Experten hatten Agnieszka Radwańska nicht viele Chancen zubilligt. Finalgegnerin Serena Williams spielte sich in den Turnierwochen von Wimbledon in einen regelrechten Rausch. Der beste Beleg dafür war das Halbfinale gegen die Weißrussin Wiktoria Asarenka. Williams dominierte die Weltranglistenerste teils nach Belieben, spielte ihre Stärken auf dem Grün von Wimbledon gnadenlos aus.
Der Polin Radwańska blieb nur die Rolle der krassen Außenseiterin. Die Chancen der 22-Jährigen verringerten sich noch bevor der ersten Ballwechsel gespielt wurde. Die Pressekonferenz vor dem Finale musste sie am Freitag wegen einer starken Erkältung absagen, zum Doppel trat sie erst gar nicht an. Immerhin benötigte Radwańska ihre Kräfte für lange Ballwechsel gegen Serena Williams. Diese waren zu Beginn des Endspiels eine Seltenheit. Die US-Amerikanerin produzierte einen krachenden Gewinnschlag nach dem anderen. Auf der Gegenseite wirkte Radwańska, die erstmals das Finale eines Grand-Slam-Turniers erreicht hatte, hilf- und ratlos.
Nach einem raschen 6:1 steuerte Williams auf einen lockeren Zweisatz-Sieg zu, ehe die Polin ihr Kämpferherz entdeckte. Nach einem Break zum 4:4 fand Radwańska ins Spiel zurück, gewann Satz zwei sogar mit 7:5. Nach einem offenen Schlagabtausch zu Beginn des Entscheidungssatzes war es auch eine Frage der Kräfte. Williams konnte zusetzen, Radwańska nicht. Nach 2002, 2003, 2009 und 2010 gewann die 30-Jährige zum fünften Mal das wichtigste Turnier der Welt. ?
Serena Williams: Der Lohn harter Arbeit
07.07.2012 | 17:47 | (Die Presse)
6:1, 5:7, 6:2. Serena Williams gewann ihren 5. Wimbledon-Titel.
Grid GirlsSchönheiten der Boxenstraße
SchnappschussDie besten Sportbilder