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Davis Cup: 2:0 - Tennis-Traumstart gegen Russland

10.02.2012 | 21:24 |  von Sascha Bunda (Die Presse)

Österreich führt nach den beiden Einzeln sensationell mit 2:0. Jürgen Melzer erkämpfte einen Fünf-Satz-Sieg, Andreas Haider-Maurer beeindruckte als Außenseiter.

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[Wiener Neustadt] Seit 1995 schaffte Österreichs Davis-Cup-Team nicht mehr den Aufstieg in das Viertelfinale der Weltgruppe. Heuer stehen die Chancen aber ausgezeichnet. Nach dem ersten Tag führt Österreich gegen Russland in Wiener Neustadt mit 2:0. Während Jürgen Melzer gegen den überraschend aufgebotenen Igor Kunizin eigentlich leicht favorisiert gewesen war, galt Andreas Haider-Maurer im zweiten Einzel gegen Alex Bogomolow als krasser Außenseiter. Doch die Ergebnisse sprachen eine andere Sprache: Melzer musste über vier Stunden um seinen 6:1, 6:7(3), 6:4, 3:6, 6:1-Sieg kämpfen, Haider-Maurer stürmte förmlich zum klaren 6:1, 6:4, 6:7, 6:2-Erfolg.

„Okay" fand Melzer seine Leistung gegen Kunizin, die Nummer 79 der Welt, „nicht speziell." Der Niederösterreicher hatte gegen den Russen stark begonnen, gegen den er bei den US Open 2011 eine schmerzliche Erstrunden-Niederlage einstecken musste.
Im ersten Satz fiel die Entscheidung im hart umkämpften vierten Game, das Melzer zum Break nutzte - nach 16 Minuten und fünf vergebenen Chancen.

Schmerzhafter zweiter Satz

Zu Beginn des zweiten Satzes ließ sich der Österreicher von Kunizin überrumpeln. Der jetzt unkonzentriert und passiv wirkende Melzer kassierte gleich ein Break, kämpfte sich aber wieder zurück und konnte zum 2:2 ausgleichen. Bei 5:6 aus Sicht von Kunizin schien Melzer seinen Gegner geknackt zu haben: 0:40, drei Satzbälle für den Österreicher. Der Russe wehrte jedoch alle ab, holte das Game und gewann auch das Tie-Break klar mit 7:3. „Das hat weh getan", meinte Melzer, der vor allem mit der Rückhand immer für Fehler gut war: „Kunizin hat an seinem Limit gespielt und unglaubliche Punkte gemacht."
Melzer zeigte sich aber nicht geschockt. Nach Break, Rebreak und einem weiteren Break sicherte er sich den 6:4-Satzgewinn.

Doch der vierte Satz ging mit 6:3 an den Russen, wie bei den US Open musste die Entscheidung im fünften Satz fallen.

Diesmal fiel sie aber für Melzer. Er legte noch einmal alles in die Waagschale. „Mehr war nicht im Tank", meinte er nachher. Der Österreicher breakte schnell und ließ diesmal nicht nach. Bei 4:1 ging erstmals die Welle durch die Arena Nova, nach einem weiteren Break war das Publikum kaum noch zu halten und dann war es geschafft: Nach über vier Stunden verwandelte Melzer seinen ersten Satzball mit dem 23. Ass zum Sieg. Mit einem Österreich-Schal in Händen ließ er sich von den 3700 Zuschauern feiern. „Das war eines meiner geilsten Tenniserlebnisse. Ohne die Fans hätte ich es nicht geschafft.", meinte er, bevor er in die Kabine humpelte. Eine Blase am kleinen Zeh machte Melzer zu schaffen. „Aber bis Sonntag wird das wieder." Denn dann wartet wohl Zagreb-Sieger Michail Juschnij zum Einzelduell. Vielleicht schon ein Muster ohne Wert.

Service-Star Haider-Maurer

Denn dank des sensationellen Heim-Debüts von Andreas Haider-Maurer könnte die Entscheidung schon im heutigen Doppel (14 Uhr, live ORF Sport +) fallen. Ein „Arbeitstier" hatte Kapitän Clemens Trimmel den Russen Alex Bogomolow genannt. Jeden Punkt müsse man gegen ihn hart erkämpfen. Doch der erste Satz schien Trimmel Lügen zu strafen: Mit einer Mischung aus knallharten Aufschlägen mit über 200 km/h und ein wenig Glück bei einigen Netzrollern erwischte „AHM" einen Traumstart und gewann den Satz mit 6:1. Die immer noch gut gefüllte Arena glich einem Tollhaus.

Der sichtlich gefrustete Bogomolow ging mit viel Wut in den zweiten Satz. Doch wieder konnte er vor allem gegen Haider-Maurers Service nichts ausrichten. Der Österreicher breakte zum 2:1 und holte sich den Satz mit 6:4.

Erst im dritten Durchgang fand Bogomolow in die Partie. Er schaffte das Rebreak zum 4:4 und gewann das Tie-Break klar mit 7:1.

Doch wer gedacht hätte, dass Haider-Maurer nun einbrechen würde, der sah sich getäuscht. Der Österreicher schaffte zwei Breaks und konnte so auch ein Rebreak des Russen verschmerzen. Der Niederösterreicher breakte erneut zum 6:2 und zum Sieg. „Kommt morgen wieder", meinte er zum Publikum. Die Chancen auf eine historische Party stehen bestens.

("Die Presse", Printausgabe vom 11. Februar 2012)

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3 Kommentare
Gast: matt03
11.02.2012 09:32
2 2

Bravo Davis Cup Team

Cooler Auftritt

0 4

Re: Bravo Davis Cup Team

Leider wissen Sie nicht, wie man "Davis-Cup-Team" schreibt.
Meine Hilfe ist übrigens gratis, hoffentlich aber nicht umsonst.

Antworten Antworten Gast: ADVOCATUS DI
11.02.2012 18:16
0 0

Re: Re: Bravo Davis Cup Team

Und WAS, wenn ich fragen darf, WOLLEN SIE INHALTLICH-mit Ihrer Anmerkung aussagen?!
"Erbsenzähler", nobody Knows!! Oder?!