Hirscher gewinnt Adelboden-Slalom vor Matt

13.01.2013 | 19:41 |   (DiePresse.com)

Marcell Hirscher gewinnt den Slalom von Adelboden vor Mario Matt. Er sagt: "All in, ich habe alles auf eine Karte gesetzt!"

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Der Ausrutscher am Samstag im Adelboden-Riesentorlauf hat Marcel Hirscher nicht aus der Ideallinie geworfen. Der 23-jährige Salzburger gewann 24 Stunden später am Sonntag den Slalom auf dem Chuenisbärgli. Mit einem Traumlauf im zweiten Durchgang stürmte Hirscher vom achten auf den ersten Platz. Den ÖSV-Doppeltriumph perfekt machte vor 11.500 Fans der Tiroler Mario Matt mit Rang zwei (+0,30 Sekunden), Dritter wurde der italienische Halbzeit-Führende Manfred Mölgg (0,62).

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"Viel besser geht es nicht", meinte selbst Hirscher angesichts seiner entfesselten Fahrt im Finale. Hirscher feierte den 16. Weltcup-Sieg seiner Karriere. Im Slalom war es der 9., zudem nach Madonna di Campiglio und Zagreb der dritte in Folge. In Adelboden war es nach seinem Doppelpack 2012 (Riesentorlauf und Slalom) der dritte Erfolg.

Weltcupführung ausgebaut

Im Gesamt-Weltcup baute der Titelverteidiger seine Führung auf den Norweger Aksel Lund Svindal auf 126 Punkte aus. In der Slalom-Wertung führt Hirscher mit 520 Zählern deutlich vor dem Deutschen Felix Neureuther (386).

 

"Ich habe noch kein Gefühl für das heutige Rennen gefunden", hatte Hirscher nach dem ersten Lauf berichtet. Das änderte sich dann aber im zweiten Durchgang eklatant. "Ich habe alles riskiert. Beim Pokern würde man 'all in' dazu sagen", sagte der ÖSV-Superstar.

Perfekte Bedingungen ermöglichten Aufholjagd

Die perfekten Pistenbedingungen haben Hirscher bei seiner Aufholjagd in die Karten gespielt. "Die Bedingungen waren auf der gesamten Piste gleich. Da kann man sich ideal drauf einstellen." Das Wochenende in Adelboden war für Hirscher ein klassisches Beispiel "wie eng Sieg und Niederlage zusammen liegen".

Matt machte als Zweiter seinem Ruf als Adelboden-Liebhaber alle Ehre. Für den 33-Jährigen war es bereits das neunte Top-Sieben-Ergebnis auf dem Chuenisbärgli. "Ich komme immer sehr gerne hierher", meinte Matt, der nach Rang drei in Zagreb nun sein WM-Ticket endgültig in der Tasche hat. "Die Richtung stimmt, ich habe rund um Weihnachten die ideale Materialabstimmung gefunden", erklärte der zweifache Slalom-Weltmeister.

Pranger mit guten WM-Karten

Als unschlagbar wollte Matt seinen Teamkollegen Hirscher keinesfalls bezeichnen. "Im ersten Durchgang hat man gesehen, dass auch er keine Maschine ist. Marcel hat durch seine Ergebnisse extrem viel Selbstvertrauen, und damit kann man locker drauf los fahren."

Neben den Fixstartern Hirscher und Matt hat derzeit auch Manfred Pranger gute WM-Karten. Der Tiroler wurde am Sonntag Siebenter. "Die WM war bei mir überhaupt nicht im Hinterkopf. Ich wollte nur endlich wieder ein passables Ergebnis ins Ziel bringen", berichtete Pranger, der zuletzt in Zagreb ausschied.

Die letzte Lockerheit hat Pranger aber noch vermisst. "Ich hab mir die Schneid abkaufen lassen. Mein Ziel ist, meine Trainingsleistungen auch im Rennen abzurufen. Alles andere zipft mich an."

Für Raich und Herbst wird es eng

Benjamin Raich und Reinfried Herbst wollten mit einer Platzierung rund um Rang 10 die Rückkehr in die Top-15 der Slalom-Weltrangliste fixieren. Für die beiden 34-Jährigen endete das Unternehmen aber jeweils schon im ersten Durchgang, Herbst und Raich schieden aus.

"Ich wusste, dass man an dieser Stelle sehr viel Zeit herausholen kann. Leider hab ich eingefädelt. Das ist eben ein klassisches Slalom-Schicksal, das einen jederzeit ereilen kann", meinte Herbst, der sich mit Raich in den verbleibenden zwei Slaloms in Wengen und Kitzbühel wohl um das letzte Slalom-Ticket für die WM streiten muss.

Raich will nun in Wengen zumindest die Super-Kombination und den Slalom bestreiten, aber auch ein Start in der Abfahrt ist denkbar.

Das bisher beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere fuhr Manuel Feller ein. Der 20-jährige Tiroler belegte mit Startnummer 37 Rang 16 und toppte damit seinen 23. Platz vom 8. Dezember 2012 in Val d'Isere. "Im Moment kann im Slalom kommen was will, ich fühle mich auf jedem Hang wohl", meinte Feller voller Selbstvertrauen. "Der erste Durchgang war richtig stark, im zweiten waren dann ein paar kleine Fehler dabei", resümierte die Zukunftshoffnung aus Fieberbrunn.

 

Adelboden. Der Österreicher Marcel Hirscher hat am Sonntag in Adelboden am Tag nach seinem unbelohnten Husarenritt im Riesentorlauf einen weiteren im Slalom zu seinem 16. Weltcupsieg folgen lassen. Der 23-Jährige war nach dem ersten Lauf mit 87/100 Sekunden Rückstand auf den italienischen Führenden Manfred Mölgg nur auf Rang acht gelegen, stürmte aber noch an die Spitze. Der Tiroler Mario Matt fixierte mit 0,3 Sekunden Rückstand einen OSV-Doppelerfolg. Mölgg wurde Dritter (0,62).

 

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1 Kommentare

Respekt!

Bravo Marcel Hirscher!!!
Sogar als 8.kann er auf das siegerpodest vorfahren!
Spitzdenleistung !!

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