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Nächster Eklat: Manipulationsverdacht im Badminton

01.08.2012 | 10:07 |   (DiePresse.com)

Der Internationale Badmintonverband beschuldigt acht Spielerinnen ihre Gruppenpartien absichtlich verloren zu haben, um schweren Gegnern in der K.o.-Runde auszuweichen.

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Das Olympische Badminton-Turnier hat seit Dienstagabend einen Skandal. Bei zwei Begegnungen im Damen-Doppel-Bewerb waren alle Beteiligten offensichtlich um Niederlagen bemüht, um im späteren Turnierverlauf stärkeren Gegnerinnen aus dem Weg zu gehen. Der Weltverband (BWF) leitete daraufhin ein Verfahren gegen die Spielerinnen aus China, Südkorea und Indonesien ein. Noch für Mittwoch wurde eine Anhörung angesetzt.

Den Doppeln werde vorgeworfen, "nicht alles versucht zu haben, um ihre Spiele zu gewinnen und damit dem Sport Schaden zugefügt zu haben", teilte der Verband mit. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) betonte, es habe "volles Vertrauen", dass der Weltverband die "Angelegenheit angemessen behandeln und alle notwendigen Maßnahmen ergreifen wird".

Im Visier sind zwei südkoreanische Doppel sowie je ein Duo aus China und Indonesien. Alle waren schon vor den strittigen Matches bereits für die nächste Runde qualifiziert und konnten sich somit Niederlagen leisten.

Chinesinnen: "Wir wollten nur Kraft sparen"

Betroffen ist unter anderem das topgesetzte Doppel Wang Xiaoli und Yu Yang, das sein Gruppenspiel gegen die Koreaner Jung Kyung Eun und Kim Ha Na mit 14:21,11:21 absichtlich verlor. Die Chinesinnen wollten damit ein frühzeitiges Aufeinandertreffen mit dem zweiten chinesischen Doppel vermeiden. "Wir waren schon qualifiziert, wir wollten Kraft sparen für die K.o.-Runden", verteidigte Yu Yang ihr Verhalten.

Dass die Chinesinnen in den Skandal verwickelt sind, ist besonders pikant. Denn vor einiger Zeit hatte Cheftrainer Li Jongbo sogar öffentlich eingeräumt, dass es 2004 bei den Olympischen Spielen im Halbfinale des Damen-Einzels eine Absprache gegeben hatte. Die chinesische Olympia-Mannschaft leitete mittlerweile selbstständig Ermittlungen wegen der Vorfälle vom Dienstagabend ein.

Südkorea: "China hat damit angefangen"

Südkoreas Cheftrainer Sung Han-Kook räumte ein, dass auch seine zwei Doppel versucht hätten, ihre Spiele gegen Teams aus China bzw. Indonesien zu verlieren. Dies sei aber lediglich die Reaktion auf das Verhalten der Gegnerinnen gewesen. Letztlich waren die beiden koreanischen Doppel im Verlieren weniger "begabt" und gewannen die jeweiligen Matches, in denen die Referees jeweils mit Disqualifikationen wegen des Verhaltens der Spielerinnen drohten.

Die beiden betroffenen Partien waren vom Publikum in der Wembley Arena mit wütenden Pfiffen und "Betrug"-Rufen verfolgt worden. Speziell die Chinesinnen schupften so gut wie jeden Aufschlag ins Netz oder feuerten die Bälle offensichtlich absichtlich ins Out.

(APA)

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12 Kommentare
Gast: hilferuf
01.08.2012 19:28
0 0

Schlecht Organisiert

Disqualifikation hilft hier nicht weiter. Außer der Zweck war es den Teams zu sagen, dass sie sich nächstes mal "mehr anstregen" sollen, damit es nicht so offensichtlich ist.

1 0

Warum hat man eine Siegesverpflichtung?

Wenn man sich schonen möchte, warum sollte das nicht zugelassen sein?

Außerdem ist auch taktisches Verhalten okay. Betrug wäre, wenn man vorher auf die eigene Niederlage gewettet hätte.


Ich würde die Teams

einfach disqualifizieren und dem Publikum das Geld zurückerstatten. Weiters eine Sperre für die nächste Olympiade für das Land in dieser Disziplin erwirken.

Gast: DerManipulator
01.08.2012 13:20
1 1

Definieren wir doch mal das Wort: Manipulation


Jeder Manipuliert immer und alles.

Und solange es Regelkonform ist, ist es erlaubt, auch wenn es den Zuschauern nicht gefällt...

2 0

Einfach die Regeln ändern

und in Zukunft schon ab der ersten Runde k.o. Modus anwenden, dann hört sich so ein taktisches Kasperltheater gleich auf.

3 1

bei einem Modus

wo der Verlierer die schwächeren Gegner bekommt, ist das kein Skandal sondern Taktik !

Was ist denn das für ein seltsamer Turniermodus...

...in dem das Verlieren belohnt wird?

Gast: Affffe
01.08.2012 11:45
0 2

Also Kopf ab für alle Verlierer

Am Besten man unterstellt allen Sportlern, die nicht gewinnen, dass sie absichtlich verloren haben und Rübe ab.

Damit fördert man den Nachwuchs enorm.

4 2

rausschmeißn!!!


Gast: udb34
01.08.2012 11:00
6 0

Der Unterschied zwischen Taktik und Betrug dürfte nicht bekannt sein.


wo ist das problem?

das gehört eindeutig zur spieltaktik und hat mit manipulation nichts zu tun.

soll doch der verband bzw. das olympische komitee die regeln dahingehend ändern, damit solche taktiken nicht möglich sind;-)

Gast: Gäähn
01.08.2012 10:51
3 1

Manipulation

Manipulation und Korruption wohin man blickt. Man gewöhnt sich daran, weil es bereits so normal geworden ist.