Österreichs Kapitän Clemens Trimmel reist mit sechs Spielern zum Weltgruppen-Viertelfinale im Tennis-Davis-Cup vom 6. bis 8. April gegen Spanien. Der Wiener nimmt mit Jürgen Melzer, Andreas Haider-Maurer, Oliver Marach und Alexander Peya die 3:2-Sieger über Russland sowie - vorerst als Sparringpartner - Martin Fischer und Julian Knowle nach Oropesa del Mar mit. Die Iberer nominierten zwar David Ferrer, aber nicht Rafael Nadal.
Damit haben am Dienstag die Spekulationen vorerst ein Ende genommen, wonach der Weltranglisten-Zweite seine für heuer verkündete Pause im Teambewerb gegen das ÖTV-Team beenden könnte. Gleiches hatte Ferrer beabsichtigt, nun führt der Weltranglisten-Fünfte das Heimteam in der Woche seines 30. Geburtstags aber an. Dazu kommen Nicolas Almagro, Marcel Granollers und Marc Lopez sowie als Sparringpartner Albert Ramos.
Keine Überraschungen bei Spanien
Trimmel zeigte sich von der Zusammensetzung des Aufgebots seines Amtskollegen Alex Corretja wenig überrascht. "Wir sind trotzdem Außenseiter", meinte der 33-Jährige. Angesichts des Rekords von 22 gewonnenen Heimspielen en suite gibt es kaum eine Aufstellungsvariante, mit der die Iberer zu Ostern die Favoritenrolle abgeben würden. Nadal habe laut Sport-Tageszeitung "Marca" wegen einer Sehnenentzündung im Knie abgesagt.
Vor seinem zweiten Länderkampf als ÖTV-Coach schloss es Trimmel aber nicht aus, dass Nadal doch noch vor seinen Fans auf dem Sandplatz auflaufen wird. "Das werden wir nächste Woche Donnerstag erfahren", meinte der Ex-Davis-Cup-Spieler hinsichtlich der für Gründonnerstag angesetzten Auslosung. Erst da müssen die endgültigen Teams stehen. "Ich könnte mir vorstellen, dass es sich Nadal noch selber offen lässt."
Trimmel: "Jeder Punkt ist ein Riesenerfolg"
Dass ein österreichischer Sieg in Spanien eine Sensation wäre, ist Trimmel bewusst. "Deshalb wird jeder einzelne Punkt, den wir dort vielleicht holen werden, ein Riesenerfolg fürs österreichische Tennis sein." Daher wird auch das Maximum aus den Möglichkeiten ausgeschöpft. "Ich will so oft wie möglich den gesamten Kader bei einem Davis-Cup-Match mit dabei haben", begründete Trimmel die Nominierung von Fischer und Knowle.
Die Knöchelblessur von Haider-Maurer und die am Rücken von Marach sind zwar ausgeheilt, Trimmel hat aber gerne mehr Optionen. Das frühe Out von Melzer und Marach/Peya beim Masters-1000-Event in Miami sieht Trimmel nicht unbedingt negativ. "Das gibt uns jetzt noch mehr Zeit für die Vorbereitung." Das Team wird am Freitag in der Südstadt trainieren, am Sonntag anreisen und sich da auch schon in Oropesa del Mar einschlagen.
(APA)
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