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Chinas Turnerinnen

24.08.2008 | 17:56 |   (Die Presse)

Die chinesischen Turn-Olympiasiegerinnen dürfen sich ihrer Goldmedaillen noch nicht endgültig sicher sein. „Wir haben den Weltverband um weitere Nachforschungen gebeten, es ist eine ernste Geschichte. Wir haben Geburtsurkunden und Familienbücher eingefordert und werden die Dokumente sorgfältig prüfen“, erklärt IOC-Boss Jacques Rogge.

Der Weltverband FIG hatte tags zuvor mitgeteilt, dass die Überprüfungen noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden. Hintergrund der neuerlichen Anstrengungen des IOC war ein „Times“-Bericht, die sich auf Nachforschungen des US-Computer-Experten Mike Walker berief. Diese hatten ergeben, dass zwei neue chinesische Regierungsdokumente das Geburtsdatum von He Kexin nicht, wie ihr Pass besagt, mit dem 1. Jänner 1992, sondern erst mit dem 1. Jänner 1994 ausweisen.

Seit Wochen gibt es Zweifel am Alter von mindestens drei Turnerinnen Chinas, nachdem frühere Online-Aufzeichnungen, Meldelisten und auch ein Bericht der Staatsagentur Xinhua ans Tageslicht kamen, die das Alter der Gold-Gewinnerinnen He Kexin, Jiang Yuyuan und Yang Yilin mit 14 Jahren ausweisen. Chinas Sport-Minister Cui Dalin räumt ein: „Es gab ein Missverständnis bei der Daten-Übertragung. Jedoch kann ich sagen, dass das Alter aller Turnerinnen den Olympia-Anforderungen entspricht.“ Turnerinnen müssen das 16. Lebensjahr vollenden, um die Weltverbands-Regularien zu erfüllen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.08.2008)


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