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Kanu: Schuring/Schwarz verpassen Medaille

09.08.2012 | 11:46 |  Red. (DiePresse.com)

Die österreichischen Kanu-Hoffnungen Yvonne Schuring und Viktoria Schwarz bleiben im Kajak-Zweier über 500 Meter als Fünfte ohne Medaille.

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Österreichs größte verbliebene Medaillenhoffnung bei den Olympischen Sommerspielen in London ist am Donnerstag im Dorney Lake versunken. Die Flachwasser-Kanutinnen Yvonne Schuring und Viktoria Schwarz mussten sich im Kajak-Zweier mit Rang fünf begnügen. 0,785 Sekunden fehlten den Weltmeisterinnen auf die Bronzemedaille. Gold ging an die deutschen Weltcup-Dominatorinnen Franziska Weber/Tina Dietze

Schuring/Schwarz erwischten keinen optimalen Start, fuhren den unmittelbaren Konkurrenten von Anfang an hinterher. Selbst ein starkes Finish reichte nicht mehr. "Wir haben uns nichts vorzuwerfen", betonte Schuring. "Wir haben unsere Leistung zu 100 Prozent abgerufen. Man muss mit einem guten Rennen auch einmal zufrieden sein." Schon im Semifinale und bei der EM zuletzt in Zagreb waren die Oberösterreicherinnen Fünfte geworfen.

"Natürlich hätten wir uns eine Medaille gewünscht"

Durch den im Vorjahr in Szeged errungenen WM-Titel war die Erwartungshaltung in Österreich allerdings eine höhere. Schuring/Schwarz hätten zu den Retterinnen der Nation avancieren und die ersten medaillenlosen Spiele seit Tokio 1964 verhindern sollen. "Wir sind mental eine gute Schiene gefahren", versicherte Schuring. "Wir haben uns trotzdem gut auf unser Rennen konzentriert. Natürlich hätten wir uns auch eine Medaille gewünscht."

0,785 Sekunden fehlten am Ende. "Das hört sich wenig an, in der Kanuwelt ist das aber doch relativ deutlich", gestand die 34-jährige Schuring. "Wir haben gewusst, dass für eine Medaille alles passen muss, wir hätten ein 100 Prozent optimales Rennen gebraucht." Das war es nicht ganz. "Den Start haben wir ein bisschen verpatzt", erklärte die sieben Jahre jüngere Schwarz. "Der fünfte Platz war realistisch, die Leistung hat sicher gepasst."

Gegen die Topfavoriten war es bei strahlendem Sonnenschein allerdings zu wenig. Die Deutschen siegten vor den Ungarinnen Katalin Kovacs/Natasa Douchev-Janics, die ihr drittes Olympia-Gold in Serie verpassten, sowie den Polinnen Karolina Naja/Beata Mikolajczyk. Vor den Österreicherinnen landete auch noch das Boot aus China. "Die anderen waren knallhart schnell", erklärte Österreichs Sportkoordinator Günther Briedl.

"Auch Platz fünf ein Wahnsinnsergebnis"

Da half nicht einmal die lautstarke Unterstützung von Ski-Legende Hermann Maier, der sich unter die 24.000 Fans im Ruderzentrum 50 km westlich von London gemischt hatte. Der Trubel um Schuring/Schwarz, die letzten großen ÖOC-Medaillenhoffnungen bei den Spielen in London, war in den vergangenen Tagen fast so groß gewesen wie einst um den vierfachen Gesamtweltcupsieger.

"Mit dem Druck sind wir aber gut zurechtgekommen", meinte Schwarz. Eine Medaille sei ein Traum gewesen. "Im Grunde genommen ist aber auch Platz fünf bei Olympia ein Wahnsinnsergebnis", sagte die Linzerin. Bei den ersten gemeinsamen Spielen vor vier Jahren in Peking hatte das damals neu formierte Duo noch Rang neun belegt. 2016 in Rio soll eine weitere Steigerung möglich sein.

"Es ist noch viel drinnen in diesem Boot", versicherte Cheftrainer Nandor Almasi. Der Ungar hat Schwarz/Schuring zu Weltmeisterinnen gemacht. "Sie sind auch hier sehr gut gefahren", betonte der 59-Jährige. "Wir müssen mit dem Resultat zufrieden sein. Jeder ist hier für eine Medaille vorbereitet." Nur mit den unmittelbarem Ablauf der vergangenen Tage war Almasi nicht restlos zufrieden.

Am Dienstagabend nach dem Semifinale waren die Medaillenhoffnungen noch aus ihrem Außenquartier ins fast zwei Autostunden entfernte Österreich-Haus in der Londoner Innenstadt zu einem Galaabend ihres Heimatbundeslandes Oberösterreich gereist. Dort waren sie von der Presse belagert worden. "Ich glaube, das war vielleicht nicht optimal", sagte Almasi. "Sie hätten rasten sollen. Ich wollte eigentlich gar nicht hinfahren."

(APA)

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55 Kommentare
 
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medaillen

wenn es euch allen nur um medaillen geht-hat jemand mitbekommen,dass österreich bei der junioreneuropameisterschaft der voltigierer 2 mal gold,2 mal silber und 1 mal bronze erreicht hat?!!!!

Gast: Held der Arbeit
10.08.2012 12:37
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ich verstehe die verwunderung nicht

wie sollen in einer gesellschaft, in der seit jahrzehnten das mittelmaß zum idealbild erhoben wurde, unterdruchschnittlichkeit gehegt und gepflegt wird und begriffe wie leistung und elite zu den schlimmsten schimpfwörtern stilisiert wurden, sportliche höchstleistungen entstehen?

Gast: Ein Ätzer
10.08.2012 12:27
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Medaille oder fürs Gruppenbild zum Galadiner?

Nicht die Sportler haben dafür gesorgt, daß sie die ihre Form nicht optimal umsetzen.

Als Fördergeldempfänger wurden sie von den Trainern auf dem Galadiner der Politiker, Funktionäre und Journalisten als Schöpfung der Politiker, Funktionäre und Journalisten vorgeführt.

Die Sportler sind nicht des Sports wegen zu den Olympischen Spielen geschickt worden, sondern zur Erfreuung der Politker, Funktionäre und Journalisten.

Nicht die Wettkämpfe geben den Zeitplan und die Prioritäten vor, sondern die Politiker, Funktionäre und Journalisten.

Gast: Das ging aber gründlich daneben
10.08.2012 09:30
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Das kleine Moldawien (3 Millionen Einwohner), das kleine Costa Rica haben je 2 Medailen

oder vielleicht schon mehr (Stand von vor 2 Tagen), viele kleine Länder, denen sich die österreichische Arroganz haushoch überlegen fühlt, haben Medaillen und China wird als Gesamtolympia-Sieger hervorgehen.
Österreichs Endstand in Medaillen:
0:0:0 und in der Gesamtwertung aller anderen Plätze auf dem Rang mancher afrikanischer Kleinstaaten, die für Sport überhaupt keine Geld ausgeben können oder noch schlechter.
Bei uns werden und wurden die Millionen für Sport hinausgeschmissen, eine ganze Clique macht sich durch Sport zu Millionären.
Auch ein Thema für den Korruptionsstaatsanwalt

Keine Leistung mehr gefordert

Das hat man davon wenn aus Ideologischen Gründen keine Leistung mehr gefordert wird.
Hast in der Schule ein paar 5er, kein Problem kommst trotzdem weiter.
Machst keinen Lehrabschluss, kein Problem wirst eben Hilfshakler.
Erreichst im Sport nix, kein Problem 5er oder 18er zu werden ist schon großartig, hauptsache sie waren bei Olympia dabei.
Sport in der Schule zu fördern ist Ideologisch verwerflich erinnert doch doch zusehr an die Zeiten von anno dazumal, da versuchen wir es bei dicken Kindern doch lieber mit Psychogelaber von *Experten*

Sehen wir uns mal die Asiaten an, da zählt nur Leistung sowohl in der Schule als auch im Sport. Silber ist schon eine Entäuschung für die. In ein paar Jahren werden wir überhaupt nix mehr reißen gegen die Asiaten da uns einfach der Siegeswille fehlt.

Re: Keine Leistung mehr gefordert

Zielerreichung:
Unsere sportlichen Leistungen sehe ich gleichbedeutend, wie unsere Politik(er/innen) seit Jahren versagen und was ändert sich? Europa ist im Kontroll Wahn und dient nur dem persönlichen Eigenzweck dieser Verbands Eliten!
Bravo: Unsere Medien zerreissen auch noch die letzten ehrlichen nationalen Helden, also wofür all die täglichen Anstrengungen und Entbehrungen der Einzelnen wirlichen Aktiven.

Gratulation, hier ist Ihre Abrechnung.
Danke, setzen, 5 !

"..dass Österreich bei den Spielen in London erstmals seit Tokio 1964 bei Olympia leer ausgehen wird."

wie das?
österreich hat gepaddelt?
österreich ist über die hürden gehüpft?
österreich hat danebengeschossen?

es waren MENSCHEN, die einen österr. pass haben!

und da ich nicht einen einzigen von diesen sportlern persönlich kenne, ist es mir persönlich auch völlig wurst, ob sie mit einer medaille oder mit einem touristischen andenken an london nach hause fahren!

anmerkung: den höhepunkt bei diesem nationalistischen schwachsinn habe ich beim tennis erleben müssen. eingeblendet wurde beim finale, dass SUI gegen GBR spielt. seltsam, ich habe nur 2 männer gesehen und weder eine schweiz, noch ein großbritannien.

naja, für patrioten ist wohl keine dummheit verboten. denn patrioten sind idioten!

Antworten Gast: ibinaagast
10.08.2012 11:10
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Re: "..dass Österreich bei den Spielen in London erstmals seit Tokio 1964 bei Olympia leer ausgehen wird."

Sie haben vollkommen recht. Jeder Sportler der bei Olympia (oder jeden anderen Wettkampf) teilnimmt, will für sich und nur für sich gewinnen, das patriotische Sieg für Österreich ist wohl das letzte an das er denkt. Un wenn Sie an erfolgreiche Sprtler denken (unsere heilige Kuh Hermann zum Beispiel), weren Sie sehen, dass nur Egomanen wirklich erfolgreich sind.
liebe Grüße

Antworten Gast: Einsamer Strand
10.08.2012 10:28
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Re: "..dass Österreich bei den Spielen in London erstmals seit Tokio 1964 bei Olympia leer ausgehen wird."

halleluja, sie haben sich losgesagt von allem einfachen,sie werden wahrscheinlich gar nicht mehr mit den füssen den boden berühren sondern nur mehr schweben,sie haben sicher auch längst die primitive art der nahrungsaufnahme hinter sich gelassen, sie haben erkannt dass es keiner länder,staaten bedarf ,ja nicht einmal kontinente sind von nöten ... sie sehen in allem nur den menschen ,welch erleuchtung .....

Antworten Antworten Gast: ibinaagast
10.08.2012 11:12
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Re: Re: "..dass Österreich bei den Spielen in London erstmals seit Tokio 1964 bei Olympia leer ausgehen wird."

Wenn Sie ehrlich sind, werden Sie zugeben, dass Ihre Antwort von wenig Erleuchtung zeugt.

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Ganz ehrlich...

...so schlecht sind einige Einzelleistungen auch wieder nicht.
In einem Bewerb haben wir sicher noch besser abgeschnitten:

Offizielle (einschließlich dem so wichtigen Minister) versus Sportler

Bei dieser Verhältniszahl liegen wir sicher ganz, ganz weit vorne.

Gast: Piepenbrink
10.08.2012 01:14
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Tsja

Ihr Österreicher seid so lustig wie euer Medaillenspiegel

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die Genossen

werden jetzt wohl eine Quote beantragen.

Antworten Gast: ibinaagast
10.08.2012 13:26
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Re: die Genossen

Echt geniale Idee von Ihnen. Wernerle liest das hoffentlich und kann Laura bitten alles Nötige zu erledigen.

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Es ist wieder typisch!

Die Funktionäre suchen niemals die Schuld bei sich selbst (die sind wie die Politiker).

"Dass beide nach dem Semifinaleinzug noch aus ihrem Außenquartier ins fast zwei Autostunden entfernte Österreich-Haus fahren mussten, um einem Galadinner beizuwohnen, ist allerdings nur schwer nachvollziehbar."

Das bedarf wohl keinem extra Kommentar.
Werft all diese sauteuren und meist unfähigen Funktionäre raus und lasst die tollen Sportler in Ruhe ihre Arbeit machen!


Gast: Ein Ätzer
09.08.2012 21:05
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Ich schlage die 303. oöympische Disziplin vor

Sportler auf Galadiners zum Gaudium der nationalen Politiker, Funktionäre und vor allem der Presse verschleppen.

Beim Sau-raus-lassen scheinen wir die insgeheimen Weltmeister zu sein. Unschlagbar.

Warum wird darüber kein Siegerfoto veröffentlicht? War gewiß lustig, die Damen abzubusseln...

Gast: Londoner
09.08.2012 20:54
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Keine Medaille

Bei aller Blamage - besser wir haben die niedrigste Arbeitslosenrate in der EU als ein paar Medaillen. Unabhängig davon ist es unerträglich, wie in Österreich sogar der Sport verpolitisiert ist (Schrebergärten der Parteien), die Altherrenriegen in den einzelnen Verbänden sollen abtreten - und zwar sofort.

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Re: Keine Medaille

Diese Funktionäre sollen sofort zurücktreten. Das wäre das Mindeste, das man erwarten würde, denn SIE alleine tragen die Verantwortung.

hoffentlich

ist bald Winter ..........

Gast: Gast365
09.08.2012 20:20
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Welche Idioten haben veranlasst,

dass sie nach dem Semifinale (4 Stunden Fahrt) an dem Galadinner teilnehmen müssen. Alle die das veranlasst haben gehören sofort ihrer Funktionen enthoben!

Vor 4 Jahren hat Olympiasieger Steiner richtigerweise gesagt, dass er in Österreich niemals Olympiasieger geworden wäre. Mit solchen Versagern auf Funktionärsebene (und auch noch so einen SP-Minister) war die weitere Verschlechterung nur logisch!

Minister für Landesverteidigung und Sport: Norbert Darabos

Kein Wunder..

das Österreich im nirgendwo ist irgendwer muss ja arbeiten um die Europäische Union zu finanzieren.... da bleibt keine Zeit zum Sporteln :)

Alleine dafür müsste der Sportminister Darabosch


sein Amt zurücklegen!

Aber er hatte schon wichtigere Gründe ignoriert!

Das muß der Wähler, nächstes Jahr, für ihn übernehmen!


Gast: ZARA
09.08.2012 18:18
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Die Semantik alleine ist schon falsch!

Ich meine, was soll das heißen: "Keine Medaille"?
Absolut uninteressant es geht nicht um Medaillen sondern nur um GOLD, Silber und Bronze sind die ersten Verlierer und nach diese Losern kräht in ein paar Jahren kein Hahn mehr.

Keine Medaille zu machen ist einfach nur erbärmlich und ist durch nichts schön zu reden. Aber was erwartet man sich von "Olympioniken" a la Rogan!?

Gast: b754
09.08.2012 18:14
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Der deutsche ARD-Moderator hat erwähnt, dass jeder Grieche für den Gewinn einer Goldmedaille 130.000 Euronen bekommt!

Und, das ist noch nicht alles, nebenbei hat er noch erwähnt - dies ist auch in einer nicht näher genannten österreichischen Tageszeitung zum Lesen -, dass die Griechischen Funktionäre die teuerste Unterkunft aller teilnehmenden Länder belegen.

bei dem Minister muss man

froh sein das wir neutral sind keine Medaille wird man überleben

 
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