Istanbul/Wien/SWI. Serena Williams bleibt eine Angstgegnerin von Maria Scharapowa. Seit dem Finale der WTA-Championships 2004 in Los Angeles verließ die Russin in den folgenden acht Duellen stets als Verliererin den Court, im Olympiafinale setzte es zudem eine schmachvolle 0:6,1:6-Niederlage. Auch im Finale der diesjährigen WTA-Championships in Istanbul musste sie sich Williams 4:6, 3:6 geschlagen geben.
Als Williams nach nur 16 Minuten gleich zwei Breakbälle zum 5:2 vorfand, fühlten sich wohl viele Zuschauer an die Londoner Demontage erinnert. Doch diesmal leistete Scharapowa mehr Gegenwehr und sicherte sich im dritten Anlauf doch noch das Game. Die Nummer zwei der Welt wirkte beim Aufschlagspiel keineswegs souverän und Williams fixierte mit dem sechsten Ass den Satzgewinn.
Zum Auftakt des zweiten Satzes gab Scharapowa prompt ihr Service ab. Wenig später hätte Williams auf 5:2 stellen können, vergab die Breakchance jedoch. Obwohl sich die Amerikanerin Unsicherheiten leistete, konnte Scharapowa nicht entscheidend zusetzen. Am Ende nutze Williams den ersten Matchball zum 6:4,6:3-Erfolg. Ein würdiger Abschluss einer überaus erfolgreichen Saison: Williams gewann 2012 sieben Titel, darunter Wimbledon und die US Open sowie Gold bei Olympia.
Den Doppelbewerb gewannen Maria Kirilenko und Nadja Petrowa. Die Russinnen setzten sich im Finale gegen das tschechische Duo Andrea Hlavackova/Lucie Hradecka 6:1, 6:4 durch.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.10.2012)
Grid GirlsSchönheiten der Boxenstraße
SchnappschussDie besten Sportbilder