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Olympia-Enttäuschung: "Eine Sportstunde täglich"

14.08.2012 | 11:19 |   (DiePresse.com)

Experten fordern tägliche Bewegung für Kinder. Ohne frühen Sport seien Weltklasseleistungen ausgeschlossen, warnt Volleyballverbandschef Peter Kleinmann.

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Nach Olympia bejubeln die siegreichen Nationen ihre Erfolge, die anderen hinterfragen ihre Sportstrukturen. So auch Österreich, das ohne Medaille geblieben ist. So wurde die Dikussion um den Schulsport wieder neu entfacht: Kritiker meinen, es gäbe zu wenige Bewegungs- und Sportstunden an Österreichs Schulen. Daraus resultiere nicht nur die wachsende Zahl übergewichtiger Kinder, sondern auch das österreichische Olympia-Debakel.

Im Bildungsministerium versteht man die Kritik nicht. Die Schule sei nicht schuld daran, dass Österreichs Athleten ohne Medaillen nach Hause gekommen sind, zitiert das "Ö1 Morgenjournal" das Ministerium. Auch wenn 2003 unter VP-Ministerin Elisabeth Gehrer der Turnunterricht um eine Stunde pro Woche gekürzt worden ist, liege man weiterhin im europäischen Durchschnitt. In der Volksschule turnten Österreichs Mädchen und Buben pro Woche zwei bis drei Stunden, in der Unterstufe seien es drei bis vier Stunden. In der Oberstufe, vor allem in den berufsbildenden Höheren Schulen gebe es - zugegebenermaßen - oft nur zwei Stunden pro Woche.

Schulsport hat nicht Spitzensport zum Ziel

Ziel des Schulsportes sei es aber auch nicht Talente zu finden und Goldmedaillen-Träger auszubilden, sondern Kinder und Jugendliche für den Breitensport zu begeistern, sagt der Sprecher von SP-Bildungsministerin Claudia Schmied. Im Alter von elf Jahren bewegen sich Österreichs Buben noch an fünf Tagen pro Woche rund eine Stunde lang. Mit 17 Jahren bewegt sich ein und derselbe Jugendliche dann nur mehr an drei Tagen pro Woche. Bei den Mädchen schaut die Bewegungsbilanz noch schlechter aus.

Sportminister Norbert Darabos ist mit der Dikussion zum Schulsport "unglücklich". Die tägliche Turnstunde werde "auch aus budgetären Gründen nicht so diskutiert, wie ich es gerne hätte", sagt er. Sport habe in der Gesellschaft keinen hohen Stellenwert, nur zwanzig Prozent der Österreicher würde überhaupt Sport treiben. In den Nationen, mit denen Österreich sich vergleichen könne, gebe es wesentlich mehr Sport in Schule und Kindergarten.

"Eine Sportstunde täglich"

Experten wie Peter Wittmann, Präsident der Bundes-Sportorganisation (BSO) und des ASKÖ, fordern seit langem mehr Sport in der Schule. Auch Peter Kleinmann, Präsident des Volleyball-Verbandes, zählt zu den Kritikern des Schulsports in Österreich. Er ist laut "Ö1 Morgenjournal" davon überzeugt, dass Österreich mit mehr Turnstunden in der Schule bei den Olympischen Spielen besser abgeschnitten hätte. Derzeit steuere man auf ein Desaster zu. Er fordert daher eine tägliche Sportstunde für Schulkinder.

Kinder sollen bis zum zehnten Lebensjahr Sport betreiben, um die Feinmotorik zu schulen. Ohne diesen frühen Sport seien Weltklasse-Leistungen praktisch ausgeschlossen. Dass Kindergartenpädagogen nicht nur für Sport schlecht ausgebildet seien und auch noch für Unfälle beim Sport haften, betrachtet Kleinmann als problematisch. Daher werde im Kindergarten der Sport verhindert. Dasselbe Problem bestehe auch in den Volksschulen.

Turnstunde auch als Lernmotivation

In Österreich würden sich laut Umfragen nur 28 Prozent der Kinder sportlich bewegen. Im Vergleich: In Schweden seien es 72 Prozent. "Da frage ich mich, wie wir irgendwas gewinnen wollen", so Kleinmann. "Was ist wichtiger als Bewegung? Warum muss man 100 Prozent der Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen beibringen, aber nur 28 Prozent bewegen sich. Ich finde das unerhört." Zudem lerne man auch besser, wenn man Sport betreibe.

In diese Kerbe schlägt auch der grüne Bildungssprecher Harald Walser: "Wir brauchen die tägliche Turnstunde als Bewegungs- und Lernmotivation." Die Stundenkürzung im Bewegungsunterricht müsse zurückgenommen werden, denn Gesundheit und Bildung stünden in engem Zusammenhang, wie einschlägige Untersuchungen zeigen. Das Ziel muss tägliche Bewegung für alle heißen, für bessere Gesundheit und besseres Lernen. "Wenn bei der täglichen Turnstunde später ein paar Olympiamedaillen herausschauen, umso besser", sagt Walser.

(Red.)

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302 Kommentare
 
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Sportplatz

Meinen Beobachtungen zufolge werden auch 10 Wochenstunden am physischen Zustand der Kinder nix ändern, denn der Ablauf ist ungefähr so: Lehrerin mit hohen Absätzen kommt mit den zum Teil schon übergewichtigen Kindern auf den Sportplatz. Die bewegen sich dann wie 90-jährige mehr gehend als laufend auf der Laufbahn. Ein Teil ist sowieso vom Sport befreit (wieso?) und spielt mit dem Handy. Und nach 25 Minuten ist der Spuk vorbei. Gratulation dem Unterrichtssystem!

Antworten Gast: AmyF
15.08.2012 12:53
0 0

Re: Sportplatz

wenn man überhaupt einen Sportplatz in der nähe hat...
meistens kann man die 25 unnötigen minuten auch noch in einem 10 m² "turnsaal" ohne fenster verbringen.

Antworten Gast: sdfsdfsdf
14.08.2012 14:45
1 1

Re: Sportplatz

also eine turnlehrerin in high heels hätte ich auch gerne gehabt, der hätte ich beim duschen sogar freiwillig auch den rücken eingeseift ;-)

Der Staat soll sich schleich..

was hat sich der Staat darum zu kümmern, ob wer Sport macht!

Soll jeder zu Hause Sport machen, wenn er Lust dazu hat. Dazu noch private Krenkenversicherung, dann werden die Unsportlichen ein bisschen motiviert durch höhere Prämien...

Gast: Turnvater Jahn
14.08.2012 13:23
2 1

Körperlicher Zustand der Jugend

Der körperliche Zustand der Jugend einer Gesellschaft ist ein Gradmesser der Gesundheitspolitik, der Bildungspolitik aber auch des allgemeinen Zustandes einer Gesellschaft.

Das bekommt man von zuhause mit oder vom "Sportverein nebenan", in den die Freunde alle gehen. Wenn die Freunde aber nicht mehr in den Sportverein , sondern vermehrt "fort" gehen, Computer spielen und facebooken, dann darf man sich nicht wundern.

So etwas ist nicht mit einer zusätzlichen Turnstunde abgetan.

Uns geht es einfach zu gut.

Antworten Gast: nadaschaustuaberwieder
14.08.2012 14:57
1 0

Re: Körperlicher Zustand der Jugend ???

Na da bin ich mir nicht so sicher - Beispiel: eine mittzwanzigjährige Reservisteneinheit wäre total überfordert 40, 50 km (ev. noch einige Tage lang) sich fortzubewegen - wie unsere Großväter gezwungenermaßen weiland in Polen od. der Ukraine/Russland... nur wie war die Gesellschaft damals ?
Möchte ich nicht mehr so haben -
nebenbei: damals war die Motorisierung noch nicht so fortgeschritten (= man ging mehr), TV und www gabs auch nicht = man ging mehr in Vereine...auch mangels anderer Freizeitmöglichkeiten, Kinder konnten noch "auf der Gasse" spielen...bewegten sich also...
und HEUTE ist es eben anders...
Aber "Spiegel der Gesellschaft" ??????

Gast: Deichtlein
14.08.2012 13:14
2 1

Vielleicht gibt es noch Wichtigeres

Ich wäre für (mindestens) eine Stunde Denken täglich! Für Kinder und Erwachsene gleichermaßen verpflichtend....

"Eine Sportstunde täglich" ??????

als Anfang würde ich vorschlagen, unsere Kinder und jugendlichen sollten wieder vermehrt zu Fuß in die Schule gehen oder zumindest das Fahrrad benützen.

Ich bin auf dem Land aufgewachsen, und da war es vor 20 Jahren noch eine Selbstverständlichkeit, dass man für den Schulweg mind. 1 Gehstunde (hin- und zurück) einplante.
Heute werden die Kinder überall vor der Haustüre abgeholt, oder benützen für 15 Gehminuten öffentliche Verkehrsmittel ...

0 0

Re: "Eine Sportstunde täglich" ??????

Also ich bin so vor 27 Jahren in die VS gegangen ... und schon damals war es nicht "eine Selbstverständlichkeit, dass man für den Schulweg mind. 1 Gehstunde (hin- und zurück) einplante."

Wir sind damals schon mit dem Schulbus in die Schule gefahren (weil wir ein kleiner Ort waren, war das halt ein Ford-Transit, mit dem 14 Kinder transportiert wurden).

Re: Re: "Eine Sportstunde täglich" ??????

ja, damals hat's begonnen!

Gast: caz
14.08.2012 12:46
6 0

Die Olympiapleite hat viel mit der heimischen Standortpolitik gemeinsam

Denn bei den Sportlern verhält es sich ähnlich wie mit den Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort. Wir werden nicht unbedingt schlechter als früher, sondern stagnieren in gewohnter Selbstzufriedenheit, während die Konkurrenten immer besser werden. Trotzdem werden die schwindenden Erfolge zwecks Schönreden überhöht. Wenn dann die absolute Pleite da ist, will es niemand geahnt haben und Schuldzuweisungen ersetzen das vorherige Schönreden. Da ist es aber längst zu spät um das Ruder mittelfristig noch herumzureißen...

Ziel des Schulsportes sei es aber auch nicht Talente zu finden und Goldmedaillen-Träger auszubilden

Natürlich sollte es auch ein Ziel des Sportunterrichts sein, Talente zu entdecken. Wenn in der Turnstunde aber immer nur Fußball gespielt wird, wird man einen guten Turner oder Leichtathleten nicht entdecken. Dann wäre es die Aufgabe des Sportlehrers, den Eltern zu sagen, dass hier ein Talent gefördert werden könnte. Ein wirklich engagierter Lehrer würde sich freuen, wenn er so ein Kind in der Klasse hat und versuchen, es zu fördern. Und wenn er ihm nur die Telefonnummer von anderen Sportvereinen gibtm bei denen er trainieren könnte. Klar müssen auch die Eltern mitspielen, aber der Anstoß könnte sehr wohl von der Schule kommen.

Antworten Gast: Toni P.
14.08.2012 14:46
0 0

Re: Ziel des Schulsportes sei es aber auch nicht Talente zu finden und Goldmedaillen-Träger auszubilden

Das ist richtig

Re: Ziel des Schulsportes sei es aber auch nicht Talente zu finden und Goldmedaillen-Träger auszubilden

@reiserl: Nach deiner Theorie müsste man dann zumindest im Fußball Talente in der Schule finden. Nur - wo sind die???

Fußball ist die mit Abstand größte Fördergeld-Vernichtungsmaschine mit einem Kosten/Nutzen-Faktor minimal über 0

Gast: RA
14.08.2012 12:30
2 0

Eine Sportstunde täglich

schadet der Gesundheit sicher nicht.

Aber: Für eine Medaille, und sei es nur die blecherne, wird das nicht reichen.

Insofern ist dieser Vorschlag geradezu lächerlich. Man kann sich nur mehr wundern, wie das Politik gemacht wird.

Alibi - Aktion

Was glauben denn alle jene, die hier eine Stunde Sport täglich in der Schule fordern. Schwupps, wir haben jetzt Sport und Sport passiert?
So könnte man Baluäugigkeit definieren.
Heute lauft der besorgte Papi zum Landesschulinspektor und beklagt sich über den Turnlehrer, der die Schüler 20 Minuten lang laufen ließ und die "Krone" titelt: Schinderlehrer!
Heute stellt Papa Murat von vornherein klar, dass seine Tochter nicht auf Sportwoche mitfahren wird, denn es könnte ja .....
In einer Schule wurde 1 (in Worten eine) Wochenstunde Schwimmen zusätzlich in den Lehrplan aufgenommen und nach bereits 3 Wochen hatten selbst die männlichen Schüler Menstruationsprobleme und das wöchentlich.
Das ist die Realität in Österreich und da unterscheiden wir uns grundlegend von Schweden oder Australien, wo Bewegung ein fest verankerter und selbstverständlicher Parameter der Gesellschaft ist und daher auch gesellschaftsformend ist.
Erst kürzlich konnte ich in Sydney auf einer Parkbank sitzend 33 Läufer in einer Minute zählen, in Schweden ist es eine Selbstverständlichkeit auch größere Entfernungen mit dem Rad zurück zu legen und am Wochenende wird das familiäre Jogging zelebriert wie bei uns das Würstelgrillen und der Stammtisch.
Daher macht auch der schwedische Schulsport Sinn. Der wird dort eben als fester Bestandteil des Curriculums angesehen, weil man eben Bewegung immer und überall macht, auch in der Schule.
Diese Einstellung kann und wird auch der Schulsport nicht ändern.

Gast: Bänkster
14.08.2012 12:23
0 1

Schulsport

als ich noch in die 1-2 Klasse Gymnasium ging (79-81) hatte man zu Beginn noch 5 (!) Stunden "Leibeserziehungen" (= Sport) - bis zur 8. Klasse wurden diese auf 3 geschrumpft.

Jetzt sind es meistens nur noch 2 Stunden....

alles zugunsten von PC, IT...

Re: Schulsport

Zugunsten von PC, IT?

Was soll denn das heißen? Die Politik kürzt wo es nur geht weil man bei Schülern leichter sparen kann als bei anderen Interessenvertretungen und sie faseln irgendeinen Blödsinn von PC daher?

Schwach ...

Hauptsache man ist im Durchschnitt

Wie schon Prof. Hengstschläger in seinem Buch "Die Durchschnittsfalle" erläutert hat, ist einfach nur der Durchschnitt zu sein das Schlimmste, was passieren kann.

Das Unterrichtsministerium putzt sich ab, wenn es darum geht, den wenigen mit Ansätzen, wie man aus dem Dilemma der Erfolglosigkeit herauskommt zuzuhören.

im Hinblick auf die zukünftigen Ausgaben für Krankenstände etc. , wäre es überfällig, die junge Generation hinter den Computern und anderen elektronischen Geräten hervor zu holen und Bewegung (wieder) schmackhaft zu machen!

Aber das geht in die Beamtenhirne ja nicht hinein.

1 0

ich finde...

... der sportunterricht fügt sich doch perfekt in das österreichische schulsystem ein! nur wie's mit dem ausschaut ist ne andere frage...

1 1

Interessant....

Die USA, das Land mit den meisten Goldmedaillien, ist auch das Land mit den meisten Fettleibigen pro Kopf. So viel dazu.
Aber irgendwie vermute ich, dass die USA einfach einen viel geringeren Anteil an irgendwelchen Sportfunktionären hat, deren einziger Bezug zu Sport das Tempo war, mit dem sie sich ihr Parteibuch errungen haben.

Im Übrigen wäre mehr Sport (oder besser: Bewegung) in den Schulen sicher wünschenswert, wenn
a) auf freiwilliger Basis ohne Noten (z. B. in Form eines kostenlosen Freizeitangebots) und
b) in Verbindung mit einer längst überfälligen Entrümpelung und Kürzung des Lehrplans (vor allem in Nebenfächern).

Re: Interessant....

Die EU hat mehr Medaillien als die USA, Russland und China zusammen.

1 0

Re: Re: Interessant....

..OK schön, und Österreich mitten drin' als weißer Fleck (0 Medaillien)

Gast: Gastuser9238742938
14.08.2012 11:59
2 1

Super,

jetzt müssen unsere Kinder ausbaden, dass sich div. Funktionäre am Geld bereichern welches eigentlich für die Sportler gedacht war.

3 3

Re: Super,

Ja, jetzt wird schon vorgeschrieben wie viel man sich bewegen muss. Wen geht das etwas an? Die Schule ist zur Wissensvermittlung da und nicht zur Erziehung. Wir sind ja nicht in der DDR. Jedenfalls hänge ich dieser Vorstellung noch an.

Antworten Antworten Gast: ertz
14.08.2012 14:38
1 0

Re: Re: Super,

und wie sollen dann die Kinder lernen was ein gesunder Lebensstil ist? Dazu sollte eigentlich auch Sport zählen...

0 1

Re: Re: Re: Super,

Von ihren Eltern. Der Staat ist nur für die Wissensvermittlung da, nicht für die Vermittlung von Werten und Lebensstil. Wir sind eben - glaube ich jedenfalls - nicht in der DDR oder im Deutschen Reich.

Antworten Antworten Gast: aha
14.08.2012 13:16
1 2

Re: Re: Super,

bist du lehrergewerkschafter?

Re: Re: Re: Super,

Sicher nicht, weil ein Lehrergewerkschafter weiß, dass im Gesetz steht, dass der Lehrer auch für die Erziehung und Wertevermittlung zuständig ist. Wenn man dagegen ist, sollte man versuchen auf demokratischen Weg dies zu ändern.

0 1

Re: Re: Re: Re: Super,

Ja, weil wir eben schon in einer DDR leben. Es ist eben nicht die Aufgabe des Staates die Kinder zu erziehen. Der Staat hat im Privatleben der Bevölkerung nichts verloren.

Olympische Winterspiele

Wie erklären wir uns dann die eine oder andere Goldmedaille bei den olympischen Winterspielen?!?

2 0

Re: Olympische Winterspiele

Sie überfordern die Kombinationsgabe und Gedächtnisleistung dieser Leute. Die wissen nur wie sie auf ihren Posten bleiben und wann sie in Pension gehen können.

Durch mehr Turnstunden stinkt es höchstens stärker in den Klassenzimmern, aber daraus werden keine Sportler. Dafür müsste man die Unterrichtszeiten insgesamt verdoppeln.

Antworten Gast: Gödels friend
14.08.2012 12:23
3 1

Re: Olympische Winterspiele

Alpines Schifahren ist eine Randsportart
die in Österreich DDR-artig gefördert
wird (Stichwort Schihauptschulen). Profitieren tut davon eigentlich nur
die Tourismus-Oligarchie, denn alpines
(Pisten-)Schifahren ist volksmedizinisch
neutral bis negativ zu bewerten und
auf einen Hermann Maier kommen 10.000
sekundäre Analphabeten mit irreparablen
Gelenksschäden. Leistungssport in
der Kindheit ist in aller Regel schädlich.

Gast: Gast 345
14.08.2012 11:54
4 0

Viel Aufregung um wirklich nichts!

Bei Wettkämpfen bessere zu sein als ein anderer ist eine persönliche Leistung des Sportlers, auf die wir anderen keinen Anspruch erheben dürfen und von der wir auch keinen Vorteil haben.
Von den Leistungen, von denen wir wirklich einmal profitieren könnten, ist in den Medien kaum etwas zu bemerken: Ich meine damit die Leistungen der Teilnehmer an den Mathematik-, Physik- und Chemie-Olympiaden. Es wäre schön, könnte sich ein Regierungsmitglied einmal so intensiv damit beschäftigen wie jetzt Darabos mit den Spielen in London! - Oder überfordern diese Leistungsbereiche nicht nur die Massen, die mit Brot und Spielen versorgt sein wollen?

4 4

traurig

die Kinder werden heute bereits in der 1. Klasse Gym. mit vollkommen unnötig detailliertem Fachwissen in Nebenfächern zugedröhnt. Die Lehrpläne gehören zu nahezu 100% ertrümpelt und auf die Informationsgesellschaft in der wir leben abgestimmt. Dafür müssen Basisskills wie eigenständiges Denken und Eigenverantwortung für den eigenen Körper und die eigene Gesundheit, sowie Kommunikation und vor allen Kulturpraktiken wie Musizieren und Darstellende Künste gelehrt werden. aber die Schul-Betonierer werden das niemals zulassen. Die Ideen und der Reformwille ist höchstens in homöopathischen Dosen vorhanden.

Gast: hmm
14.08.2012 11:51
3 1

und wer braucht den ganzen Kack?

Das Ganze ist ungefähr so dringend notwendig wie ein mehrkiloschwerer Kropf am Hals ...

Kinder sollen Freude an Bewegung haben und sich frei austoben dürfen. Lernte man denen Kochen und die notwendigsten handwerklichen Fähigkeiten zusätzlich zur Paukerei in der Schule dann werden sie es leichter und schöner im Leben haben als lernte man denen wie sie rasch und effizient zu "Sport" (Idioten) - Verletzungen kommen können.

Dieses lächerliche Kommerztheater ist was für Kopfschüssler (Konsumenten) und fiese gierige Raffzähne (Produzenten) ...

Gast: MUXXI
14.08.2012 11:49
1 0

Hawareien sind zum Speien

Der sportliche "Nichterfolg" ist doch ein Spiegelbild von den Zuständen in diesem Land. Was soll man sich schon großartiges erwarten, wenn der Oberfunktionar die für den Sport gedachten Mittel in den eigenen Reitstallungen und in Luxusautos angelegt hat. Ein Schelm wer denkt, dass dies kein Einzelfall war.
In Deutschland wären da wochenlang die Medien und Diskussionsrunden voll. In Österreich ist das erschreckenderweise eine mediale Randnotiz und zeigt das eigentliche Problem Österreichs, das fehlende Gleichgewicht. Propagandistische Planungen haben das unabhängige Agieren von Politik, Medien und Justiz ersetzt!
Im Würgegriff dieser Hawareien und Cliquenwirtschaft ist der Boden auch im Sport nicht fruchtbar.
Und nochwas, ein Sportminister, der auch bei fehlenden "Medaillenerfolg" nicht hinter den Sportlern steht, der sollte zurück"fließen", denn beim "-treten" braucht man bekanntlich ein Rückgrad.

Gast: Fprester
14.08.2012 11:45
3 0

Wo liegt das Problem?

Österreich hat keine Olypia-Medaillen nach Hause gebracht. Ist das wirklich schlimm? Ist das von Belang? Wo liegt da das Problem?

Diese Einstellung, d.h. das Starren auf Ranglisten, rührt davon her, dass bald alle Lebensbereiche nur noch dem Wettbewerb unterworfen sind (Deregulierung, Wirtschaft, Sportbewerbe, PISA, Uni-Rankings, etc.). In der Praxis leidet darunter die Lebensqualität.

Gast: Manfred Berger
14.08.2012 11:29
4 0

Schulsport überdenken


Bevor man zu mehr Schulsport und damit zu weniger Zeit für echte Bildung zu erübrigen sollte man einmal über die Inhalte und Ziele des Schulsports nachdenken.
Oft hat es den Anschein, dass die Turnlehrer die Schüler einfach nur Völkerball, Fußball oder sonstwas spielen lassen damit die Zeit vergeht.
Was hingegen wirklich fehlt, ist die Schüler für Sport zu interessieren und zu begeistern. Da werden neben den geannten Ballspielen noch alibimäßig Turnen und Leichtathletik gelehrt, nur um daraus Noten zu generieren. Das bringt nichts. Man muss den Schülern verschiedenste Sportarten näher bringen, wie z.B. Karate, Kajak, Tennis, Rugby, Golf. Egal was, wenn das Interesse geweckt wird, machen die Schüler dann das in ihrer Freizeit freiwillig.

Antworten Gast: Na und?
14.08.2012 13:28
0 0

Also Völkerball und Fußball sind meine Lieblingssportarten gewesen!!!

Tennis, Minigolf, Basketball waren gleich dahinter.

Nur hat meine Schule nicht die Möglichkeit gehabt, mehr anzubieten.

Alles, was über den normalen Umfang hinausgeht, war damals und wird auch heute Sache der Eltern und Vereine sein!

Sport ist meiner Erfahrung nach an unzählige kleine und mittlere Vereine aufgesplittet. Wirtschaftlich bedeutsam, international interessanterweise kaum konkurrenzfähig.

Wie machen das eigentlich die Wintersportler? Bevor die sich beim Heer oder Polizei verpflichten, müssen sie ja zumindest national an der Spitze sein?

4 0

Re: Schulsport überdenken

Leider ist ihr Eindruck vom Turnunterricht teilweise richtig.
Nur, zB. Ausdauertraining als Grundlage in einer Schulklasse zu unterrichten ist unter den derzeitigen Gegebenheiten nicht einfach. Machen sie etwa mit den Schülern einen Geländelauf , laufen die ersten 3 (Vereinsfußballer) locker mit, und sind unterfordert. Gleichzeitig liegen aber die letzten 5 Schüler schon am Bauch.
Das Resultat: Für die einen wars eh nix, für die anderen ist der Turnlehrer ein menschenverachtender Schinder!

Und zu den Lifetime Sportarten: Schön und gut, aber da wäre die Ausrüstung, die Kosten, die Zeitorganisation und nicht zu vergessen, die Verantwortung und das Risiko bei jedem externen Unterricht (Kajak)!

Zusammen fast unüberbrückbare Schwierigkeiten, sodaß ihr Anschein leider oft zutreffend ist!

Schön angedacht, aber trauige Realität ist...


....dass es sich viele Familien gar nicht mehr leisten können, daß ihre Kinder in einen Verein zu geben.

Vereinsgebühr, Sportausrüstung, Fahrkosten,Trainingscamps sind für viele nicht mehr bezahlbar.

Antworten Antworten Gast: Na und?
14.08.2012 14:42
0 1

Das möchte ich so nicht stehen lassen...

Bei uns ist Fußball der mit Abstand billigste Sport. Kostet im Jahr 40,- EUR, mehr nicht.

Noch dazu sind die Kinder garantiert zwei Nachmittage betreut, ist nicht zu verachten.

Gegen Fußball hat kaum ein anderer Sport eine Chance. Noch dazu ist das ein Teamsport, psychologisch.

Deshalb wundert es mich, warum wir beim Fußball so erstaunlich erfolglos sind.

Goldene

gar nichts wird sich ändern... Die "Befreiungungen" vom Turunterricht werden noch mehr werden... die Kids werden bald auch die letzten 50 m in die Schule gefahren.
und die Türkinnen aus der Türkei - ohne Kopftuch werden noch mehr Medailien sammeln!!

Gast: herakles
14.08.2012 11:09
3 0

traiskirchen

mit der einen sportstunde werden wir keine medaillen holen, bei der leistungsorientierung der lehrer an den oesi schulen. daher suchen wir die leistungstraeger in traiskirche......

Das Olympiateam gehört in die Gesamtschule -

Sport mit Unsportlichen - dann wird es die Medaillen nur so regnen.

Der Artikel ringt mir doch glatt ein Lächeln ab...

Ware eure Wähler nicht gut genug unterhalten liebe Politiker?

Wenn "Brot und Spiele" in Gefahr gerät müssen sofort die Rahmenbedingungen geändert werden...

glücklicherweise ist mein kind schon aus dem alter raus!

aber wäre das nicht so...

eine stunde mehr schulsport: ja, eine gute sache.
diese stunde schulsport als eintrittskarte in den leistungssport: nein. ich liebe mein kind und wünsche ihm nicht, durch verletzungen ein sportkrüppel zu werden oder durch die 'segnungen' der medizinisch-pharmazeutischen fachabteilung einen leberschaden oder ähnliches zu bekommen!

Gast: TourOlympique
14.08.2012 10:58
1 0

na freilich, wegen Kommerzspielen werden die täglichen Sportübungen eingeführt

Wenn, dann aus Gesundheitsgründen, aber doch nicht wegen solchen Pseudosportveranstaltungen, da soll sich der Staat her aushalten.

Das olympische Problem ist allein durch "SportMedizin" zu lösen und dazu müsste man Privatinstitute in den USA, China, WeissRussland, Spanien oder sonst wo aufsuchen und da das Darabos nicht will und er der Vater des österr. Erfolgs ist, wird man sich daran gewöhnen müssen selbst Sport zu machen und zwar gesund, aber weniger Ruhm und reich durchs Leben zu laufen, springen, schießen, heben, werfen, stoßen, spielen, schwimmen, radeln, gehen.

Gast: lisigehrer
14.08.2012 10:55
3 0

ein paar Wochen Brainstorming

und dann schläft eh alles wieder ein. Der Österreicher fühlt sich wohl, wenn alles so bleibt wie es ist.

"Eine Sportstunde täglich"

Bleiben wir zuerst bei der politischen Verantwortlichkeit: Der verantwortliche Minister soll Rückgrat zeigen und zurücktreten - sonst sind solche Aussagen nichts als heisse Luft.

 
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