Höchstleistungen gibt es bei Olympia jeden Tag, doch was US-Staffelläufer Manteo Mitchell am Donnerstagabend ablieferte, verdient besondere Beachtung.
Der Startläufer der 4 x 400-Meter-Staffel brach sich nach 200 Metern das Wadenbein - und lief das Rennen trotzdem noch zu Ende. "Bei der 100-Meter-Marke fühlte sich mein Bein komisch an. Als ich den ersten Schritt nach der 200-Meter-Markierung gemacht habe, habe ich gemerkt, dass es brach. Ich habe auch einen kleinen 'Kriegsschrei' losgelassen, aber das Publikum war so laut, dass man es nicht gehört hat. Ich wollte die drei anderen Jungs im Team nicht im Stich lassen, also bin ich weitergelaufen. Es tat so weh", sagte Mitchell.
Der 25-Jährige schaffte schließlich eine Zeit von 46,1 Sekunden. In 2:58,87 Minuten lief das amerikanische Quartett im Vorlauf die zweitbeste Zeit.
Der Grund für den Bruch dürfte sein, dass Mitchell im Verlauf der Woche auf einer Stiege ausgerutscht war. Das Training konnte er dennoch normal absolvieren. Das Finale wird die Kämpfernatur nun aber doch auslassen.
(APA/Red.)
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