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Wikipedia-Tagung: Editierkriege und Einfluss von Dritten

03.09.2012 | 08:08 |   (DiePresse.com)

In Dornbirn ging am Wochenende die "WikiCon" zu Ende. Der Streit um die Bezeichnung des Donauturms löste eine exemplarische Kontroverse aus.

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Mehr als 200 Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein haben sich am Wochenende bei der größten Wikipedia-Konferenz (WikiCon) im deutschsprachigen Raum an der FH Vorarlberg in Dornbirn vor allem mit Freiheit bzw. Zensur im Internet und internen Herausforderungen auseinandergesetzt. In einer "Dornbirner Erklärung" wurde versucht, dafür bestimmte Leitplanken zu setzen.

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia sieht sich vermehrten Versuchen ausgesetzt, dass "starke Interessengruppen" auf die Inhalte Einfluss nehmen wollen. Diese Einflussnahme von Unternehmen, Verbänden, NGOs und staatlichen Stellen finde offen und verdeckt, zum Beispiel über bezahlte Lobbyisten statt. Für den Umgang damit brauche es klare Linien, forderte Heinrich Rudolf Bruns bei einer Podiumsdiskussion auf der "WikiCon". Der deutsche Journalist und Blogger gilt als Wikipedia-Insider. Er meint, dass "kaum ein Weg daran vorbeiführen wird, uns (Wikipedia, Anm.) zu öffnen". Der inhaltliche Input, beispielsweise durch PR oder etwa auch von Wissenschaftlern, die Wikipedia vielfach skeptisch gegenüberstehen, sollte jedoch lediglich bestenfalls als Basis eines Artikels dienen.

Wie Artikel auf Wikipedia zustande kommen und wer darüber bestimmt, war auch auf der WikiCon in Dornbirn ein umstrittenes Thema. Hinter den Kulissen von Wikipedia toben sogenannte Editierkriege zwischen Autoren und Administratoren um Relevanz, Wahrheitsbeweise und Formulierungen. Sie können die "Community" spalten, erinnerte Bruns an eine besonders heftig geführte Auseinandersetzung, der schließlich der "Spiegel" 2010 einen langen Artikel widmete. Es ging um die Frage, ob der Donauturm in Wien "nur" ein Aussichtsturm sei oder auch in die Kategorie Fernsehturm falle. Die daran entzündete Diskussion respektive über die grundsätzliche Frage wer über die Inhalte der Online-Enzyklopädie letztendlich entscheidet, nahm bis dahin ungeahnte Ausmaße an. Unter den Reitern "Diskussion" und "Versionsgeschichte" ist bei den einzelnen Wikipedia-Artikel nachzulesen, wie um Inhalte gerungen und gestritten wird.

Der Umgang untereinander ist auch im Zusammenhang mit der rückläufigen Zahl an Wikipedia-Autoren zu sehen bzw. neue zu gewinnen. Auf der WikiCon in Dornbirn gab es verschiedene Workshops, um Interessierte für eine Mitarbeit zu gewinnen.

 

(APA)

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16 Kommentare
Gast: Wer ist Zuständig...
03.09.2012 13:37
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Drei Möglichkeiten für eine fachgerechte Entsorgung

1.) Die MA 48
2.) Wien Kanal, die EBS Simmering klärt alles.
3.) Schnellöschantrag: Wikipedia

Am besten erstmal eine Schnellöschung für Wikipedia durchführen, dann in der EBS Simering klären und die verbleibenden Buchstaben bei der MA 48 entsorgen!

Jetzt verstehe ich ihren Frust:

Sie wurden gesperrt!

Dann ist alles klar!

Antworten Antworten Gast: @An Freizeichen!
03.09.2012 14:09
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Re: Jetzt verstehe ich ihren Frust:

Das ist eine Qualitätszeitung die sich dadurch auszeichnet das nichts ist wie es sein sollte, und Wikipedia-Taliban in ihrem Glaubensbekenntnis gerne verkünden!

Wikipedia ist nicht die Wahrheit sondern der Informationsgehalt beruht auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geschrumpft zu sein, da haben sogar Kommentare einen Mehrwert auf der DiePresse.com wo es mehr als hitzig zugeht!

Anstatt hier herumzunörgeln an den Kritikern wäre es besser wenigsten einen der Millionen Fehler dort zu korrigieren, bleibt die Frage wieviel Freude man dort mit Wikipedia-Taliban hat?

noch ein neuer Gastaccount:

aber nach Durchsicht stelle ich fest, das reicht noch nicht um in Wikipedia mitdiskutieren zu können, geschweige denn, auch nur den geringsten Artikelbeitrag mit Bestand zu erstellen.

Antworten Antworten Gast: Mal Nachfragen!
03.09.2012 13:55
0 1

Re: noch ein neuer Gastaccount:

Ich wurde weder gesperrt und auch meine Artikel hätten wenn ich wollte Bestand!

Klar haben Artikel dort keinen Platz mit der These das Wikipedia Propagandist des Kapitalismus ist!

dieser Artikel ist so schlecht

der würde in Wikipedia nicht einmal auf einer Diskussionsseite Bestand haben.

Antworten Gast: Mist für Mist...
03.09.2012 13:28
1 3

Re: dieser Artikel ist so schlecht

Es ändert am Umstand nichts das Wikipedia Mist und Dreck ist, dafür genügt auch ein mittelmäßiger Artikel!

Aha, Gastaccountname geändert?

Aber auch sie können mitmachen! Da gibts für den Anfang die Wikipedia-Spielwiese, da kann man nichts kaputtmachen.

Ich bin überzeugt, mit ihren Skills wird Wikipedia in kurzer Zeit gesunden.

Antworten Antworten Antworten Gast: Wikipedia ist totalitär
03.09.2012 15:18
1 0

Re: Aha, Gastaccountname geändert?

mitmachen darf aber nur der, der genau die gleiche Meinung zu einem Artikel hat, wie diejenigen Editoren und Administratoren, die darauf hocken

Diversität und Fremdmeinungen sind in der autokratischen Totalitäropedia unerwünscht, die dokumentierten Beispiele sind Legion

suchen Sie sich ein sinnvolleres Hobby

Gast: Ich-Form
03.09.2012 13:09
1 0

Encarta und die Wikipedia Katastrophe!

Wikipedia ist ein System-Super Gau, der von sich eine Perfektion verlangt die nicht mal annähernd in renommierten Zeitschriften wie Spektrum der Wissenschaft in Papierformat erreicht wird.

Und Wikipedia verfälscht auch die Geschichte, so gibt es heute nicht mal mehr einen Hinweis auf die Urbanen Legenden zum Reichsbrückeneinsturz, durch Vornethalten wird der Jugend diese Information vorenthalten und ein staatliches Obrigkeitsdenken zementiert!

Wikipedia bräuchte eigentlich nur mehr darüber Diskutieren ob das Begräbnis nun erste Klasse mit Kapelle, oder dritte Klasse auf einem Armengrab mit Tonbandmusik abgehalten werden soll?

Erstaunlich hingegen ist, das M$ Encarta aufgegeben hat, im Irrglauben das Wikipedia derartige Produkte unnötig machen, dank Wikipedia lächts der Mensch nach Dingen wie Encarta, bei der sich niemand aufgeregt hat, das so manche Beiträge auch die Ich Form hatten und auch so etwas wie eine persönliche Meinung aufwiesen, und Spektrum erlaubt noch immer das es zu einem Thema auch mehrere Meinungen geben darf und die absolute Wahrheit nur den kleinsten Gemeinsamen Nenner aufweisen kann, auf dem jede Vielfalt vernichtet wird!

Gast: so viele Fehler auf Wikipedia
03.09.2012 11:20
5 2

Wikipedia ist

von Leuten, die Halbweisheiten mit dem Löffel gefressen haben für Leute, die Halbweisheiten mit dem Löffel fressen möchten

Ach ja?

Zeigen sie mir doch solche Artikel! Sicherheitshalber noch die Gegenartikel dazu in anderen anderen Online - Medien. Und dasselbe dann bei Brockhaus und der Encylopaedia Britannica.

Dann vergleichen wir.

Dann werden wir ja sehen, was tatsächlich von ihrem überheblichen Wortspiel übrig bleibt.

Antworten Antworten Gast: so viele Fehler auf Wikipedia
03.09.2012 15:15
0 0

Re: Ach ja?

sobald in Wikipedia die Autoren mit Klarnamen schreiben, werde ich das Geschreibsel dort etwas ernster nehmen - dann weiß man wenigstens, aus welcher Richtung der Wind weht

zur Zeit liefern sich ideologisch Investierte Grabenkämpfe, um ihre Sicht der Welt durchzudrücken und so denjenigen reinzudrücken, die zu faul sind, sich eine reputable (also nachverfolgbare und nachvollziehbare) Quelle zu suchen

bis Klarnamen auftauchen, nehme ich Wikipedia so ernst wie die Kommentare und Kommentatoren hier - ein netter Zeitvertreib, aber wer sowas für bare Münze nimmt oder zitiert, ist selber schuld

Gast: ABCLehrer
03.09.2012 10:34
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@Presse-Redaktion

Es wurde nicht nur über Wikipedia diskutiert, es ging auch um andere Wiki-Projekte, u.a. gehört auch OSM dazu.
Vielleicht davon gehört? Wenn nicht, einfach (zu schwierig?) einmal recherieren.

Der Artikel kommt anonym von der APA

da war nicht einmal ein Presse-Redakteur dabei.

Füllmaterial der dümmsten Sorte, sozusagen.

Ein 08/15 Artikel, unzureichend recherchiert

Ich verfolge die Thematik um den Editwar auf Wikipedia schon eine geraume Zeit. Die Auseinandersetzung der Autoren dreht sich in Wirklichkeit um die Unterwanderung der Wikipedia durch Administratoren aus der linken Szene, die lediglich ihre Weltanschauung zulassen wollen. An neutral geschriebenen Artikeln wird dabei so lange herumgepfuscht, bis es "paßt". Das hat zu einem offenen Brief an den Wikipedia-Gründer geführt, der von namhaften Persönlichkeiten unterzeichnet wurde und in dem die Forderung nach einer ideologiefreien Wikipedia erhoben worden ist.