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Latynina gratuliert Phelps zum neuen Medaillenrekord

01.08.2012 | 11:44 |   (DiePresse.com)

Mit insgesamt 19 olympischen Medaillen überholte Michael Phelps die sowjetische Turnlegende Larissa Latynina. "Ich sehe das ganz gelassen", sagte die heute 77-Jährige, die Phelps zum Rekord gratulierte.

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Die frühere sowjetische Turnerin Larissa Latynina nimmt das Ende ihrer olympischen Bestmarke durch US-Superstar Michael Phelps gelassen und sieht den Frauen-Rekord noch nicht in Gefahr. "Phelps hat meinen Rekord geschlagen. Aber ich denke, dass einer Sportlerin dies noch lange nicht gelingen wird", sagte Latynina der russischen Staatsagentur Ria Nowosti. Latynina hatte von 1956 bis 1964 insgesamt 18 olympische Medaillen gewonnen (9/5/4).

Die 77-Jährige war in London dabei, als der US-Schwimmer mit Silber über 200 Meter Delfin und Gold mit der Freistil-Staffel über 4 x 200 Meter seine Medaillenzahl auf 19 hochschraubte. Gemessen an den Goldmedaillen war Phelps schon vorher in der Rangliste vorne gelegen. "Ich sehe das ganz gelassen. Der Rekord hat immerhin seit 48 Jahren bestanden. Es war wohl an der Zeit, dass er gebrochen wird", sagte Latynina russischen Reportern.

Latynina: "Rekorde da, um sie zu brechen"

Die gebürtige Ukrainerin hatte vorab in London erklärt, dass sie Phelps den Erfolg gönne und Rekorde dafür gemacht seien, gebrochen zu werden. Bereits 2008 in Peking hatte sie Phelps in einem Brief zu seinen acht Olympiasiegen gratuliert und ihm Glück gewünscht.

"Ihnen meinen Weltrekord bei der Zahl der Goldmedaillen zu überlassen, löst bei mir kein Bedauern aus, weil ich überzeugt bin, dass wir beide das Gefühl der Freude über die Teilnahme an Wettkämpfen teilen und uns unendlich an der Meisterschaft faszinieren können", hieß es in dem offiziellen Schreiben damals. "Ihre Siege werden für viele in der Welt der Ausgangspunkt auf dem Weg zur Perfektion sein und werden immer Ihr Erbe bleiben."

(ag)

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