Ski alpin: Stuhec dominiert Abfahrtstraining klar

Die Slowenin Ilka Stuhec hatte fast eine Sekunde Vorsprung auf Kugel-Konkurrentin Sofia Goggia. Nicole Schmidhofer wurde als beste ÖSV-Läuferin Vierte.

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Ilka Stuhec – GEPA pictures

Mit ihrer klaren Bestzeit im zweiten Training der alpinen Ski-Damen für die Weltcup-Abfahrt am Mittwoch in Aspen hat Ilka Stuhec nicht nur den Österreicherinnen Rätsel aufgegeben. Die im Disziplinweltcup überlegen führende Slowenin lag 0,89 Sekunden vor Sofia Goggia, 0,96 vor Lindsey Vonn und 1,17 vor Nicole Schmidhofer. Im Kugelkampf hat Stuhec auf Goggia ein Polster von 97 Zählern.

"Wahnsinn, was die im Flachen raus macht. Ich habe mir das gestern angeschaut und heute auch probiert, es gerade zu fahren. Aber entweder hat sie so Megageräte oder ein Gleitvermögen, dass die Hälfte reicht. Es ist schwierig, da mitzuhalten", sagte Schmidhofer, die versuchen wird, oben den Rückstand in Grenzen zu halten. "Ich bin nicht die Megagleiterin. Unten runter kann es ich, da geben wir Gas morgen." Nach den zwei Trainings hat sich die Super-G-Weltmeisterin ein Abfahrts-Stockerl zum Ziel gesetzt.

Video-Studium von Stuhec angesagt

"Es war ein bisschen weicher, ich habe die Mittellage gesucht. Teilweise war ich ein bisschen hinten drauf, dann ist man da runter gleich Passagier. Das muss ich morgen besser machen, aber es taugt mir", sagte Tamara Tippler, die mit 1,69 Rückstand Siebente war. "Ich habe gestern Ilkas Video angeschaut und mir gedacht, ja, da muss ich mich reinhängen. Man probiert eh alles. Aber anscheinend macht sie irgendwas ganz gut."

Es sei der Tod, wenn man den Ski querstelle vor dem Schwung, Stuhec ziehe alles auf der Taillierung durch. "Wenn du dich da ein bisschen reinhockst, bist gleich einmal fünf Zehntel hinten und hast weniger Speed. Und vom Selbstvertrauen her mit den ganzen Siegen ist es vom Kopf her auch was anderes", meinte Tippler. Für Mittwoch hat sie sich vorgenommen, Stuhec ein bisschen zu ärgern. Korea habe ihr mit dem fünften Platz gezeigt, dass sie vorne mithalten könne, das werde sie wieder probieren.

Ramona Siebenhofer kam besser zurecht als im ersten Training, mit zwei Sekunden Rückstand war sie Neunte. "Gestern habe ich hier runtergesucht und habe es mir nicht zugetraut. Heute bin ich schon ein bisserl mehr ins Fahren gekommen. Der Rückstand ist noch groß, was die Ilka da macht, weiß ich nicht, das müssen wir uns im Video gut anschauen", meinte auch sie. Sie wolle sich aufs Rennen hin weiter steigern, ein Top-Sieben-Platz wäre sehr gut.

Stuhec sei in beneidenswerter Form, sagte Tippler, und erinnerte an das gemeinsame Training vor Saisonbeginn. "Wir haben in Nakiska eine Trainingsgemeinschaft gehabt, da haben wir sie noch voll in Griff gehabt. Und dann gewinnt sie das erste Rennen und hat einen Lauf. Das ist sehr zu beneiden und ihr sehr zu wünschen. Sie hat auch mit dem Verband sehr viel mitgemacht und sich selber gut aufgestellt. Sie hat das verdient." Stephanie Venier wurde mit Torfehler Elfte, Christine Scheyer 13.

(APA)

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