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Ski: Mancuso gewinnt Garmisch-Super-G vor Fenninger

05.02.2012 | 13:10 |   (Die Presse)

Mit 0,13 Sekunden Vorsprung entschied die Amerikanerin das Rennen für sich. Ihre Landsfrau Lindsey Vonn und auch die Slowenin Tina Maze schieden aus.

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[Garmisch/AG./Red.] Kurz dachten in Garmisch viele zurück an Val d'Isère. Genauer gesagt, an den 14. Dezember 1997, als Hermann Maier nach seinem Riesentorlauf-Sieg disqualifiziert wurde, weil er einen Ski bereits vor der Werbe-Begrenzungslinie abgeschnallt hatte.

Am Sonntag ist es nämlich der Super-G-Siegerin Julia Mancuso genauso ergangen. Nachdem die Amerikanerin im Ziel abgeschwungen hatte, überquerte sie die rote Linie nach der Ehrenrunde noch einmal und schnallte sich die Skier davor ab, weshalb Diskussionen über eine mögliche Disqualifikation aufgekommen sind.
Sie sei wegen des Kameramannes dort stehen geblieben und werde in Zukunft besser achtgeben, beteuerte Mancuso. Da diese Aktion keinen Wettbewerbsvorteil brachte, durfte sie ihren sechsten Weltcupsieg behalten. Proteste gab es keine, auch nicht von der zweitplatzierten Österreicherin Anna Fenninger, die nur um 0,13 Sekunden den Sieg verpasst hat.

Kein Sieg um jeden Preis

So wolle sie ein Rennen nicht gewinnen, erklärte Fenninger. Auch ohne den Sieg setzte die 22-jährige Salzburgerin ihren guten Lauf im Super-G fort, es war der vierte Podestplatz in fünf Rennen.
Zudem konnte Fenninger im Disziplinen-Weltcup Boden auf die mit 313 Zählern führende Lindsey Vonn gutmachen und liegt mit 293 Zählern an zweiter Stelle. Denn die Amerikanerin gehörte zu den vielen ausgefallenen Läuferinnen. Erstmals seit über drei Jahren konnte Vonn damit in einem Speedbewerb nicht punkten. „Dass sie trotzdem noch vorn ist, obwohl sie ausgefallen ist, zeigt, wie gut sie bis jetzt war“, meinte Fenninger. Und für den Damen-Rennsport sei es gut, dass die Spannung aufrecht bleibe.

Die Feierlichkeiten anlässlich ihres 50. Weltcupsieges am Vortag waren übrigens nicht schuld am Ausfall Vonns. Die hatte die Amerikanerin nämlich ausgelassen, um sich auf den Super-G vorzubereiten. Der verpassten Party trauerte die 27-Jährige am Sonntag nach. Doch Vonn wird wohl bald wieder feiern dürfen. Im Gesamtweltcup führt sie immer noch 482 Punkte vor Tina Maze. Die Slowenin schied ebenfalls aus.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.02.2012)

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2 Kommentare
Gast: fran789
05.02.2012 16:10
1 2

ja ami muss man sein

dann gelten regeln plötzlich nicht mehr - bei olympia werden die icehockeystars aus nordamerika nicht nach dopingmittel untersucht das selbe bei den basketballern

den hermann maier hat man auch disqualifiziert, als er im riesentorlauf übrigens als letzter im 2 durchgang mit bestzeit ins ziel kam und vor der roten linie die ski abschnallte

das ist ein sicherheitsregel, für die nachfolgenden skirennläufer, damit keiner den anderen niederfährt bzw im ziel dem abschwingenden rennläufer nicht im weg steht

macht das eine us-skirennläuferin gilt das plötzlich nicht mehr

Antworten Gast123
05.02.2012 17:52
0 0

Re: Nein, das Fehlen von Pharisäern reicht schon aus.

Hermann Maier wurde damals aber auch nur aufgrund eines Einspruchs der Schweizer disqualifiziert. Die Schweizer gewannen zwar das Rennen verloren allerdings an Ansehen und standen als schlechte Verlierer da bzw. war die Emöprung in Österreich entsprechend groß.

Gott sei Dank erwies sich der ÖSV als nicht genauso unsportlich. Außerdem hatte Mancuso dadurch weder einen Vorteil noch gefährdete sie nachfolgende Athleten durch das (ein paar cm) zu früh erfolgte Abschnallen ihrer Skier. Mit einem Einspruch hätte man sich lächerlich gemacht.