Ski alpin: Das Comeback von Max Franz

15.01.2013 | 15:02 |   (DiePresse.com)

Der Kärntner meldete sich nach seinem schweren Sturz von Beaver Creek in Wengen zurück. Er sagt: "Angst hatte ich nicht, aber genug Respekt!"

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Wengen. 45 Tage nach seinem schweren Sturz im Super-G von Beaver Creek ist Max Franz am Dienstag in den Weltcup zurückgekehrt. Nervosität und Ungewissheit waren beim 23-Jährigen riesig, umso größer war die Erleichterung nach dem ersten Abfahrts-Training in Wengen. Ob Franz, der mit 1,76 Sekunden Rückstand auf den Schnellsten Aksel Lund Svindal (NOR) Rang 29 belegte, am Samstag in der Lauberhorn-Abfahrt an den Start gehen wird, ist aber nach wie vor offen.

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"Heute war es schon einmal nicht so schlecht, in den Kurven hat mir aber das Timing gefehlt. Ich schaue jetzt Schritt für Schritt, wie es weitergeht", meinte Franz. Die Entscheidung über ein Antreten soll am Freitag fallen. Bis dahin hofft der ÖSV-Jungstar, dass es in Wengen auch ein Training über die volle Distanz gibt.

"Das war ein großes Paket heute", gestand der Cousin des ehemaligen Weltklasse-Abfahrers Werner Franz. "Die Sicht war nicht ideal. Es war eine große Ungewissheit da, wie es laufen wird und ob die Kraft reicht. Zudem war ich sehr nervös. Das war alles sehr anstrengend."

In Beaver Creek hatte sich Franz eine Gehirnerschütterung und einen Nasenbeinbruch zugezogen. Die damalige Fahrt hat sich Franz auf Video angesehen, allerdings nur bis ein Tor vor dem Crash. Rund fünf Kilogramm leichter und noch mit kleinen Schrammen rund um die Nase kehrte der Zweite der Lake-Louise-Abfahrt nun zurück.

"Angst hatte ich nicht, aber genug Respekt", berichtete Franz. Im Weltcup gilt Franz als wilder Draufgänger. So hält er in Wengen nach wie vor den Rekord für den weitesten Sprung beim Hundschopf (rund 80 Meter). "Da war's schon flach, wo ich gelandet bin", erinnerte sich Franz. Damals hatte er das Europacup-Rennen auf dem Lauberhorn gewonnen, sich bei seinem Megasprung aber eine Kreuzbandverletzung zugezogen.

Sein Fahrverhalten in Beaver Creek verteidigte Franz aber: "Es war nicht so, dass ich irgendetwas Sinnloses gemacht hab. Es ist einfach blöd gelaufen." An seiner Fahrweise will Franz daher nichts verändern. "Ich werde sie suchen und wieder finden. Es braucht noch Übung und Zeit, aber das wird schon. Ich bin selbst sehr gespannt, wie lange es dauern wird."

(Schluss) hal/tb

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