Thiem: „Bei dieser Besetzung kann ich nichts versprechen“

Zverev und Thiem als Topstars in der Stadthalle.

TENNIS: PK ´NEUIGKEITEN ERSTE BANK OPEN 500´: THIEM
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TENNIS: PK ´NEUIGKEITEN ERSTE BANK OPEN 500´: THIEM
Dominic Thiem – (c) APA/HANS PUNZ

Wien. Am gestrigen Montag war Nennschluss für die Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle (21. bis 29. Oktober). Für Turnierdirektor Herwig Straka Anlass, um im Beisein von Dominic Thiem das Starterfeld für die höchst dotierte Sportveranstaltung Österreichs (2.621.850 Euro) zu präsentieren, heuer zum dritten Mal im Rang eines ATP-500er-Turniers. Die Laune des Turnierdirektors war ausgesprochen gut, und das zu Recht. Neun Spieler aus den Top 20 der Weltrangliste werden in Wien aufschlagen, das ist insofern bemerkenswert, als dass in der Weltspitze das Verletzungspech umgeht und drei Top-Ten-Spieler ihre Saison vorzeitig beendet haben. Darunter Kei Nishikori, dessen Wien-Premiere vertagt werden muss.

Auch Titelverteidiger Andy Murray (ATP-3.) ist angeschlagen (Hüfte), sein Antreten ist höchst fraglich. Für die bevorstehende Asien-Tour hat der Brite bereits abgesagt, für Wien hat er in Absprache mit Straka vorerst nicht genannt. Sollte Murray doch rechtzeitig fit werden, steht eine Wildcard bereit. Die Chancen dafür beziffert Straka mit 50:50.

Damit führten Stand Montagnachmittag Alexander Zverev (ATP-4.) und Dominic Thiem (7.) das Feld an. Diese Paarung wäre auch Strakas Wunschfinale. Thiem kam bei seinem Heimturnier allerdings nie über das Viertelfinale (2013) hinaus, Zverev, Aufsteiger der Saison, spielte 2014 als 17-Jähriger in der Qualifikation und scheiterte in der dritten Runde.

 

Das Aufschlaggewitter

Vor einem Finalduell müssten beide erst die Phalanx der Aufschläger brechen. Mit Milos Raonic (11.), US-Open-Finalist Kevin Anderson (15.), Sam Querrey (16.), John Isner (17.), Jo-Wilfried Tsonga (18.) und Tomáš Berdych (19.) droht der Stadthalle ein regelrechtes Aufschlaggewitter. Noch am Wochenende hat Straka mit US-Open-Halbfinalist Pablo Carreño Busta (10.) zudem seinen dritten Top-Ten-Mann fixiert. Als letzter Spieler ins Hauptfeld gerutscht ist Gaël Monfils (36.).

Bei den Zuschauern soll heuer die 60.000er-Marke fallen (Vorjahr: 58.000). Ein Erfolgslauf von Lokalmatador Thiem würde das freilich begünstigen. „Bei dieser Besetzung ist die erste Runde schwieriger zu gewinnen als bei einem Masters oder Grand Slam“, gibt der 24-Jährige zu bedenken. Vor Wien bestreitet Österreichs Nummer eins die Asien-Tour, den Laver Cup und ab Freitag die Davis-Cup-Partie in Wels (Sand, Outdoor) gegen Rumänien um den Verbleib in der Europa/Afrika-Zone 1. (joe)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.09.2017)

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