Ebenfalls am Montag im Einsatz ist mit dem Diskus Gerhard Mayer, für den Finaleinzug muss ihm ein weiter Wurf gelingen. Er startet in der zweiten Gruppe ab 12:35 Uhr MESZ. Alle Athleten mit zumindest 65 Metern oder die besten zwölf unter den 41 Teilnehmern kommen ins Finale.
Sollte der am Sonntag auf London niederprasselnde Regen auch am Montag anhalten, darf sich Gerhard Mayer freuen. In Helsinki schleuderte er die Scheibe im ärgsten Wolkenbruch auf 62,85 m, überraschte damit auch die Konkurrenz und wurde Achter. "Da haben die anderen auch geschaut. Das ist auch mein Plan für London: egal, wie es wird: möglichst weit werfen."
Statt "zwei knackigen Trainings" hat der Athlet von Gregor Högler zuletzt nur noch "ein knackiges Training" am Tag gemacht. Anders als bei der EM in Finnland, als nach dem Superwurf keine Steigerung mehr drinnen war, will er in London in allen Versuchen das Optimum herausholen. "In Helsinki ist der Druck nach dem ersten Versuch abgefallen, da hatte ich erreicht, was ich wollte. Aber ich bin eher der, der hinten raus noch einen großen Wurf hat, als der, der es gleich beim ersten hinlegt."
Das Werfen im Regen wurde in der Heimat trainiert, notfalls half Högler mit dem Wasserschlauch nach. Das Erreichen des Finales der Top-12 wäre auch für London das Ziel. Leicht wird es nicht, mehr als 63 Meter müssen sicher her. "Ich werde die anderen werfen lassen und mache meine Sache", sagte der 32-Jährige, der in der finalen Vorbereitung auch viel mit einem Physiotherapeuten gearbeitet hat, der dafür sorgte, dass Mayer stets mit freien Gelenken und Hüften eine Einheit abschloss. Goldfavorit ist der Deutsche Robert Harting, der mit 70,66 Meter die Jahresweltbestenliste anführt.
(APA)
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