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Tennis: Djokovic fordert Sandplatzkönig Nadal im Paris-Finale

08.06.2012 | 19:43 |   (DiePresse.com)

Djokovic schaltet im Halbfinale Federer in drei Sätzen aus, Nadal lässt Ferrer keine Chance. Im Finale könnten de Geschichte schreiben.

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Novak Djokovic fehlt bei den French Open in Paris nur noch ein Sieg zu seinem erträumten "Djoko Slam". Der serbische Weltranglisten-Erste nahm am Freitag erfolgreich Revanche für die denkwürdige Halbfinal-Pleite von 2011 gegen Roger Federer und siegte ungefährdet 6:4,7:5,6:3. Mit seinem ersten Roland-Garros-Triumph könnte der 25-Jährige als erst dritter Tennisprofi alle vier Grand-Slam-Titel auf einmal halten. Im Weg steht Djokovic allerdings noch ein scheinbar unschlagbarer Sandplatz-König Rafael Nadal, der selbst Geschichte schreiben will.

Nach seiner Gala beim 6:2,6:2,6:1 gegen David Ferrer greift der Spanier nach seinem siebenten French-Open-Titel - und damit nach dem alleinigen Paris-Rekord von Legende Björn Borg. "Er spielt hier sein bestes Tennis. Er ist der Favorit", betonte Djokovic noch auf dem Platz. "Das ist wirklich ein Traum", sagte der Serbe über den möglichen "Djoko Slam" in mühevollem, aber bejubeltem Französisch. Alle vier Grand-Slam-Titel hielten bisher erst Donald Budge (1938) und Rod Laver (1962 und 1969). "Jetzt genieße ich erst einmal meinen Erfolg und danach denke ich an das Finale", betonte der Serbe nach seinem ersten Final-Einzug in Paris.

Vorjahresfinalist Federer erwischte gegen Djokovic den besseren Start in einem intensiven, aber nicht hochklassigen Match bei windig-nass-kaltem Wetter. Ihm gelang zum 3:2 das erste Break, allerdings kassierte der Roland-Garros-Sieger von 2009 prompt das Rebreak. In den Big-Point-Situationen war der "Djoker" einen Tick cooler und durchbrach das Service des sechzehnfachen Grand-Slam-Turniersiegers erneut zum 6:4.

Im zweiten Satz lag der 30-jährige Schweizer sogar schon mit Doppelbreak 3:0 und noch mit 5:3 in Front, fing sich aber insgesamt unerklärliche vier Aufschlagverluste ein. Im dritten Durchgang verwandelte Djokovic nach einer Partie, die gerade wegen unerklärlich vieler leichter Fehler Federers von der Klasse hinter den immensen Erwartungen zurückblieb, seinen zweiten Matchball nach gerade einmal 2:05 Stunden Spielzeit.

Aus dem Trio der "drei Musketiere" des Herren-Tennis präsentierte sich vor allem Nadal bärenstark. Auch durch eine Regenunterbrechung ließ er sich nicht von seiner Mission abbringen und deklassierte den Weltranglisten-Sechsten Ferrer in nur 1:46 Stunden Spielzeit. "Das war mein bisher bestes Match hier in diesem Jahr", sagte der 26-Jährige, der am Bois de Boulogne 2012 ohne Satzverlust blieb.

Nach dem einseitigen Match und Nadals 51. Satzgewinn auf roter Asche in Serie sprachen in Frankreichs Hauptstadt nicht wenige von einer perfekten Leistung. "Ich glaube nicht an Perfektion. Ich habe ein sehr solides Match bei nicht einfachen Bedingungen gespielt", kokettierte Nadal. Später musste er dann aber doch einräumen: "Vielleicht habe ich heute alles richtig gemacht."

Für seinen Gegner fand Nadal tröstende Worte: "Ich konnte nicht erwarten, so in einem Roland-Garros-Halbfinale gegen einen der besten Spieler der Welt zu gewinnen. David tut mir sehr leid. Er ist einer meiner besten Freunde auf der Tour." Nadal, den die "L'Equipe" jüngst als "bestialisch" bezeichnet hatte, feierte seinen 51. Sieg im 52. French-Open-Match. "Ich konnte nichts machen", gab Ferrer zu.

Nadal bestätigte damit die Tennis-Granden von John McEnroe über Mats Wilander bis Borg, die dieser Tage alle über Nadal ins Schwärmen geraten sind. Borg, als sechsfacher Paris-Champion (noch) gemeinsamer Rekordhalter mit Nadal, meinte kürzlich beeindruckt: "Für mich ist Rafa der beste Sandplatzspieler der Geschichte." Wilander sagte: "Nadal ist besser als jemals zuvor." Und davon konnten sich alle 15.000 staunenden Zuschauer auf dem ausverkauften Centre Court Philippe Chatrier überzeugen.

(ag)

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5 Kommentare

Bitte...

wenn schon, dann ordentlich recherchieren! Neben Budge und Emerson sind ebenso ein gewisser Nadal und ein Andre Agassi Inhaber des sogenannten Career Grand Slam, sprich alle Grand Slams einmal gewonnen! Budge und Emerson sind die beiden die es geschafft haben alle 4 Grand Slam Turniere in einer Saison/Kalenderjahr zu gewinnen. Und das Oberwunder schaffte Steffi Graf 1988 zum Golden Slam: alle 4 Grand Slams Olympisches Gold in einem Jahr! Einmalig!!! Nebenbei sei erwähnt dass Agassi und Nadal auch die beiden einzigen Spieler sind, die den sogenannten Career Golden Slam erreichten, sprich alle 4 Grand Slams gewonnen, und die Olympische Goldmedaille im Einzel, nur eben nicht im selben Kalenderjahr! Tut leid, als Ex-Agassi Fan und jetzt Nadal-Fan musste das richtig gestellt werden ;-))

Antworten Gast: 111
09.06.2012 10:46
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Re: Bitte...

auch roger federer hat alle 4 grand slams gewonnen,,,

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Re: Bitte...

Im Artikel ist die Rede davon, dass alle 4 Grand Slams im Herrentennis gleichzeitig gehalten werden und nicht vom Karriere-GS. Also g'scheit lesen bevor man andere der schlechten Recherche beschuldigt...

Re: Re: Bitte...

aha, gemeint ist also alle 4, aber hintereinander, unabhängig davon in welchem Jahr, zB 2011 auf 2012?

Antworten Antworten Antworten Gast: brebrebre
09.06.2012 10:54
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Re: Re: Re: Bitte...

ja, das ist gemeint, alle 4 GS Titel hintereinander, egal ob in einem Jahr oder aufgeteilt auf 2 J.