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Tennis: Serena Williams stürmt zu historischem Gold

04.08.2012 | 16:27 |   (DiePresse.com)

In nur 62 Minuten schoss die Amerikanerin die völlig chancenlose Maria Scharapowa mit 6:0 und 6:1 vom Platz und komplettierte den "Golden Slam".

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Serena Williams ist am Samstag in Wimbledon in unwiderstehlicher Weise zum Olympia-Sieg im Einzel gestürmt. Die 30-jährige US-Amerikanerin fegte im Damen-Endspiel der Olympischen Sommerspielen die Russin Maria Scharapowa in nur 63 Minuten mit 6:0,6:1 ab und komplettierte damit ihren "Golden Slam". Die insgesamt 14-fache Major-Siegerin hüpfte im Anschluss an das Spiel vor Freude und zeigte dem Publikum sogar noch ein kleines Tänzchen.

Williams verhinderte damit auch, dass Scharapowa am Montag zur neuen Nummer 1 der Tennis-Welt wird. Wenn sie so weiterspielt, wird es nicht mehr lange dauern, und sie selbst wird sich wieder an der Spitze der Weltrangliste finden. Die aktuelle Nummer 4 der Welt hat auch ein wohl einzigartiges Double geschafft, denn erst vor vier Wochen hatte sie ebenfalls an der Church Road ihren insgesamt fünften Wimbledon-Titel geholt. Zwei Einzel-Titel in Wimbledon innerhalb von vier Wochen: Ein Kunststück, das am Sonntag auch Roger Federer gegen Andy Murray schaffen möchte.

Es war bereits der dritte Olympiasieg für Williams, aber der erste im Einzel. Von der Abgebrühtheit, die sie zuvor auf dem Platz gezeigt hatte, war im Anschluss nichts mehr zu sehen. Wenn man bedenkt, was Williams alles durchgemacht hat, ist dies auch verständlich. Im Februar 2011 erlitt sie eine lebensbedrohliche Lungenembolie und war schon zuvor wegen einer Fußverletzung außer Gefecht gewesen. Heuer schaffte sie in Wimbledon ihren ersten Grand-Slam-Triumph nach dieser schwierigen Zeit, nun gelang ihr am gleichen Schauplatz auch die Krönung ihrer so erfolgreichen Karriere. An der Seite ihrer Schwester Venus hat Serena außerdem noch die Chance auf ein drittes Doppel-Gold im Zeichen der Fünf Ringe.

Den "Golden Slam", also Olympia-Gold im Einzel zusätzlich zu Siegen in allen vier Majors, hatte zuvor nur Steffi Graf bei den Damen geschafft. Die Deutsche hatte dies 1988 sogar innerhalb eines Jahres geschafft. Diese Superlative wird Graf wohl für lange Zeit alleine gehören.

Williams benötigte im All England Club gegen die bemitleidenswerte Scharapowa nur eine Stunde Spielzeit und gab im gesamten Turnierverlauf in sechs Matches nur 17 Spiele ab. Von Beginn an ließ die Nummer 4 der Tenniswelt im Finale keinen Zweifel aufkommen, wer die überragende Tennisspielerin des Olympia-Turniers ist. Die 30-Jährige legte mit einem zu null gewonnenen Aufschlagsspiel los - drei der vier Punkte waren Asse. Im Duell der beiden in Florida lebenden Glamour Girls überpowerte sie die russische Fahnenträgerin der Eröffnungsfeier - nach lediglich 30 Minuten stand es im ungleichen Duell 6:0.

Die Zuschauer auf dem Centre Court feierten Scharapowas einzigen Spielgewinn nach 45 Minuten mit warmem Applaus. Ansonsten waren bei Fans und Reportern vor allem ungläubige "Wow"-Laute zu vernehmen - angesichts einer überragenden Williams-Demonstration. Die Afroamerikanerin baute ihre Bilanz gegen die French-Open-Siegerin und Weltranglisten-Dritte Scharapowa auf 9:2 aus.

Bereits vor dem Finale hatte sich die weiterhin Weltranglisten-Erste Wiktoria Asarenka aus Weißrussland gegen Maria Kirilenko (RUS) mit einem 6:3,6:4-Erfolg die Bronzemedaille gesichert.

 

(APA)

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6 Kommentare

überpowert

was für ein dämliches Wort

3 0

Sharapova hatte sichtlich zu wenig Motivation

Aber gestöhnt hat sie wie immer wie eine "Weltmeisterin".
Optisch hat sie auch noch immer einiges zu bieten.
Immerhin hat es zur Silbermedaille gereicht!


Gast: Gast: Leser
04.08.2012 19:19
1 1

Frechheit

Eigentlich eine Frechheit, was Scharapowa da geboten hat. Da spielte die nr. 3 der Welt gegen die Nr. 4; es sah eher so aus wie die Nr. 1 gegen die Nr. 300, und sogar die Nr. 300 hätte sich wohl mehr gewehrt.

hilfe

ich kann Olympia weder sehen noch hören. wann hört das endlich auf?

Re: hilfe

ich freu mich auch schon auf die nächste olympiade!!!

2 0

Re: hilfe

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