Prämien: "Nicht des Geldes wegen"

Skistars sind Topverdiener, Skispringer nicht.

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Symbolbild – (c) APA GI (Barbara Gindl)

Oberstdorf/Finne. Die Vierschanzentournee steht für Tradition und Mythos, doch traditionell springt Beobachtern zum Auftakt in Oberstdorf auch die Kluft bei Prämienzahlungen im Vergleich mit anderen Wintersportarten ins Auge. Der Gewinner der Vierschanzentournee darf sich über 20.000Franken (16.500 Euro) freuen, dafür muss er sich nicht mehr mit einem Neuwagen und der Einfuhrsteuer herumschlagen. Der Tagessieg ist mit 10.000 Franken dotiert.

Viel Geld, aber keine Topgage. 307.200 Franken (255.000 Euro) werden bei der Tournee ausgeschüttet. Bei der „Tour de Ski“ der Langläufer, die am Sonntag in Oberhof beginnt, warten 474.000Euro im Pott. Der Gesamtsieg bei Damen und Herren wird mit jeweils ca. 74.535 Euro belohnt. Selbst der Gesamtzweite wird mit 41.400 Euro noch reichlich bedacht.

Im alpinen Skiweltcup sind andere Summen im Umlauf. In dieser Saison werden 6,44 Millionen Euro ausgeschüttet. Die Rennen der Damen sind mit insgesamt 3,153 Mio. Euro dotiert, die Wettbewerbe der Herren mit 3,288 Mio. Highlights sind Kitzbühel (Sieg: 70.000 Euro) und der Damen-Slalom in Flachau (43.750 Euro). Auch am Semmering ist dieser Tage großer Zahltag: 83.015 Euro warten auf die Top Ten, 29.000 Euro auf die Siegerin.

Geld, sagt ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner, spiele für jeden eine große Rolle. Doch nur des Geldes wegen dürfe man seinen Sport oder Beruf nicht ausüben. „Es muss auch Spaß machen. Wer nur des Geldes wegen springt, wird nichts gewinnen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.12.2012)

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