Wiener Linien: Brauner ordnet Datenfreigabe an

Open Data: Wiens Vizebürgermeisterin fordert, dass der Verkehrsbetrieb bis zum Sommer Echtzeitdaten für Entwickler zur Verfügung stellen muss.

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Wiener Linien Brauner ordnet – APA-FOTO: SCHNEIDER Harald

Die Wiener Linien müssen bis zum Sommer ihre Daten für die Nutzung durch private Entwickler zur Verfügung stellen. Die ressortzuständige Finanzstadträtin und Vizebürgermeisterin Renate Brauner hat das Unternehmen angewiesen, im Rahmen der „Open Data“-Initiative der Stadt Wien eine Lösung zu finden, wie das geschehen kann. Das teilte Brauner-Sprecher Ferdinand Pay der "Presse" mit. Die Echtzeitdaten, Haltestelleninfos und Linienpläne können ab dann etwa für Handy-Apps genutzt werden. Die Wiener Linien haben das in ihrem Blog ("Wir haben verstanden") bereits bestätigt.

Hintergrund ist der steigende Druck privater Softwareentwickler, auf die Daten zugreifen zu können. Die Wiener Linien hatten sich lange geweigert, die Daten freizugeben. Doch zuletzt hat die Initiative „Offene Öffis“ (www.offene-oeffis.at) innerhalb von fünf Tagen mehr als 500 Unterschriften für eine Petition gesammelt, damit das Thema im Wiener Landtag behandelt werden muss. Der Behandlung im Petitionsausschuss ist nun Brauner zuvorgekommen.

Im rot-grünen Regierungsübereinkommen vom November 2010 ist die Umsetzung einer Open Government-Initiative enthalten. Die ersten Daten hat die Stadt Wien im Mai 2011 veröffentlicht, insgesamt sind auf der Website http://data.wien.gv.at rund 170 Datensätze öffentlich gemacht worden, die externe Entwickler für Apps nutzen können.

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