Top Ten des Wintersports: Pistenstars, Loipenkönige und Schanzen-Asse

Die letzten Zielhänge wurden gemeistert, die finalen Meter geskatet, fast alle Sprünge gestanden. Alpine, Nordische, Snowboarder und Biathleten haben um WM-Medaillen und Kristallkugeln gekämpft, auch dieser Winter neigt sich dem Ende. Ein Blick zurück auf seine Superstars, ehe ihre Skier in den Keller wandern.

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber)

Marcel Hirscher

Sechster Gesamtweltcupsieg in Folge, zum Drüberstreuen Riesentorlauf- und Slalomkristall: Mit 28 Jahren nennt der Salzburger 14 Weltcupkugeln sein Eigen, er hat Hermann Maiers Rekord eingestellt. Bei 25 Starts fuhr Hirscher zu 16 Podestplätzen, die Skiwelt staunte über seine Konstanz. Das Erfolgsrezept: Ein perfekt eingespieltes Privatteam rund um Vater Ferdinand, ideale körperliche Voraussetzungen und Detailbesessenheit beim Material. Niemand wandelt Druck so in Erfolg um wie Hirscher, auch bei der WM überragte er mit zweimal Gold und einmal Silber die Konkurrenz.

(c) APA/HANS KLAUS TECHT (HANS KLAUS TECHT)

Mikaela Shiffrin

Mit 22 Jahren hat die US-Amerikanerin alles gewonnen, was der Skirennsport zu bieten hat. Nach elf Siegen und drei Podestplätzen (559.000 Euro Preisgeld) war ihr erster Gesamtweltcupsieg Gewissheit. Bei Titelkämpfen ist sie nach WM-Gold in St. Moritz seit vier Jahren im Slalom unbesiegt, die kleine Kugel für die Disziplinenwertung gewann sie zum vierten Mal. Auch im RTL (WM-Silber) ist sie Sieganwärterin, ein vierter Platz im Super-G von Cortina unterstrich Speed-Ambitionen. Sie und Hirscher sind für Atomic ein Jackpot – die Skifirma aus Altenmarkt ist der Triumphator dieses WM-Winters.

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber)

Martin Fourcade

Zum sechsten Mal in Folge gewann der Franzose den Gesamtweltcup der Biathleten, die Saison beendete er in Oslo wie er sie in Östersund begonnen hatte: mit einem überlegenen Sieg. Im abschließenden Massenstart traf Fourcade alle 20 Scheiben, feierte seinen 14. Saisonerfolg (Rekord) und sicherte sich auch die letzte Disziplinenwertung. Einzel-, Sprint-, und Verfolgungsweltcup waren da längst fixiert. Bei der WM in Hochfilzen räumte er fünf Medaillen ab und fand als Branchenführer deutliche Worte im Anti-Doping-Kampf. In diesen Tagen wartet er auf die Geburt seines zweiten Kindes.

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Philipp Brem)

Laura Dahlmeier

Fünf Goldmedaillen, einmal Silber – das hat es vor Laura Dahlmeier und der Biathlon-WM in Hochfilzen 2017 noch nicht gegeben. Zwei Wochen später gewann die Deutsche auch den Gesamtweltcup. Bemerkenswert: Die Meisterschützin gehört mit nur 23 Jahren auch läuferisch zu den Allerbesten. Am Ende des Winters war sie ausgelaugt, in ihrer Heimat Garmisch-Partenkirchen will die passionierte Bergsteigerin diesen Rekordwinter verarbeiten.

(c) imago/ITAR-TASS (imago sportfotodienst)

Stefan Kraft

Nach zwei WM-Goldmedaillen, dem Skiflugweltrekord (253,5 Meter) und dem Gewinn der mit 60.000 Euro dotierten „Raw-Air“-Serie kann der Salzburger, 23, beim Saisonfinale in Planica seinen ersten Weltcupgesamtsieg, zudem die kleine Kugel im Skifliegen perfekt machen. Bei der Tournee musste Kraft noch den Polen um Kamil Stoch den Vortritt lassen, danach aber hob er zu neun Podestplätzen in Serie ab, darunter fünf Siege

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Matic Klansek)

Eric Frenzel

Vier Deutsche liegen bei den Kombinierern unter den Top Fünf der Gesamtwertung, an der Spitze thront Eric Frenzel. Spannung ließ der 28-Jährige nur im Duell mit Landsmann Johannes Rydzek aufkommen, am Ende gewann Frenzel als erster Kombinierer zum fünften Mal in Serie den Gesamtweltcup. Einzig zwei Einzelgoldmedaillen bei der WM in Lahti schnappte ihm Rydzek weg.

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Florian Ertl)

Anna Gasser

Freestyle-Gesamtsiegerin, Big-Air-Gesamtsiegerin, Gold und Silber bei den X-Games – und als Krönung WM-Gold mit einem historischen „Backside Double Cork 1080“, einem Sprung, den zuvor noch keine Frau in einem Wettkampf gestanden hatte: Die Kärntnerin, 25, war die dominierende Freestyle-Snowboarderin des Winters. Ihr Fokus gilt nun Olympia 2018.

(c) REUTERS (ALBERT GEA)

Andreas Prommegger

Doppel-WM-Gold und Gesamtweltcup-sieg in einer Saison – wie Marcel Hirscher gelang dieses Kunststück auch Raceboarder Andreas Prommegger. In der Sierra Nevada schlug der 36-jährige Salzburger innerhalb von zwei Tagen im Slalom und Riesentorlauf zu, seine ersten WM-Medaillen überhaupt. Wenige Tage später holte er sich seinen dritten Gesamtweltcupsieg in der Parallelwertung.

 

(c) REUTERS (ALBERT GEA)

Martin Sundby

Von der WM in Lahti war der 32-jährige Norweger erneut ohne Einzel-Gold abgereist, wenig später aber gewann der Langlaufstar zum vierten Mal in Folge den Gesamtweltcup – der Erfolg 2014/15 wurde ihm wegen eines Dopingvergehens mittlerweile allerdings aberkannt.

 

(c) REUTERS (NTB SCANPIX)

Heidi Weng

Die 25-jährige Norwegerin ist der Shootingstar der Langlaufszene. Lange im Schatten von Therese Johaug und Marit Bjørgen gewann sie zum ersten Mal Gesamtweltcup und Tour de Ski. Einzig bei der WM verpasste sie Einzel-Gold.

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Johanna Lundberg)
Kommentar zu Artikel:

Die Top Ten des Wintersports: Pistenstars, Loipenkönige und Schanzen-Asse

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.