätte, will ich grade noch glauben, aber Faymann ein Spitzenpolitiker ....


Verständnis

Ob die Eröffnungsshow gut oder schlecht war, ist und bleibt Geschmackssache. Das ist völlig subjektiv.
Nur, dass London sich nicht als großes Land darstellen darf?
Es ist wahr, sehr viel besonderes mögen sie nicht getan haben, aber was haben, denn wir Österreich bewirkt, dass wir über sowas entscheiden können. Kein Land hat das Privileg über das andere zu urteilen. Wir können es hinnehmen, akzeptieren und nebeneinander, ja vielleicht miteinander existieren. Möglicherweise ist das die Aussage der olympischen Spiele!

Gast: trololol (ist tot)
28.07.2012 09:36
0 4

Dafür ist Geld da,

aber in der dritten Welt haben sie nichts zu f*essen. Denk doch mal einer an die Kinder!

Spitzenpolitiker

Faymann? Yuck.

Wen hat sie jetzt empfangen?!

Spitzenpolitiker oder Faymann?

Re: Wen hat sie jetzt empfangen?!

faymann gilt im inserateschalten als Weltspitze :)

15 0

Re: Wen hat sie jetzt empfangen?!

Die Queen hat sich auf die gute alte Tradition des Hofnarren besonnen. Ist doch schön, dass Österreich ihr dazu kompetent beistehen konnte.

Olympia-Eröffnung?

Ich hätte geschworen, dass das in die Kompetenz unseres HBP fällt; "die Queen" hätte sich neben Margit ganz gut gemacht!

Gast: Eröffnung
28.07.2012 07:41
2 6

Spiele

Die schlechteste Erföffnung die ich je gesehen habe!

Gast: Dopingjäger
28.07.2012 04:16
3 5

Hochfest des Schwachsinns!


Gast: olympia 2012
28.07.2012 02:02
4 5

beobachter

diese Eröffnung war so furchtbar, wenn ich an Sydney, Athen oder Beijing denke. Ich wusste nicht, was die Eröffnung uns erzählen wollte.... von einem herrlichen Land, das der Welt so viel gebracht hat? Auch er Humor hat sich in Grenzen gehalten.... ich war enttäuscht bis entsetzt!

Re: beobachter

interessant
es gibt doch Leute, die sich solche Inszenierungen anschaun

Re: Re: beobachter, "interessant es gibt doch Leute, die sich solche Inszenierungen anschaun" ...?

Verwunderlich, verwunderlich. "Die sind aber auch imstand", sich hierüber eine Meinung zu bilden und diese auch "kund zu tun". :-)))

Re: Re: Re: beobachter, "interessant es gibt doch Leute, die sich solche Inszenierungen anschaun" ...?

über so weltbewegende Shows muß man natürlich "imstande sein", sich eine Meinung zu bilden
wobei hier "bilden", na ja.....;))

Gast: Ösi
28.07.2012 00:41
4 1

Ich bevorzuge eher die Eröffnungsfeiern von kommunistischen Ländern, denn da sehen...

...die Choreografien mit maßen von Leuten einfach nur cool und beeindruckend aus und spiegelt die Überlegenheit der Planwirtschaft gegenüber der Marktwirtschaft wider. Bin echt enttäuscht von der Show dieser schnöden Möchtegern-Ex-Empiristen.

Good riddance

Ösi

Re: Ich bevorzuge eher die Eröffnungsfeiern von kommunistischen Ländern, denn da sehen...

Grün, speziell für Ex-Empiristen :) - super Wort!

Gast: gast11
27.07.2012 23:55
0 0

das werden fantastische spiele

denn für den Nachweis von Myostatin-Blockern gibt es derzeit kein zugelassenes Testverfahren!

Viele Rekorde und wenige die erwischt werden...