Vor dem morgigen Ski-Weltcupauftakt herrscht Trauerstimmung im österreichischen Skiverband: Der 23-jährige Vorarlberger Björn Sieber starb am Freitag in seiner Heimatgemeinde Schwarzenbach bei einem Verkehrsunfall.
Sieber und sein Bruder Marc waren um 12.35 Uhr in einem VW-Bus auf einer schmalen Straße talwärts unterwegs, bei einem Ausweichmanöver wegen eines entgegen kommenden Fahrzeuges kam der Kleinbus von der Fahrbahn ab und stürzte über einen Abhang 70 Meter in die Tiefe. Die wohl nicht angeschnallten Brüder wurden aus dem Fahrzeug geschleudert, Björn war auf der Stelle tot. Marc wurde schwer verletzt ins LKH Feldkirch gebracht.
Noch ist unklar, welcher der beiden Brüder den Bus gelenkt hat. Dazu wurden kriminaltechnische Untersuchungen eingeleitet, hieß es.
Björn Sieber debütierte 2009 im Ski-Weltcup, sein bestes Ergebnis war ein siebenter Platz in der Super-Kombi von Bansko 2011. Bei Junioren-Weltmeisterschaften gewann Sieber 2008 Bronze im Super-G und 2009 Silber im Riesenslalom. Beim Herren-Riesentorlauf in Sölden am Sonntag wäre er als Vorläufer im Einsatz gewesen.
Trauerflor bei Damen und Herren
Beim Österreichischen Skiverband war die Bestürzung groß. Die eigentlich als Vorbereitung auf den Herren-Riesentorlauf am Sonntag gedachte Pressekonferenz stand ganz im Zeichen der verunglückten Nachwuchshoffnung. "Das relativiert alles", meinte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. Sowohl Damen als auch Herren werden in Sölden mit Trauerflor starten. "Wir fahren für Björn", meinte ÖSV-Cheftrainer Mathias Berthold: "Wir sind extrem bestürzt, die ganze Mannschaft wird ihn vermissen."
Auch ÖSV-Direktor Hans Pum zeigte sich "tief betroffen": "Normalerweise sind wir Einzelsportler, aber im Zusammenhalt merkt man, dass wir doch ein Team sind."
(Red./APA)
Reaktionen: ''Dadurch relativiert sich alles''





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