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Kanu: Sicher in den Endlauf gepaddelt

07.08.2012 | 17:36 |   (Die Presse)

Das Duo Yvonne Schuring und Viktoria Schwarz zog im Kajak-Zweier mit der fünftschnellsten Zeit in den Endlauf ein und wahrte damit seine Medaillenchance. Bis Donnerstag ist Zeit, die Akkus wieder aufzuladen.

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Eton Dorney/chz. „Zum Schluss habe ich nur mehr geschaut, dass wir nicht ins Wasser fallen“, sagte Viktoria Schwarz, nachdem sie mit Yvonne Schuring im Semifinale als Zweite das Ticket für das morgige Kanu-Finale gelöst hatte. Es lag wie erwartet für die beiden Linzerinnen nicht abholbereit auf dem Präsentierteller, sie mussten sich ganz schön anstrengen, um Österreichs größte und vermutlich letzte Medaillenchance in London am Leben zu erhalten.

Der erste von zwei Wettkampftagen begann für die Kanutinnen am Dienstag mit einem Schock. Ein Betreuer im olympischen Dorf der Paddler und Ruderer hatte in der Früh einen Herzinfarkt erlitten, der Shuttle-Fahrplan kam gehörig durcheinander. Schuring und Schwarz erreichten mit Verspätung ihren Arbeitsplatz in Eton Dorney.

Als sie im ersten Vorlauf relativ verhalten in das Semifinale trudelten, musste man sich schon Sorgen machen, ob die optimistischen Medaillenprognosen der Experten tatsächlich wasserdicht sind. Das Semifinale wurde jedenfalls zur Zitterpartie – die wirklichen Experten haben das allerdings ohnehin erwartet. „Leicht geht da gar nichts mehr, ich bin sehr, sehr erleichtert, dass wir jetzt wirklich im Finale stehen“, sagte Trainer Nandor Almasi.

Schuring und Schwarz hechteten sich mit einem sehr guten Start und einer Frequenz von 132 Doppelschlägen pro Minute ins Rennen – der „rote Bereich“ liegt bei 140 –, dann wurden die fünfhundert Meter der Regattabahn verdammt lang. „Es gab immer wieder Böen, die extrem viel Energie gekostet haben“, sagte Schuring. Um hinter China schließlich Platz zwei zu erreichen, wurden die Kanutinnen voll aus der Reserve gelockt. Schuring: „Körndl haben wir uns da keine mehr aufheben können.“

Bis Donnerstag ist Zeit, die Akkus wieder aufzuladen. Am Dienstag durften oder mussten Schuring und Schwarz im „Haus Österreich Tirol“ beim Gala-Abend des Landes Oberösterreich eine Ehrenrunde drehen, am Mittwoch wird noch einmal locker trainiert. Eine Medaille aber dürfte am Donnerstag sehr hoch hängen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.08.2012)

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20 Kommentare
Gast: fritz kleber
09.08.2012 11:49
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bravo österreich

unsere flop sportler machen gemütlich 2 wochen urlaub in london auf kosten der arbeitenden bevölkerung. eine frechheit sowas... man sollte von allen die kosten rückfordern.. olympia sollte das größte sein für einen sportler... bei unseren paddelboot fahrer, federballspielern, pinguin schwimmern, etc. hat man den ehrgeiz nie gemerkt.. EINE BODENLOSE FRECHHEIT IST DAS

Gast: Ein Ätzer
09.08.2012 11:47
0 0

Was ficht die Medien an, solchen Erfolgsdruck auf die Sportlerinnen auszuübern?

Da wird den Sportlerinnen tagelang eingetrichtert, daß es von ihnen abhängt, ob Österreich ohne Medaillen wie 1964 aus Tokio heimfährt.

Da wird den Sportlerinnen tagelang vorgebetet, daß sie als regierende Weltmeisterinnen ihre Überlegenheit unter Beweis stellen müssen.

Da wird den Sportlerinnen tagelang in Erinnerung gerufen, daß SIE ihre Leistungsform mit Medaillen bestätigt sehen wollen.

Da wird den Sportlerinnen tagelang zugerufen, daß Hermann Maier höchstpersönlich eingeflogen wurde, um IHNEN die Daumen zu drücken.

Unterläßt dies endlich!

Gast: Es ist nicht zum weinen, sondern zum lachen
09.08.2012 11:18
0 0

Costa Rica (2 Millionen Einwohner) hat 2 Medaillen, das sehr kleine Modawien auch

und das hochnäsige Österreich nichts.
Das ist auch gut so

Mit der Perspektive, bei einer Medaillie mit dem Darabos abgebildet zu werden ....

.... würde ich maximal den vierten Platz belegen wollen.

Gast: tissi
09.08.2012 09:11
3 2

Ganz ehrlich.....

.....wenn interessieren schon Medaillen, wenn man von chinesischen Trainingscamps liest, in denen nur mit Drill und Angst den jungen Menschen die Jugend geraubt wird, damit China irgendwann einmal erster im Medaillenspiegel ist. Ich bin sehr froh, dass das in Österreich nicht so ist und wünsche den Kanutinnen alles Gute.


Antworten Gast: Selfmade Man
09.08.2012 11:34
0 0

Re: Ganz ehrlich.....

ob nicht auch der österreichische übersozialstaat "seine kinder" um den erfolg in einer leistungsorientierten welt bringt (ob man diese welt will oder nicht,österreich wird niemand danach fragen!) ,denn wie soll man kämpfen,sich durchbeissen, an seine grenzen gehen lernen wenn alles im geschützten bereich abläuft u. "niemand"(-->nettoempfänger) mehr wirklich etwas tun muss für sein auskommen !! ps: dass genau ein darabos sich darüber aufregt dessen partei genau aber diesen sozialismus angetrieben hat in austria ist wahrscheinlich auch dem geschuldet ,denn vielleicht schnallt er es wirklich nicht !!?

Antworten Gast: Kläff
09.08.2012 11:15
0 1

Du redest absoluten Blödsinn

Die siegen, weil sie eine Auswahl von 1, 3 Milliarden Menschen haben und weil sie eben so gute Trainingsmethoden wie die USA haben.
Und weil sie ehrgeizig sind. Der Ehrgeiz, das Beste für die Nation zu geben ist in der chinesischen Kultur seit 5000 Jahren verankert - also seit einer Zeit als wie Österreicher noch wilde Waldbewohner waren.

Antworten Gast: Wissender
09.08.2012 09:58
3 0

Re: Ganz ehrlich.....

Schon einmal von der Fabel vom Fuchs und den Weintrauben gehört?

Ich dachte immer, dabei sein ist alles...

Offenbar scheint es aber eher so zu sein:
Dabei sein ist nichts, gewinnen ist alles.

Eine

nationale Katastrophe, keine Medaille für Österreich. Wir sollten einen nationalen Trauertag einführen.

0 0

Re: Eine

Besser wäre es vielleicht, zuerst einmal zu analysieren was denn im österreichischen Spitzensport so falsch läuft.

Und beginnen könnte man so eine Analyse, indem man feststellt wieviele Funktionäre den Job ihrem Parteibuch verdanken....

Gast: sz 721
09.08.2012 06:10
2 2

Passt

Auch hier wird es keine Medaille geben für AUT:
Passt hervorragend, den bei Olymia kann man nicht mit Selbstlob und Korruption etwas erreichen wie in der heimischen Politik!

Re: Passt

na, wenn Korruption eine Olympische Disziplin wird,
werden wir dem Rest der Welt zeigen, wer Weltspitze ist ;))

macht nix

God save the Queen

Re: macht nix

Und unsere Sport-Funktionäre als gut bezahlte Olympia-Urlauber!

3 2

Hoffentlich...

...schafft Österreich wenigstens noch diese Medaille. Sollten sie es nicht schaffen, kann man sich für Österreich schämen. Aber hoffentlich wird die Schuld daran nicht auf die Kanutinen geschoben, sondern auf alle Sportler. Es sollten nicht Einzelne zur Demütigung die Schuldigen sein, sondern Österreich generell als Staat bei den Spielen.

Antworten Gast: ido
09.08.2012 02:32
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Re: Hoffentlich...

Versteh ich nicht - warum sollte man sich dann schämen? In Österreich ist die Sportförderung ein Witz, das sollte geändert werden. Aber am Ende des Tages ist es mir egal ob Österreicher bei den Spielen keine, eine oder zehn Medaillen machen - ich bin da weder stolz noch traurig -> es ist nicht meine Leistung...

Antworten Gast: speibender regenbogen
08.08.2012 23:44
2 1

Re: Hoffentlich...

wieso schämen? dafür, daß österreichs sportler so gscheit sind? laut rogan sind die sieger ja sowieso alle idioten. also könnten wir durchaus stolz auf unsere olympioniken sein, daß deren durchschnittlicher iq ganz offensichtlich weit über dem der medailliensammler liegt! *ggg*

Gast: viennawash
08.08.2012 21:51
6 1

Nichts für Österreicher

Sport,- wettbewerbsmäßig betrieben-, ist eben nichts für Österreicher. Man ist eh eher gemütlich veranlagt. Dem Freizeitsport durchaus zugetan, nicht aber dem Bewerb.
Geh ma lieber auf ein Achterl...

Gast: Kanute
07.08.2012 13:16
7 0

Medaille

Bravo und alles Gute für´s Finale!