Ski alpin: Vonn feiert Weltcup-Sieg Nummer 51

26.02.2012 | 12:17 |   (DiePresse.com)

Die ÖSV-Damen landeten diesmal im geschlagenen Feld. Nicole Hosp liegt vorläufig an neunter Stelle.

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Lindsey Vonn eiltweiter von Erfolg zu Erfolg. Die 27-jährige US-Amerikanerin feierte am Sonntag mit dem Super-G-Triumph in Bansko ihren bereits 51. Weltcup-Sieg und zehnten in dieser Saison. Nach dem 18. Super-G-Erfolg ist sie nun vor der Steirerin Renate Götschl (17) auch die alleinige Nummer eins in der Weltcup-Geschichte in dieser Disziplin bei den Damen. Bei den Herren hat es Hermann Maier auf 24 Super-G-Triumphe gebracht.

Und nach dem Gewinn der kleinen Kristallkugeln in Abfahrt und Super-Kombination hat Vonn auch jene im Super-G praktisch schon in der Tasche. 94 Punkte beträgt ihr komfortabler Vorsprung vor dem letzten Super-G beim Weltcup-Finale Mitte März in Schladming auf ihre erste Verfolgerin Anna Fenninger, die nicht über Rang zehn hinauskam. Auch ihr bereits vierter Gesamt-Weltcup-Triumph rückt immer näher, hat sie doch schon 528 Zähler Vorsprung auf die zweitplatzierte Slowenin Tina Maze, die in Bulgarien hinter der Liechtensteinerin Tina Weirather und der überraschend starken Italienerin Daniela Merighetti Vierte wurde.

Vonn hatte nach einem schweren Fehler im Mittelteil eigentlich gar nicht mehr mit dem Sieg gerechnet. Doch nach einer perfekten Fahrt im unteren Teil lag sie am Ende fünf Hundertstel vor der Tochter der einstigen Ski-Größen Hanni Wenzel und Harti Weirather, die zum bereits fünften Mal in diesem Winter auf dem Podest landete, aber weiter auf ihren Debütsieg im Weltcup warten muss. Merighetti, deren bisher bestes Super-G-Resultat Platz neun in Garmisch gewesen war, hatte als Dritte auch nur sieben hundertstel Sekunden Rückstand auf Vonn.

"Oben war es okay, in der Mitte hatte ich aber einen großen Fehler. Da habe ich gewusst, dass ich fast nicht mehr gewinnen kann, und vom Steilhang bis zum Schluss Vollgas gegeben. Gott sei Dank ist es noch ausgegangen, das war ein cooles Rennen", erklärte Vonn, die froh war, dass die Abfahrt am Vortag wegen des zu starken Windes ausgefallen war. "Da konnte ich mich erholen."

Nach Bansko blieb für sie allerdings keine Zeit zur Erholung, denn es ging gleich zurück in die Heimat, wo sie in New York diverse Sponsor- und Pressetermine zu absolvieren hat. Vonn sah diesen US-Abstecher unmittelbar vor den Rennen von Freitag bis Sonntag in Ofterschwang aber auch positiv. "Vielleicht tut es mir gut, ein paar Tage vom Schnee weg zu sein."

Für Österreichs Ski-Damen setzte es im Skigebiet im Pirin Nationalpark eine Niederlage. Als beste ÖSV-Dame landete Nicole Hosp unmittelbar vor Fenninger auf Rang neun. Dabei war die Tirolerin nach dem "City Event"-Parallelslalom am Dienstagabend in Moskau zurück nach Wien gereist, um sich dort wegen einer Knieentzündung behandeln zu lassen. "Das hat mir sehr geholfen. Und in Anbetracht dieser Umstände bin ich mit diesem Ergebnis sehr zufrieden", betonte Hosp.

Fenninger war dagegen bitter enttäuscht. "Nicht nur wegen der Kristallkugel. Ich wollte nach meiner guten Super-G-Saison ja unbedingt auch ein Rennen gewinnen", verriet die Superkombinations-Weltmeisterin aus Salzburg, die im unteren Teil zu hart gefahren war. Noch schlechter waren Weltmeisterin Elisabeth Görgl, die nach einem Fehler beim dritten Tor ("Da hätte ich eigentlich abschwingen können") nur 23. wurde, und Olympiasiegerin Andrea Fischbacher, deren katastrophale Saison mit dem nächsten Ausfall ihre Fortsetzung fand.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: gert78922
26.02.2012 16:32
0 0

es wird auf lange Sicht den ÖSV-Damen nichts anderes übrigbleiben

als doch auf Herrenski umzusteigen diese Ski verhalten sich aufgrund des Aufbaus einfach ganz anders, als die Damenski - Vonn fährt mit einem Herrenski und dominiert die Speedbewerbe, die anderen sind nur Statisten - sicher braucht es Zeit bis man sich auf die Herrenski eingestellt hat, aber wenn man die Umstellung erfolgreich durchgeführt hat, dann ist Frau am Ende schneller, weil man auch die technik eher den Herren anpasst und die sind nun mal schneller, und die Herrenski sind in allen Belangen den Damenski überlegen

das ganze ist in etwa so, wie wenn im Slalom einer mit Carvingski fährt und alle andern mit der Technik und dem Material von Stangassinger - der Skisport entwickelt sich immer weiter, wer stehen bleibt hat verloren oder im Skispringen springt nur einer mit der V-Technik alle anderen Springen noch mit der anderen alten Technik - auch ein Weisflog brauchte lt eigener aussagen allein 100 Sprünge, um überhaupt die Skispitzen während des Fluges auseinander zu bringen


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