Schützin Stephanie Obermoser hat am Samstag in der ersten Entscheidung der Sommerspiele in London ein gelungenes Olympia-Debüt gegeben. Die Tirolerin belegte mit dem Luftgewehr Rang 19. Das Stechen um den Einzug ins Finale verpasste Obermoser um zwei Ringe. Nächsten Samstag steht für die 23-Jährige noch das Kleinkaliber-Dreistellungsmatch an. Dort ist Obermoser auch der Finaleinzug zuzutrauen.
Gewonnen hat den Bewerb Weltranglisten-Erste Yi Siling. Die erste Goldmedaille der Olympischen Spiele geht damit an China. Die Chinesin setzte sich in einem dramatischen Luftgewehr-Bewerb der Schützinnen über 10 m stehend vor der Polin Sylwia Bogacka und ihrer Landsfrau Yu Dan durch. Die Tschechin Katerina Emmons, die 2008 in Peking Gold gewonnen hatte, kam nicht über Rang vier hinaus.
Obermoser: "Ich bin jetzt 100 kg leichter"
Obermoser nahm von ihrem ersten Auftritt bei den Spielen vor allem das Positive mit. "Ich bin jetzt einmal 100 kg leichter", erklärte das Schießtalent. "Die Anspannung war natürlich ein Stück größer als gewohnt." Sie erzielte 395 Ringe. Fünf von 40 Schüssen aus zehn Metern landeten nicht im Zentrum, einige davon verfehlten es aber nur sehr knapp. "Ich kann mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein", meinte Obermoser. "Ich habe das umgesetzt, was ich mir vorgenommen habe."
Wichtig sei vor allem die gewonnene Erfahrung. "Ich bin erleichtert, dass ich nicht weit weg war", sagte Obermoser. "Die Top 20 sind gut bei Olympia." Nach Neuner-Treffern beim 17. und 20. Schuss legte die Stiefschwester von Athen-Bronzemedaillengewinner Christian Planer noch zwei 99er-Serien hin. "Sie ist eine Kämpferin", betonte ÖSB-Sportkoordinatorin Margit Melmer. "Und im Dreistellungsmatch 3 x 20 (Samstag) ist sie ganz stark."
(APA)
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