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100 m Hürden: Schrott wird überraschend Achte

07.08.2012 | 22:12 |   (DiePresse.com)

Beate Schrott schaffte im Londoner Olympiastadion sensationell den Einzug ins Finale. Mit der Medaillenentscheidung hatte die Niederösterreicherin nichts zu tun, Gold ging an die Australierin Sally Pearson.

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Leichtathletin Beate Schrott hat im Olympiafinale über 100 m Hürden am Dienstagabend in London den achten und damit letzten Platz belegt. Die Niederösterreicherin kam auf eine Zeit von 13,07 Sekunden. Gold ging an die Australierin Sally Pearson, die sich in olympischer Rekordzeit von 12,35 vor den US-Amerikanerinnen Dawn Harper (12,37) und Kellie Wells (12,48) durchsetze. Schrott hatte sich Stunden zuvor sensationell für den Endlauf qualifiziert. Die Niederösterreicherin kam in ihrem Halbfinale am Dienstagabend als Zweite auf eine Zeit von 12,83 Sekunden und blieb damit nur 1/100 Sekunde über den von ihr gehaltenen österreichischen Rekord.

Vor dem Finale mussten die Hürdensprinterinnen wegen einer Siegerehrung zehn Minuten im strömenden Regen warten. Der achte und letzte Platz entsprach der Papierform der Finalistinnen. "Es ist schade, dass ich jetzt eine 13er-Zeit da stehen habe und nicht mithalten konnte. Ich habe mich körperlich ganz gut vom Halbfinale erholt, aber vielleicht war der Fokus nicht mehr ganz da", meinte sie.

"Ich kann es nicht fassen"

"Es ist unglaublich, ich kann es nicht fassen. Ich habe mir Mitte des Laufes einfach gedacht, jetzt musst du noch mal alles geben", hatte die 24-Jährige nach ihrem Halbfinallauf gesagt. "Das Halbfinale war das Plansoll, das Finale war übers Ziel hinaus. Ich bin dankbar, dass ich das erleben durfte, das nimmt mir niemand mehr weg", sagte die 24-Jährige, die für die beste rot-weiß-rote Olympia-Leistung in der Leichtathletik seit Silber von Stefanie Graf 2000 in Sydney sorgte.

Über die Zeit hätte es für Schrott mit dem Einzug in den Endlauf nicht geklappt. Die Platzierung war ausschlaggebend. "Ich habe den Zielwurf anders gemacht als in Helsinki. Da hat er mir um eine Hundertstel die Bronzemedaille gekostet. Heute war es andersrum", erklärte Schrott, die die zeitgleiche Jamaikanerin Shermaine Williams auf Rang drei verdrängte. Dass sie zur Mitte des Halbfinal-Rennens weit hinten lag, hatte sie nicht mitbekommen. "Ich sah nur die links neben mir, sonst hat man schon etwas den Tunnelblick."

Erfolg zeichnete sich ab

Der Erfolg kam nicht ganz überraschend. Österreichs Leichtathletin des Jahres 2011 hat heuer bereits einen siebenten Platz bei der Hallen-WM in Istanbul erreicht. Bei der Freiluft-WM im Vorjahr in Südkorea kam sie ins Halbfinale und auf den 18. Platz.

(APA)

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25 Kommentare
 
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Gast: smilefile
08.08.2012 13:32
0 0

Tja,..



...nachdem in Österreich die Funktionäre und nicht die Sportler gefördert werden. Ist das doch ein durchaus durchschlagender Erfolg,..

;O)...

super

wenn wir uns jetzt schon über achte plätze freuen, dann sind ja die steuererleichterungen für unsere sportler wirklich GERECHTfertigt.

wie erklärt man diese erleichterungen eigentlich einem bauarbeiter, einer putzfrau, einem hilfsarbeiter, müllmann, etc.

wo liegt der mehrwert der sportler? außenwirkung und werbung für österreich kanns ja nicht sein, den ich hab im ausland niergends gelesen:"Weltklasse, Schrott wurde überragend Achte!!"


0 0

Re: super

Ein 8. Platz ist für österr. Verhältnisse und besonders in der Leichtathletik ein riesiger Erfolg!

Man bedenke Österreich hat in London2012 noch KEINE Medaille.

Sie hat ihre Klasse bestätigt, was wollen Sie mehr? Es gibt viele Teilnehmer, die nicht so überzeugen konnten.


Antworten Gast: ibinaagast1
08.08.2012 14:22
0 0

Re: super

Ich stimme Ihnen vollinhaltlich zu. Was ich außerdem nicht verstehe, ist der Jubel über einen 8ten Platz wo in den Tagen vorher über einen 4.ten und zwei 5.te gelästert wurde.

Antworten Gast: SinusP
08.08.2012 12:30
1 0

Re: super

Um ehrlich zu sein finde ich die Leistung von Beate Schrott beachtlich.

Eine hauptberufliche Medizinstudentin, die sich "nebenbei" für Olympia qualifiziert und sogar das Finale erreicht.

Selber besser machen, dann reden..
Schönen Tag noch

Re: Re: super

ich habe ja nicht gesagt, dass die leistung nicht beachtlich ist bzw ich sie besser kann.

aber für einen achten platz wird mir irgendwie zuviel berichtet und vorallem zu überschwänglich. In österreich wird ja gerade so getan, als ob wir eine goldene gemacht hätten

...............

Gast: Böser Knabe
08.08.2012 11:19
3 1

Na, bravo

"Der Erfolg kam nicht ganz überraschend. Österreichs Leichtathletin des Jahres 2011 hat heuer bereits einen siebenten Platz bei der Hallen-WM in Istanbul erreicht. Bei der Freiluft-WM im Vorjahr in Südkorea kam sie ins Halbfinale und auf den 18. Platz."

Natürlich, ist ja auch eine atemberaubende Bilanz, wirklich Weltklasse!

Gast: Wirtschaftler
08.08.2012 11:18
2 1

Tolle Leistung, gratuliere !

Es ist ein Traum für Leichtathleten von Österreich in ein Olympisches Finale zu kommen. Ich kann der Beate nur gratulieren. Die Freude der Mutter und ihres Bruders wird riesig sein, auch die aller ihrer Vereinsfreunde/innen. Dabei muss man sagen, das Mädel ist sympatisch, bodenbehaftet, fleißig und hat Humor. Ihre Leistungen beginnen langsam sich noch mehr zu steigern. Ich bin mir sicher, in Zukunft werden wir noch mehr von ihr hören und sehen.
Es wäre auch mal ein Fall, wo sich Sponsoren(Staat und Privat) auch etwas einfallen lasse könnten.
Und: Sie hat Inge Aigner(Olypmische Hürdenläuferin Union St.Pölten) super vertreten.
Alles Gute weiterhin und viel Erfolg !

Antworten Gast: ibinaagast
08.08.2012 16:11
0 1

Re: Tolle Leistung, gratuliere !

Noch steigern? Na dann wird sie vielleicht sogar einmal 7 bei Olympia. Armes Österreich, wenn man einen 8ten Paltz so euphorisch bejubeln muß.

Gast: 1. Fragesteller
08.08.2012 10:47
1 1

Es tut mir leid,

aber wenn ein Land - vergleichbar mit den Niederlanden (14 Medaillen) oder Ungarn (9 Medaillen) - in Jubel ausbricht, weil ein/e Sportler/in überhaupt in ein Finale kommt und den 4. bzw. 8. Platz belegt, dann stimmt das was nicht oder wir sollten uns andere Betätigungsfelder suchen. Abgesehen davon wünsche ich ihr für die Zukunft viel Glück und eine Steigerung ihrer Fähigkeiten!

2 1

GRATULATION an unserer Amateurin

Ich finde es nur sehr schade, dass in Österreich JEDER drittklassige Privinzfußballer, der es international nicht einmal unter die besten 10.000 Spieler schafft, viel Geld verdient, während solche Spitzensportler, die auch inernational beachtliches leisten, fast betteln gehen müssen.

Wen wundert es da, wenn in Österreich deshalb niemand diese "brotlose Kunst" Leichtathletik ausüben möchte?
Aber es gibt noch Idealisten. Das finde ich SEHR gut.

Nochmals Gratulation und viel Erfolg in der weiteren sportlichen Kariere an Beate Schrott!


Noch einmal ...

In einem Land, wo eine Handarbeitslehrerin, zu Minister*I*n-Ehren gekommen, ihr Unterrichts(un)wesen insofern auch treiben durfte, indem sie dem Sport seinen ihm gebührenden Platz zuwies (durch Verringerung der Stundenzahl), für diese Groß- und Untat von ihrem „Schöpfer“, dem damaligen – heute „angeblichen“ – „besten Bundeskanzler aller Zeiten“ mit dem Ehrentitel „Liesl“ geadelt wurde (wobei "Liesl" bei uns in Wien etwas ganz anderes bedeutet, nämlich die Bezeichnung für ein Gefängnis), darf einen, was Sport anbelangt, wirklich nichts mehr wundern. Allein schon und auch deshalb, weil die so „geschädigten“ „Untertanen“ in nicht geringer Zahl ihren Bewegungsdrang allein durch „Big Mac-Einwerfen“ und „Bierhumpen-Stemmen“ ausleben – quer durch alle gesellschaftlichen und politischen Lager. DAS gäbe Grund genug für Ihren Grant, Herr Minister! Aber wer wird sich’s schon mit den eigenen -nossinnen und -nossen anlegen wollen?

Dass sich nun hier im Forum einige dem Minister anschließen, dessen Bestzeit im "Hundert Meter-Denken" gewaltig langsamer ist als die (Lauf)Bestzeit vieler österreichischer Sportler*I*nnen über diese Distanz, nimmt daher nicht wunder, stimmt aber dennoch nachdenklich und traurig.

Übertaschend

immer diese unnötige Bergwertungen der Sportler!

Gast: CHK
08.08.2012 07:19
3 1

Olympia

Jeden Cent sind unsere (Olympia)-Sportler wert! Überall anderswo wird wirklich viel Geld unnötig vergeudet! Also, es lebe der Sport! v.a. die Ausdauer- und Randsportarten!!!

Gast: Frau Wieland
08.08.2012 03:26
1 4

Olympia hat recht!!

Und was bringen "unsere sportler" ausser unser
hart erarbeitedes steuergeld verschwenden.
Drauf noch der derzeitige "Minister".
Armes Oesterreich!
Selbst staaten wie Uzbekistan und Cameroon haben medaillen, nur unsere patscherln laufen hinten nach.
Heute, August 7. liegt oesterreich auf plats 76!!
Mein steuergeld ist mir mehr wert als das gebotene.

2 0

Re: Olympia hat recht!!

Aber sehen Sie es mal so: ca. 80% des Geldes, das das Sportministerium in Sportarten investiert, geht an den Fußball. Diese verschwenden das Geld sinnlos, weil sie sowieso nix reißen. Mit dem wenigen Geld, das den anderen Sportarten in Österreich zur Verfügung steht, ist die Chance nicht so hoch, dass bei Olympia eine Medaille geholt wird!

Re: Olympia hat recht!!

Aha. Sportförderung ist also nur sinnvoll, wenn in der jeweiligen Sportart Olympiamedaillen errungen werden?
Ich dachte, es geht darum auch in weniger populären Sportarten, in denen es wenige oder keine privaten Sponsoren gibt die professionell(er)e Ausübung zu ermöglichen.
Ein 8ter Platz in einer weltweit professionell betriebenen Disziplin ist viel mehr Wert als ein Olympiasieg in der alpinen Abfahrt, welche von maximal einer handvoll Ländern ernsthaft ausgeübt wird.

3 1

Re: Re: Olympia hat recht!!

So sehe ich das auch. Natürlich ist es im Winterpsort vielfach leichter ganz vorne zu sein. Wäre es nicht so, wäre da Östrreich als kleines Land auch nicht so erfolgreich.

Die Sportfrderung von Fußball gehört eigentlich sofort gestrichen, denn die Vereine haben über Sponsoren, Zuschauer, etc. genug Geld. Man sehe sich nur an was Fußballer im Vergleich zu Leichtathleten verdienen!

Die Sportförderung ist an Sportarten weiterzugeben, die kaum Chancen haben im Sport Geld zu verdienen, damit sie professionell trainieren können.


2 8

Olympia

Was bringt hunderte Millionen Menschen dazu, sich beinahe 24 Std. am Tag Sportarten anzusehen, die sonst niemals eine Lifeübertragung wert sind? Und wie kommen die Anderen dazu, über 2 Wochen lang auf jedem 2. Fernsehsender damit belästigt zu werden?

Re: Olympia

Ja das frage ich mich auch, wenn ich in den von mir verhassten Themen:
Fussball...36 Runden vor/während/nach dem Spiel plus Europaliga plus ev. Em oder Wm.....
Formel 1...19 Wochenden vor/während/nach dem Rennen.....
Alpinski.....4 Monate vor/während/nach dem Rennen....
...unsere selbstherrlichen, präpotenten und überheblichen Reporter des Staatsfunkes anhören/ansehen muss/soll....
deshalb, machen sie es wie ich: Fernseher ausschalten; lesen; raus in die Natur...

Re: Olympia

Sie sind wsl so ein bequemer coachpotatoe....
lieber mal nachdenken, was solche leute leisten bevor Sie iwelche niveaulosen kommentare posten!

2 2

Re: Olympia

Machen Sie einfach während dieser Zeit Ausgleichssport, statt vor dem Fernseher zu sitzen. Das fördert die Durchblutung im Gehirn.

Antworten Gast: Blackmind
08.08.2012 08:22
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Re: Olympia

Kaufen Sie sich ein Buch ....

5 0

Re: Olympia

Sie armer!

13 1

Gratuliere...

....zu dieser tollen Leistung. Niemand braucht sagen, dass sie im Finale so schlecht gelaufen ist, denn dahin zu kommen, ist, für die, die selber einen olympischen Sport machen, sehr, sehr schwer.
Sie verdient meinen größten Respekt. ;)

 
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