Australian Open: Jugend mit Aufholbedarf

21.01.2013 | 17:01 |   (Die Presse)

Nach Bernard Tomic, 20, war auch der Kanadier Milos Raonic, 22, bei den Australian Open gegen den Schweizer Roger Federer chancenlos. Federer agierte praktisch fehlerfrei, dominierte Raonic nach Belieben.

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Melbourne/Wien/CG. Vor dem Achtelfinalduell zwischen Roger Federer und Milos Raonic wurde viel diskutiert. Kanadische Journalisten sprachen von einer möglichen Wachablöse, die Schweizer Kollegen verwiesen lächelnd auf die Statistik: drei Spiele, drei Siege. Federers Bilanz gegen den aufstrebenden Kanadier war vor dem Aufeinandertreffen in der Rod-Laver-Arena makellos, jedoch war jedes der Matches hart umkämpft. Zumindest ein Duell auf Augenhöhe hatten sich die meisten der Zuschauer erwartet, einzig Federer hatte einen ganz anderen Plan.

Der Schweizer agierte praktisch fehlerfrei, dominierte Raonic nach Belieben. Nach dem 6:4, 7:6, 6:2-Erfolg standen 34 Gewinnschlägen nur zwölf unerzwungene Eigenfehler gegenüber. Selbst der Aufschlag, die gefährlichste Waffe des gebürtigen Montenegriners, entschärfte Federer nahezu mühelos. Raonics 19 Asse, die bis zu 233 km/h schnell über das Netz flogen, blieben bedeutungslos.

„Ich konnte sehr gut antizipieren, wohin Milos servierte. Außerdem war es heute relativ kühl, deshalb waren seine Aufschläge nicht ganz so schnell wie sonst“, erklärte der Basler, der noch immer ohne Satzverlust ist. Im Viertelfinale schickt sich Jo-Wilfried Tsonga an, Federer aus dem spielerischen Gleichgewicht zu bringen. In elf bisherigen Duellen gelang dem Franzosen dies nur drei Mal.

Wie Federer stehen auch Andy Murray die echten Härtetests noch bevor. Der US-Open-Sieger überließ dem nach seiner Fünf-Stunden-Schlacht gegen Gaël Monfils angeschlagenen Franzosen Gilles Simon nur acht Games.

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Herren-Achtelfinale

Federer (SUI/2) – Raonic (CAN/13) 6:4, 7:6, 6;2. Murray (GBR/3) – Simon (FRA/14) 6:3, 6:1, 6:3. Tsonga (FRA/7) – Gasquet (FRA/9) 6:4, 3:6, 6:3, 6:2. Chardy (FRA) – Seppi (ITA/21) 5:7, 6:3, 6:2, 6:2.

Damen-Achtelfinale

Asarenka (BLR/1) – Wesnina (RUS) 6:1, 6:1. S. Williams (USA/3) – Kirilenko (RUS) 6:2, 6:0. Kunsetsowa (RUS) – Wozniacki (DAN/10) 6:2, 2:6, 7:5. Stephens (SUSA/29) – Jovanovski (SRB) 6:1, 3:6, 7:5.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.01.2013)

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