Zum Abschluss seiner Karriere hat Ausnahmeschwimmer Michael Phelps seine bereits 18. Olympia-Goldmedaille gewonnen. Der 27-jährige Rekord-Olympionike triumphierte am Samstagabend im Aquatics Centre mit der US-Lagen-Staffel über 4 x 100 m und holte damit sein bereits 22. Edelmetall (18 Gold/2 Silber/2 Bronze) im Zeichen der fünf Ringe. Mit viermal Gold und zweimal Silber war Phelps auch in London der erfolgreichste Schwimmer.
Über 50 m Kraul gewann die Niederländerin Ranomi Kromowidjojo, die zuvor schon über 100 m Kraul Gold erobert hatte. Auch Sun Yang verlässt London als Doppel-Olympiasieger. Der Chinese, der bereits die 400 m Kraul gewonnen hatte, verbesserte über 1.500 m Kraul in 14:31,02 Minuten seinen eigenen Weltrekord um 3,12 Sekunden. Für den neunten und letzten Schwimm-Weltrekord in London sorgte die US-Lagen-Staffel der Frauen, die nach 3:52,05 Minuten anschlug. Im siegreichen Quartett war auch die erst 17-jährige Missy Franklin, die vier Gold- und eine Bronzemedaille bei ihrer ersten Olympia-Teilnahme holte.
Die erste Sprint-Entscheidung der Leichtathletik brachte einen Sieg für Jamaika: Titelverteidigerin Shelly-Ann Fraser-Pryce gewann über 100 m in 10,75 vor Carmelita Jeter (USA/10,78) sowie ihrer Landsfrau Veronica Campbell-Brown (10,81). Im Siebenkampf sorgte Topfavoritin Jessica Ennis mit nationalem Rekord und Jahresweltbestleistung von 6.955 Punkten für den erwarteten britischen Heimerfolg. Eine Sensation war hingegen der Sieg ihres Teamkollegen Greg Rutherford mit 8,31 m im Weitsprung. Und als dann über 10.000 m Mo Farah den Gold-Hattrick der Gastgeber innerhalb einer halben Stunde perfekt machte, war die Stimmung im mit 80.000 Zuschauern voll besetzten Olympiastadion endgültig am Siedepunkt.
Im Medaillenspiegel liegen nach dem achten Finaltag bzw. 138 der insgesamt 302 Entscheidungen die USA (26 Gold, 13 Silber, 15 Bronze) knapp vor China (25/16/12). Dahinter sind aber die Gastgeber (14/7/8), die am Samstag gleich sechs Goldene eroberten, nach ihrer Erfolgsserie in der Leichtathletik, im Rudern und in den Bahnrad-Bewerben bereits die Nummer drei. Mit vier Gold-, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen war Großbritannien im Rudern so erfolgreich wie noch nie, im Velodrom gewannen die Briten vier der bisher fünf Entscheidungen.
(APA)
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