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Olympia-Pleite: Bundespräsident nimmt ÖOC-Sportler in Schutz

11.08.2012 | 11:35 |   (DiePresse.com)

Medaillen seien "kein Maßstab für die Qualität einer Gesellschaft", sagte der Bundespräsident anlässlich des Abschneidens der Österreicher. Jetzt benötige es Analysen und keine Schuldzuweisungen.

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In die Diskussionen um das schlechte Abschneiden der österreichischen Olympia-Mannschaft in London, der die zweiten Spiele überhaupt ohne eine einzige Medaille drohten, hat sich am Samstag auch Bundespräsident Heinz Fischer eingeschaltet. Das Staatsoberhaupt nahm dabei die Sportler in Schutz und forderte Zurückhaltung bei Schuldzuweisungen und präzise Analysen.

"Bei der Verabschiedung des österreichischen Olympiateams am 16. Juli in der Wiener Hofburg habe ich gemeint, dass unsere Freude über Erfolge bei olympischen Wettbewerben riesengroß sein würde, aber auch Niederlagen oder Misserfolge nicht übermäßig dramatisiert werden sollten", erinnerte Fischer. Die Zahl der Medaillen sei "mit Sicherheit kein Maßstab für die Qualität einer Gesellschaft", das habe sich auch bei den heurigen Sommerspielen in London ganz deutlich gezeigt.

Analyse statt Schuldzuweisung

"Natürlich haben wir gehofft, dass die rot-weiß-rote Fahne bei der einen oder anderen Siegerehrung gehisst wird. Das ist nicht gelungen und ich bin überzeugt, dass die betroffenen Sportlerinnen und Sportler, die mit Sicherheit ihr Bestes gegeben haben, darüber am meisten betroffen sind", verteidigte Fischer die von Kritikern teilweise als Olympia-Touristen bezeichneten Athleten. "Es wäre unfair, übertriebene Erwartungen vor den Spielen durch übertriebene Kritik an den Sportlerinnen und Sportlern nach den Spielen zu kompensieren."

Fischers Lösungsvorschlag in der Diskussion: "Was wir jetzt brauchen, sind nicht gegenseitige Schuldzuweisungen, sondern eine präzise Analyse von Stärken und Schwächen, kluge Reformen, harte Arbeit und Zuversicht - mit einem Wort eine sportliche Gesinnung bei allen Beteiligten."

(APA)

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59 Kommentare
 
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Gast: Roman Koller
12.08.2012 05:33
0 0

Keine Medaillen

Weniger Schnitzel fressen, dann geht´s vielleicht
beim nexten moi.

Gast: Ich bohre nach Nasen!
12.08.2012 01:26
0 0

Das Gegrinse, einfach fürchterlich.......

...hat man sich schon einmal darüber Gedanken gemacht, das man als Sportler für ein derartiges Land(das Land kann nichts dafür, ABER), mit einen derartigen Präsidenten und den katastrophalen politischen Zuständen, gar keine Medaille machen will???
Wäre ich Olympia-Schwimmer, ich würde beim Start Nasenbohren.......wäre ich Olympia-Läufer, ich würde beim Start Nasenbohren....wäre ich Olympia-Beach-Volleyballer, ich würde wenn der Ball kommt Nasenbohren......wäre ich Olympia-Ruderer, ich würde mit einer Hand rudern und mit einer Hand Nasenbohren.......wenn der Stronach Präsident wird, DAS IST ETWAS ANDERES, dann lasse ich mir die Nasenlöcher zumauern, dann tue ich Ohrlibohrli!

"kein Maßstab für die Qualität einer Gesellschaft",

Welche Luzidität in dieser Erkenntnis Fischers!
Bisher dachten wir immer die ehemalige UdSSR, die Dädaräh(DDR) und das menschenfreundliche China seien durch ihre Sportmedaillenanhäufung qualitativ hochwertige, nacheiferungswürdige Gesellschaften.
Danke, dass Du uns eines Besseren belehrtest!
Wir sind schon ganz begierig auf die nächste Leermeldung unseres Grüßaugusts!

Olympia-Touristen

Jeder Sportler geht bei den Spielen mit Sicherheit an die persönliche Leistungsgrenze. Auch die Tagesform spielt eine wichtige Rolle. Wenn man als Sportler bei den Olympischen Spielen persönliche Bestleistung überbietet und es trotzdem nicht zu einer Medaille reicht, wo ist da dann das Problem? Diese Leute, oder im Kollektiv alle österreichischen Teilnehmer als "Olympia-Touristen" zu bezeichnen, ist eine Frechheit!
Jeder gibt sein Bestes, keiner "verliert" gerne..

"Diese Leute....IST eine Frechheit"

Dieses Deutsch SIND auch eine!

Antworten Antworten Gast: Hänschen
11.08.2012 23:15
0 0

Re: "Diese Leute....IST eine Frechheit"

Erst lesen, dann schreiben...

"diese Leute [...] als Olympia-Touristen zu bezeichnen [...] ist eine Frechheit. "

kein Fehler zu erkennen.

Ihr Kommentar ist eine Frechheit.

Ich weiß ja nicht, ob Ihnen ein paar Kommas gleich Schweißperlen auf die Stirn treiben oder was sonst der Grund für diesen unnötigen Kommentar war.

So etwas kann ich einfach nicht nachvollziehen und könnte das auch nicht, selbst wenn tatsächlich ein Fehler da gewesen wäre.

TL

Gast: AlterKämpfer
11.08.2012 19:15
0 0

Kein Steuergel mehr

Heinzi Fischer soll die Sportlerinnen von seinem eigenen Geld sponsern!

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Chanpionship der Funktionäre

Sportförderung "Made in Austria": Vom Füllhorn des Staates profitiert vor allem ein Heer von Funktionären, die Sportler dagegen kaum.

http://bit.ly/MNiDy5

Ist doch komplett wurst,

ob "wir" Medaillen machen oder nicht. Ich zähle mich nicht zum "wir" dazu.

OlympiaNationalismus

Der schäbige OlympiaNationalismus ist eh zum Kotzen. Da wird die Welt alle paar Jahre wieder in NationalStaaten geteilt und großartige Einzelleistungen werden dann unter eine Flagge von irgendwen gestellt. Dieser Schmarrn von vorgestern sollte endlich abgeschafft werden.

Wir Menschen sind allesamt eine Nation. Und zwar eine einzige!! Und deshalb sollte es nach meinem Gutdünken nur eine Fahne und eine Hymne geben: Jene des Humanismus!

Wir Menschen sind allesamt eine Nation.

Gehn S' erzählen S' das den Palästinensern und Israelis!

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gewinner und verlierer

Die leistung muss allemal noch der athlet erbringen.
Für die rahmenbedingungen sind die förderer (vereine, firmen, gesetze und förderungen) verantwortlich.
Also: entweder unsere sportler sind schlecht oder das fördersystem gehört überdacht.
Ich glaube zweiteres, ansonsten wäre es doch ein gesellschaftliches problem.

Gast: maßstäbler
11.08.2012 17:58
1 0

die feststellung

Was ist denn der Maßstab für die Qualität der Gesellschaft? Es wäre in diesen Zeiten interessant, von unserem BP die Qualitätskriterien unser Gesellschaft beschrieben zu bekommen. Nachdem es die Kirchen, die Parteien, die Justiz nicht wer wissen....

Hm.

Ob er das auch bei einem schwarzen Sportminister gesagt hätte?

1 2

ad "kein Maßstab für die Qualität einer Gesellschaft"

schwach - es ist ein Maßstab für Qualität und Leistungswillen, wenn sich Olympiatouristen über 10te Plätze 'freuen' - der Zweite ist der erste Looser. Mir graut vor solchen Politikern und Sportlern ...

Wenn Fischer gesagt hätte....


...Politiker und Medaillen seien "kein Maßstab für die Qualität einer Gesellschaft"....

....hätte er zu 50% recht.

Gast: =EHM=
11.08.2012 16:27
4 0

Zu vollkommen unwichtigen und nebensächlichen themen versteht unser Herr Bundespräsident einen Kommetar abzugeben

Wirklich Wichtiges scheint seiner Betrachtungsweise zu entgehen oder seinen Horizonz etwas zu überfordern

brillant


fischer hat zu 100% recht.

1 2

Re: brillant

unser HBP ist ein Versager wie unsere Olympiatouristen

Antworten Gast: =EHM=
11.08.2012 16:29
1 1

Re: brillant

Bleib am Boden, für Faserschmeicheln gibts keine Medailien.

Re: Re: brillant

Nicht mal das Wort "Medaillen" richtig schreiben können, aber das Maul aufreissen...

"Nicht mal das Wort..."

..."aufreißen" richtig schreiben können, aber das Deutsch anderer kritisieren.

Gast: Free
11.08.2012 16:19
3 0

Ein Versager über die anderen Versager

Tja...

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Recht hat er!

"Es wäre unfair, übertriebene Erwartungen vor den Spielen durch übertriebene Kritik an den Sportlerinnen und Sportlern nach den Spielen zu kompensieren."
Der Satz trifft es genau. Wir hatten einige Medaillenanwärter, von denen man realistisch gesehen Topplatzierungen erwarten konnte. Zwei 4., drei 5. Plätze und drei 8. Plätze sind es geworden, ist doch gut!
Dass einige Sportler Pech hatten, kann bei jedem Wettkampf passieren aber kein Sportler bringt mit Absicht eine schlechte Leistung, mussten doch alle durch eine harte Qualifikation um sich überhaupt für die Spiele zu qualifizieren.
Olympische Spiele sind der Höhepunkt einer sportlichen Karriere, das Ziel jedes Sportlers daran teilnehmen zu dürfen. Dafür nehmen sie jahrelange Entbehrungen in Kauf, stellen oft Ausbildung und berufliche Karriere zurück, investieren viel Geld, da Sommersportler kaum vom Sport leben können und müssen sich dann nach den Spielen von der Bevölkerung als Touristen beschimpfen lassen! Bald wird es in Österreich gar keine Sommersportler mehr geben, die sich das antun.
Die übertriebenen Erwartungen wurden vor allem durch die Medien geschürt, jeder Teilnehmer war plötzlich ein potentieller Medaillenkandidat und wenns nicht klappte, ein Versager.
Schade auch, dass man sich als Sportler nicht mal über einen 5. Platz freuen darf, ohne gleich kritisiert zu werden, wie die beiden Kanutinnen!

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ein 5ter Platz ist

der 4te Verlierer - kein Grund zur Freude

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Re: ein 5ter Platz ist

Wenn nur mehr potentielle Sieger teilnehmen würden, wärs auch fad. Es gibt Nationen, die sind stolz auf ihre Teilnehmer, auch wenns keine Medaillen gibt, bei uns wir nur gesudert - schade!
Das Thema "Kosten" ist was anderes, aber das Geld kommt ja nur zu einem Bruchteil bei den Sportlern an, die können am wenigsten dafür. Und wenn man keine "Touristen" mehr will, braucht man ja nur die nationalen Limits anzuheben - dann können allerdings auch nicht mehr so viele Funktionäre mitfahren ... aber das ist eine andere Geschichte ...

 
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