24.05.2013 05:37 Merkliste 0

Ein fatales Signal

29.07.2012 | 18:35 |  WOLFGANG WIEDERSTEIN (Die Presse)

Gold für Alexander Winokurow: Würdige Sieger sehen anders aus.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Ausgerechnet Alexander Winokurow. Den fast 39-jährigen Kasachen hatte vor dem olympischen Radstraßenrennen niemand auf der Rechnung, sein Sieg vor dem Buckingham Palace aber war vor allem ein Schlag ins Gesicht der wahren Olympioniken. Winokurow ist kein Unbekannter, vor allem ist er nicht gerade als großer Sportsmann bekannt. Bei der Tour de France hat man ihn einst wegen Fremddopings gesperrt, schon vor 2007 aber war der Kasache mehrmals unter Dopingverdacht gestanden. Aber der Olympiasieger, der als Relikt des alten Radsystems gilt, soll in der Vergangenheit auch andere unsaubere Methoden angewendet haben. Dem Russen Kolobnew soll Winokurow vor zwei Jahren 100.000 Euro dafür gezahlt haben, damit dieser ihm den Sieg beim Klassiker Lüttich–Bastogne–Lüttich überließ. Der nunmehrige Olympia-Erfolg des Wiederholungstäters war jedenfalls ein fatales Signal im Kampf gegen Doping. Denn würdige Sieger sehen anders aus.

 

wolfgang.wiederstein@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.07.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

7 Kommentare
Gast: Grieg, Liszt & Händel
30.07.2012 13:13
0 0

Herr Wiederstein Wolfgang,

Sie Neidhammel, Sie!!!

Was ich nicht verstehe

Warum werden überführte Dopingsünder überhaupt zu olympischen Spielen zugelassen? Völlig unbegreiflich.

Ich habe ja bis zu einem gewissen Grad verständnis daführ, dass man die Leute bei "normalen" Events nach ein paar Jahren wieder zulässt - Recht auf zweite Chance usw. Von mir aus. Aber Olympia?

Warum in Gottes Namen ist es so kompliziert, jeden, der beim Doping erwischt wird, einfach lebenslang für Olympia zu sperren?

Antworten Gast: oig
30.07.2012 11:10
1 0

Re: Was ich nicht verstehe

Weil die olympische Idee schon längst gestorben ist.

einen olympiasieger (in ausdauersportarten), der nicht gedopt ist, den gibt es nicht!

viel schwerer als dieser medikamentenmissbrauch wiegt mMn die vom autor nur angedeutete eigenschaft des charakter- und kollegenschweins .
(wer die letzte tour de france mitverfolgt hat, weiß was ich meine.)

übrigens, ich glaube dass es bernhard eisel war, der kürzlich über w. meinte: diesem menschen reicht man nicht mal die hand zum gruß.

Gast: EKO
29.07.2012 21:53
2 2

Wenn er nicht gedopt war

dann ist sein Sieg vollkommen in Ordnung. Wenn sie der Ansicht sind er wäre nicht würdig, dann hätten sie sich im Vorfeld gegen seine Teilnahme einsetzen sollen.
Ihr Kommentar "mehrmals unter Dopingverdacht", "soll in der Vergangenheit..." ist da schon eher unwürdig.
Unwürdig sind auch die vielen österreichischen Dopingfälle, viele davon offizielle Co-Kommentatoren im ORF.

0 1

Ach ja,

irgendwas ist ja da zwischen der Eröffnungsfeier und der Abschussfeier der olympischen Spiele.....

Gast: b754
29.07.2012 20:51
0 0

welcher spitzensportler ist den nicht gedopt

und die verbände und die politik wissen das ganz genau aber geld regiert auch hier braucht keiner glauben dass unsere skiasse sauber sind