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Segeln: 470er-Duo will weiter "kämpfen und beißen"

05.08.2012 | 19:57 |   (DiePresse.com)

Für Matthias Schmid und Florian Reichstädter lebt die Medaillenchance noch. Als Ziel hat sich das Duo dennoch einen Top-Sechs-Platz gesetzt.

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Drei Arbeitstage sind absolviert, aber zwei warten vor dem Medal Race noch auf Matthias Schmid und Florian Reichstädter. Das kann im Segeln alles verändern. Das wissen die aktuell Vierten der 470er-Regatta natürlich und bleiben bei den Olympischen Spielen vor Weymouth and Portland konzentriert und uneuphorisch: "Es bleibt schwierig. Wir hatten bisher einen Lauf, aber wenn du ein bisschen Pech hast, kann es gleich ganz anders ausschauen", sagte Steuermann Schmid zur APA - Austria Presse Agentur.

Nach einer revidierten Entscheidung in der insgesamt sechsten Wettfahrt am Samstag liegen Schmid/Reichstädter nur einen Punkt hinter dem Bronzerang. "Die Australier und die Engländer segeln in einer eigenen Liga. Die Neuseeländer sind leider auch saustark. Und die Franzosen kommen daher. Und andere, die einen schwierigen Start hatten, werden auch noch kommen", erwartet Schmid eine enge Entscheidung.

Man wolle deshalb auch nicht zu rechnen beginnen. "Wir stehen auf dem Standpunkt, dass wir die Regatta genießen und weiter eine gute Leistung bringen wollen. Wir haben uns die Top-Sechs zum Ziel gesetzt, das ist weiterhin schwierig zu erreichen."

Hoch und Tiefs auf den Wettfahrten

Wenn man ihm vor zehn Tagen gesagt hätte, dass ihnen nach sechs Wettfahrten nur ein Punkt auf eine Medaille fehlen wird, hätte er es nicht geglaubt. "Es ist auch nicht so, dass wir nur runde Ergebnisse hatten. In den Wettfahrten, in denen wir 19. und 16. wurden, haben wir echt gekämpft. Und vielen anderen geht das auch so", sagte der 31-jährige Wiener. Die weiteren Platzierungen des rot-weiß-roten Duos waren 1, 4, 4 und 7.

"Unser Ziel in diesem Jahr war, unsere beste Leistung bei den Olympischen Spielen zu bringen. Es ist noch ein weiter Weg. Wir stehen sehr gut da und genießen es. Die Stimmung ist gut, das zeigt, dass wir ganz gut mitfahren." Deshalb wolle man sich nun auch nicht unter Druck setzen lassen. "Sobald die Leute riechen, da könnte eine Medaille rauschauen, kommt das. Aber ganz ehrlich, was soll das für uns ändern? Wir können nicht mehr tun, als um jeden Platz kämpfen und beißen. Wir können nicht mehr tun, als absolut 100 Prozent am Wasser geben. Und das tun wir auch."

Körperlich seien die Wettfahrten anstrengend, auch weil die Kurse weit draußen liegen. "Extrem intensiv und kräfteraubend. Du bist immer angespannt und konzentriert. Gestern war ich ziemlich kaputt. Es ist auch sehr kalt auf dem Wasser und bei zwei Meter hohen Wellen musst du echt kämpfen", meinte Schmid. Sonntag war Ruhetag, der Masseur hatte Arbeit.

(APA)

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