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Kostelic gewinnt Super-Kombi und kleine Kristallkugel

12.02.2012 | 12:55 |   (Die Presse)

Der Kroate Ivica Kostelic gewinnt vor dem Schweizer Beat Feuz, bester Österreicher wird Benjamin Raich als Fünfter. Kostelic holt sich die Disziplin-Wertung und ist auch im Gesamt-Weltcup Führender.

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[Sotchi/MHK] Auf dem Papier ist Ivica Kostelić der große Gewinner der Weltcup-Premiere am Schauplatz der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi: Er punktete in der Abfahrt am Samstag zumindest minimal, baute mit dem Sieg in der Super-Kombination seine Führung im Gesamtweltcup aus und gewann gleichzeitig die kleine Kristallkugel im Disziplinen-Weltcup. Doch der Kroate könnte in Sotschi einen Pyrrhussieg errungen haben: Im Ziel konnte er sich nur bedingt freuen, denn sein Knie machte Probleme. „Ich kenne diesen Schmerz, hatte ihn schon öfter und es war meist der Meniskus“, sagte Kostelić, ehe er hinkend den Zielraum verließ. Die Verletzung hatte er sich im Slalom der Super-Kombination zugezogen, als er einen Stich im bereits mehrfach operierten Knie verspürte. In der Klinik konnte zwar keine neue Verletzung festgestellt werden, Kostelić konnte aber kaum gehen.

Etwas schmerzlich verlief die Super-Kombination auch für Beat Feuz. Er hatte sich berechtigte Hoffnungen gemacht, Kostelić in der vierten und letzten Super-Kombination dieser Saison noch abzufangen. Der Schweizer, der am Samstag die Abfahrt gewonnen hatte, wurde mit 1,16 Sekunden Rückstand am Sonntag „nur“ Zweiter. Im Disziplinen-Weltcup fehlten ihm letztlich 36 Punkte. „Ich habe Ivica fahren gesehen und gewusst: Da muss ein großes Wunder passieren. Der Slalom war brutal schwierig, oben war es so eisig und unten hat es noch dazu gedreht. Für mich war das das Maximum, gegen die Slalomspezialisten hat man da keine Chance.“
Bester Österreicher wurde Benjamin Raich als Fünfter, er verbesserte sich nach einem starken Slalomauftritt um 23 Plätze. Romed Baumann, der nach seinem Sieg in Chamonix noch eine minimale Chance auf die kleine Kristallkugel gesehen hatte, fand weder im Abfahrts- noch im Slalomdurchgang ins Rennen: „Ich weiß nicht, was da falsch gelaufen ist, aber ich habe die Abstimmung für das Eis und die Schläge nicht gefunden.“


Tessa Worley siegt, Görgl Fünfte

Auch die ÖSV-Damen verpassten am Sonntag einen Podestplatz. Den Riesentorlauf in Soldeu in Andorra gewann die Französin Tessa Worley, die im Riesentorlauf auch in das Rote Trikot schlüpft. Elisabeth Görgl hatte als Fünfte und beste Österreicherin Glück: Beim vorletzten Tor hätte sie beinahe eingefädelt, touchierte die Torstange mit voller Wucht und dürfte sich eine Prellung am linken Unterarm zugezogen haben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.02.2012)

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