Der Franzose Jo Wilfried Tsonga und der Kanadier Milos Raonic haben am Dienstag beim olympischen Tennis-Bewerb in Wimbledon für neue Rekorde gesorgt. Nach 3:57 Stunden verwertete Tsonga seinen vierten Matchball zum 6:3,3:6,25:23-Sieg. Länger hat im Zeichen der fünf Ringe noch kein Tennisspiel gedauert, alleine der dritte Satz ging über 2:59 Stunden.
Tsonga feierte den Erfolg über den hart aufschlagenden Raonic stürmisch. Der Weltranglisten-Sechste und der gebürtige Montenegriner Raonic hatten für das nach Spielen (66) längste Match, den längsten Satz (48 Games) und die längste Gesamtdauer in der olympischen Tennis-Geschichte seit der Wiederaufnahme ins Olympia-Programm 1988 gesorgt.
Den bisherigen Rekord stellten 1988 bei den Spielen in Seoul (Südkorea) die Kanadierinnen Carling Bassett-Seguso/Jill Hetherington gegen Mercedes Paz/Gabriela Sabatini (ARG) beim 7:6,5:7,20:18-Erstrundensieg mit insgesamt 63 Games bzw. 38 Games im Schluss-Satz auf.
Bei weitem nicht so dramatisch ging es in den übrigen Herren-Zweitrundenmatches zu. Nach Roger Federer erreichten am Dienstag auch die beiden Mitfavoriten Novak Djokovic und Andy Murray das Achtelfinale.
Der Serbe Djokovic hatte beim 6:2,6:1 gegen den ehemaligen Wimbledon-Finalisten Andy Roddick aus den USA keine Mühe. Auch Lokalmatador Murray besiegte den Finnen Jarkko Nieminen locker 6:2,6:4. Nächster Gegner des an Nummer zwei gesetzten Djokovic ist der australische Altmeister Lleyton Hewitt, der Melzer-Bezwinger Marin Cilic (CRO) 6:4,7:5 eliminierte. Die Nummer drei Murray trifft auf den Zyprioten Marcos Baghdatis.
(APA)
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