Vonn gewinnt auch zweite Abfahrt in Lake Louise

02.12.2012 | 09:17 |   (DiePresse.com)

Die US-Amerikanerin ist auf dem Weg zur erfolgreichsten Skirennläuferin der Geschichte. Fenninger wird am Samstag als beste Österreicherin Achte.

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Lindsey Vonn hat den nächsten Schritt zur - gemessen an Weltcupsiegen - erfolgreichsten Skirennläuferin aller Zeiten gemacht. Die 28-Jährige gewann am Samstag auch die zweite Weltcup-Abfahrt der Damen in Lake Louise und holte sich den 13. Sieg auf dieser Strecke. Die US-Amerikanerin hält bei 55 Erfolgen im Weltcup und zog mit der Schweizerin Vreni Schneider gleich, auf die im Langzeit-Ranking führende Österreicherin Annemarie Moser-Pröll fehlen nur noch sieben Erfolge.

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Vonn gewann erneut vor ihrer Landsfrau Stacey Cook (+0,52 Sek.) und der Schweizerin Marianne Kaufmann-Aberhalden (0,62). Die ÖSV-Damen schlitterten in ein kleines Debakel, als beste Österreicherin hatte Anna Fenninger auf Rang acht 1,26 Sekunden Rückstand, nur jenseits der Top 20 landeten Stefanie Moser, Regina Sterz, Andrea Fischbacher und Elisabeth Görgl.

"Das war Wahnsinn"

Dass Vonn den Sieg einfuhr, ist nur ihrer Extraklasse zuzuschreiben. Ihre Sicht war durch Nebel stark beeinträchtigt und zweimal rutschte sie weit von der Ideallinie ab. "Das war Wahnsinn, ich habe ziemlich viel Geschwindigkeit in dieser linken Kurve gehabt, ich war fast im Netz. Ich habe gedacht, das war es, denn es war sehr knapp. Gott sei Dank bin ich ins Ziel gekommen", meinte die vierfache Gesamtweltcupsiegerin nach dem 28. Abfahrtserfolg ihrer Karriere.

Vonn durfte sich auch darüber freuen, nun einen Weltcuperfolg mehr als der Salzburger Hermann Maier auf dem Konto zu haben. Und lachend nahm sie auch zu einem Zeitungsartikel Stellung, in der ihr eine Liaison mit Golf-Superstar Tiger Woods nachgesagt wird. "Er ist ein Freund von mir. Mein Bruder war Skilehrer seiner zwei Kinder. Vielleicht hat jemand deshalb was gedacht", sagte Vonn, die laut ihrer Aussage derzeit keinen Freund hat.

Mit Platz sechs begnügen musste sich die Deutsche Maria Höfl-Riesch, die in der ersten Abfahrt als Dritte auf dem Podest gelandet war. Während Vonn schon schlechte Sicht hatte, war es bei der unmittelbar danach folgenden Höfl-Riesch schon unfahrbar. Unterbrochen wurde aber erst nach ihr. "Man kann nicht jedes Mal, wenn es drei Flocken schneit, ein Rennen absagen. Ich hadere nicht damit, ich bin sicher auch nicht so gut gefahren", gab sie sich als faire Sportsfrau.

Als Achte und damit beste Österreicherin schrieb Fenninger an. Im Gegensatz zum Chaosrennen am Freitag hatte sie gute Sicht. "Heute habe ich mich von außen nicht beeinträchtigt gefühlt. Gestern war ich extrem angefressen und musste mich erst einmal abreagieren. Das war nicht nur unfair, sondern auch extrem gefährlich", sagte die Salzburgerin, die in der zweiten Abfahrt einen Fehler im Steilhang hatte, aber rasch wieder Speed aufbauen konnte.

"Fünf perfekte Läufe gibt es da herunter halt nicht", meinte sie nach drei Trainings und zwei Rennen in den Beinen. Und merkte an: "Morgen kommt mein Rennen." Am Sonntag steht zum Abschluss der Überseerennen ein Super-G auf dem Programm, Topfavoritin ist erneut Vonn.

Die Passage "fall away" völlig verpatzt hatte Elisabeth Görgl: "Das war scheiße. Da kannst eigentlich abschwingen. Dementsprechend ist die Zeit, das ärgert mich." Die Steirerin war am Freitag als Nebel-Opfer 21.

(APA)

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