Rund 3000 Schaulustige haben sich am Montagabend auf dem Wiener Rathausplatz eingefunden, um die drei österreichischen Medaillengewinner Ludwig Paischer (Silber/Judo), Mirna Jukic (Bronze/Schwimmen) und Violetta Oblinger-Peters (Bronze/Kanu) zu empfangen. Die erfolgreichen Sportler erhielten im Rahmen der Feier jeweils ein Kästchen mit Philharmoniker Goldmünzen.
"Dies soll ein Zeichen für die Dankbarkeit Österreichs für die großartigen Leistungen sein", sagte ÖOC-Präsident Leo Wallner. "Ich bin mit den Leistungen von Peking sehr zufrieden", zog Wallner Bilanz, fand aber auch selbstkritische Worte. "Die niedrige Anzahl der Medaillen ist auch ein Grund, darüber nachzudenken, ob wir in Sportarten, in denen wir früher sehr gut waren, alles richtig machen," Er werde jetzt Zeit finden, sich darüber Gedanken zu machen. Mit der Performance des Veranstalterorts zeigte sich der ÖOC-Präsident zufrieden: "Es waren grandiose Spiele, auch wenn man manchmal doch die chinesische Diktatur gespürt hat."
"Es ist jetzt eine aufregende Zeit mit vielen Terminen und vielen Einladungen", meinte Kanutin Violetta Oblinger-Peters, nach der in ihrem Heimatort Schärding in der vergangenen Woche eine Promenade benannt worden war. Alle drei Athleten waren nach der langen Reise von China nach Österreich erschöpft. "Ich freue mich jetzt erst einmal auf mein Bett", sagte Mirna Jukic.
(APA)
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