Der Favorit heißt Roger Federer

Der Schweizer Rekordsieger könnte in London seine Comeback-Saisonkrönen.

Die ersten Trophäen hat sich Roger Federer in London bereits gesichert. Beim traditionellen Dinner vor den ATP World Tour Finals, das diesmal im Tower stattfand, räumte der Schweizer mit gleich drei Auszeichnungen für die abgelaufene Saison groß ab: Die Fans wählten den 36-Jährigen zum bereits 15. Mal in Folge zum Lieblingsspieler des Jahres. Zudem wurde Federer wenig überraschend nach den Grand-Slam-Triumphen in Australien und Wimbledon für das Comeback des Jahres geehrt und erhielt zudem zum 13. Mal den Stefan Edberg Sportmanship Award als fairster Profi.

Sportlich geht Federer als großer Favorit in das Saisonfinale, als einziger der acht Teilnehmer hat er den Bewerb schon gewonnen – mit sechs Titeln ist er zugleich auch der Rekordhalter. „Was die Buchmacher sagen, spielt keine Rolle“, meinte der Weltranglistenzweite. „Ich sehe mich einfach als einer der Spieler, die das Turnier gewinnen können. Mehr nicht.“ Der Routinier zeigte sich zuletzt in guter Form und körperlicher Verfassung, verzichtete nach dem Heimtriumph in Basel auf das Masters in Paris und ging es im Training langsam an. „Ich fühle mich fit und möchte die Saison stark beenden.“ Zum Auftakt trifft der Schweizer heute (15 Uhr, live Sky) auf den US-Amerikaner Jack Sock. Die bisherigen drei Duelle hat Federer ohne Satzverlust gewonnen.


Fragezeichen Nadal. Weiter Rätselraten herrscht um Rafael Nadal. Der Spanier laboriert an Knieproblemen und hat letzte Woche in Paris aufgegeben. Sein Antreten gegen David Goffin am Montag wollte der Weltranglistenerste noch nicht bestätigen. „Ich hoffe auf einen Einsatz, aber wenn ich nicht bereit bin, werde ich nicht auf dem Platz stehen“, sagte Nadal, der in London zweimal im Finale verloren hat und noch auf einen Titel wartet. Am Freitag trainierte er in der O2-Arena mit dem Kroaten Marin Čilić. Sollte Nadal tatsächlich aussteigen, stünde als Ersatzmann der Spanier Pablo Carreño Busta bereit.

Nicht nur die Fans hoffen im Hinblick auf ein mögliches Traumfinale Federer gegen Nadal auf einen Einsatz des Spaniers. „Es wäre ein harter Schlag für das Turnier, wenn er passen müsste“, sagte der Schweizer Superstar. 

Spielplan

Gruppe Becker
Roger Federer – Jack Sock (15 Uhr)

Alexander Zverev – Marin Čilić (21 Uhr)

Gruppe Sampras
Dominic Thiem – Grigor Dimitrow (Montag, 15 Uhr)

Rafael Nadal – David Goffin (Montag, 21 Uhr, alle live Sky)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.11.2017)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Kommentar zu Artikel:

    Der Favorit heißt Roger Federer

    Schließen

    Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
    Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.