Ski alpin: Österreicher enttäuschen bei Abfahrt in Sotschi

11.02.2012 | 10:44 |  von Michael Köttritsch (Die Presse)

Der Schweizer gewann das Premierenrennen in Sotschi. Die Österreicher waren im Training stark und enttäuschten im Rennen.

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Für das erste Rennen auf der Olympiaabfahrtsstrecke 2014 war Prominenz angereist. Russlands Skiverbandschefin Swetlana Gladischewa etwa. Oder Präsident Dmitrij Medwedjew. Der überreichte Beat Feuz den Siegerpreis und gratulierte dem Schweizer höflich zu seinem 25. Geburtstag.

Tatsächlich hatte Feuz die eisige Rosa-Khutor-Piste am besten bewältigt: „Mir ist ein sehr guter Lauf geglückt“, sagte er strahlend. „Es war ein wilder Ritt. Dass ich das genossen hätte, wäre übertrieben.“ Dann fügte er das Erwartete hinzu: „Ein viel schöneres Geschenk zum Geburtstag als den Sieg heute gibt es nicht.“ Natürlich.
Feuz sagte aber auch etwas anderes. Es war eine Kampfansage an seinen Teamkollegen Didier Cuche und an den Österreicher Klaus Kröll: „Den Abfahrtsweltcup hatte ich nie ganz abgeschrieben, so einfach gebe ich nicht auf.“ Feuz rückte nämlich deutlich auf. Er liegt als Dritter der Wertung nur noch einen Zähler hinter Kröll, der Achter wurde. Auf den Zwölften von Sotschi, Cuche, fehlen ihm nur noch 27 Punkte. Bode Miller, den US-Amerikaner, hat er längst abgehängt. Auch im Gesamtweltcup rückte der Sieger der Lauberhornabfahrt in Wengen nach vor: Spitzenreiter Ivica Kostelić ist nur noch 50 Punkte voran. Feuz: „Das wird spannend. Ich werde mein Ding durchziehen, wie ich es bis jetzt getan habe. Ich habe Kostelić heute gezeigt, dass ich mitfighten kann.“ Weiter als bis zum Weltcupfinale in Schladming im März wollte Feuz, der wie Hermann Maier eine Maurerlehre absolviert hat, nicht denken. Als Vorbilder nennt er aber Maiers einstige Rivalen Stephan Eberharter und Bode Miller, und als Olympiafavorit sieht er sich schon gar nicht: „Vielleicht gibt es ja noch Veränderungen an der Piste. Aber es ist schon schön, hier zu gewinnen.“

Beim ersten Bewerb in Sotschi wurde der Kanadier Benjamin Thomson überraschend vor dem Franzosen Adrien Theaux Zweiter. Übrigens: Auch Thomson ist gelernter Maurer. Die Österreicher hingegen enttäuschten. Dabei hatten Hannes Reichelt und Romed Baumann die Trainingsläufe dominiert, dabei aber jeweils Richtungstore ausgelassen. Im Rennen passierten sie den Kurs korrekt, aber nicht fehlerlos. Joachim Puchner wurde als Bester ÖSV-Läufer Sechster, Klaus Kröll vor Reichelt Achter. Kröll hatte seine liebe Not mit dem Berg und damit, die Linie zu finden: „Es war eine zähe Sache, noch unruhiger als gestern.“

Reichelt lag bis zur Hälfte der Strecke auf Siegeskurs, den erhofften Topplatz aber verpasste er nach einem schweren Fehler. „Ich habe mich in die Kurve reingelegt, da hatte ich kein Tempo mehr. Schade.“ Nicht nur er hatte Probleme mit den Schlägen, die sich auf der Piste gebildet hatten: „Ich bin froh, dass ich gesund heruntergekommen bin. Ich habe mich von oben bis unten gefürchtet. Da schlägt es dir die Knie um die Ohrwascheln.“

Am Sonntag wird in Krasnaja Poljana Super-Kombination gefahren (Abfahrt 8 Uhr, Slalom 11 Uhr/ORF eins).

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.02.2012)

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7 Kommentare
Gast: Hans P.
12.02.2012 15:58
0 0

Maschinen

Ich bin ein großer Fan der Alpinen,aber ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren,das,wenn die Intelligenz des Fahrers auf einer Strecke wie in Sotchi gefordert ist,das gesamte Ösv-Team versagt.
Der Eindruck ist einfach der,hier fahren Maschinen,denen alles vorgekaut und nachgetragen wird.Intelligenz oder Eigeninitiative ist kaum bis gar nicht vorhanden.
Erfrischende Kämpfertypen wie es z.b. die Schweizer haben gibt es bei uns nicht.
Vielleicht sollte es in dem Großbetrieb Ösv auch auch mal menscheln im positiven Sinn.

Gast: Ösi
11.02.2012 18:38
0 0

Aha! Hate heute nicht der gewonnen, der am meisten saufen kann und ordentlich den WKR-Ball nachlallt!

Aber Tschuldigung, hab' vergessen hier geht es um Sport, wo ja der Bessere gewinnen soll.
Muss also diesmal ohne Schiebung gegangen sein, denn österreichische Schifahrer waren ja bisher die einzigen, die gedopt waren.

so long
Ösenpower

Re: Aha! Hate heute nicht der gewonnen, der am meisten saufen kann und ordentlich den WKR-Ball nachlallt!

Hate = Hass

Sie sind, mit Verlaub, ein seltsamer Zeitgenosse.

Gast: gert78922
11.02.2012 17:18
1 0

schon komisch

dass fast alle österreicher in einer kurve die zeit verloren haben

der reichelt macht halt immer irgendwo einen fehler, und verhaut sich so die ergebnisse - schade, aber bis zur olympiade ist noch viel zeit

2 0

Ey

Wenn die nicht mal zufrieden sind mit drei top ten platierungen kann ich senen auch nicht mehr helfen.

3 unter den Topten

was sind das für Schlagzeilen.
Ihr macht unser Land lächerlich.

Topten

Was für ein Unfug von einem Wort.

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