Wiener Linien: Brauner ordnet Datenfreigabe an

29.03.2013 | 10:44 |  Erich Kocina (DiePresse.com)

Open Data: Wiens Vizebürgermeisterin fordert, dass der Verkehrsbetrieb bis zum Sommer Echtzeitdaten für Entwickler zur Verfügung stellen muss.

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Die Wiener Linien müssen bis zum Sommer ihre Daten für die Nutzung durch private Entwickler zur Verfügung stellen. Die ressortzuständige Finanzstadträtin und Vizebürgermeisterin Renate Brauner hat das Unternehmen angewiesen, im Rahmen der „Open Data“-Initiative der Stadt Wien eine Lösung zu finden, wie das geschehen kann. Das teilte Brauner-Sprecher Ferdinand Pay der "Presse" mit. Die Echtzeitdaten, Haltestelleninfos und Linienpläne können ab dann etwa für Handy-Apps genutzt werden. Die Wiener Linien haben das in ihrem Blog ("Wir haben verstanden") bereits bestätigt.

Hintergrund ist der steigende Druck privater Softwareentwickler, auf die Daten zugreifen zu können. Die Wiener Linien hatten sich lange geweigert, die Daten freizugeben. Doch zuletzt hat die Initiative „Offene Öffis“ (www.offene-oeffis.at) innerhalb von fünf Tagen mehr als 500 Unterschriften für eine Petition gesammelt, damit das Thema im Wiener Landtag behandelt werden muss. Der Behandlung im Petitionsausschuss ist nun Brauner zuvorgekommen.

Im rot-grünen Regierungsübereinkommen vom November 2010 ist die Umsetzung einer Open Government-Initiative enthalten. Die ersten Daten hat die Stadt Wien im Mai 2011 veröffentlicht, insgesamt sind auf der Website http://data.wien.gv.at rund 170 Datensätze öffentlich gemacht worden, die externe Entwickler für Apps nutzen können.

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25 Kommentare
 
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Bis Dezember 2009

konnte man über Google Maps auch die Fahrpläne eines Großteils der öffentlichen Verkehrsmittel in ganz Österreich - so auch der Wiener Linien - abfragen. Die Daten wurden bis dahin von den ÖBB geliefert. Seit Dezember 2009 funktioniert das nicht mehr.

http://rokory.wordpress.com/2010/09/17/wer-ist-bser-die-wiener-linien-oder-google/

Auch auf mehrfache Nachfrage kamen keine einleuchtenden Antworten. Das mit der Datensicherheit kann doch nur ein Witz sein ...

Seltsam!

Eine Stadträtin kann einer "angeblich frei entscheidender" Firma was vorschreiben... aber wenn die Tarife erhöht werden, singen Häupl und seine Kumpan(In)en das Lied von ".. da kon i nix mochn".. VERLOGENE ROTE BANDE!

Die Wr. Linien

sind der größte Staat im Staat und daher haben sie kein Interesse best gehütete rote Staatsgeheimnisse preis zu geben. Die sind eine geschützte geschlossene Gesellschaft. Hier wird nur mit drohen und Einschüchtern gearbeitet sonst würde der straff geführte Betrieb nicht so funktionieren. Das alle 3-4 Minuten eine U-Bahn fährt, hat schon seine Hintergründe.Mit einem locker geführten Personal geht das sicher nicht.

Danke!

Auch das muss einmal gesagt werden, auch wenn es seeeeehr lange gedauert hat ;-)

Re: Danke!

Schließe mich an. Endlich die richtige Entscheidung.

diese Frau Brauner sollte erstmal beginnen,

den roten Sumpf in Wien offen zu legen und nicht mittels solch fadenscheiniger Versprechen welche niemanden (keinem Bürger und Steuerzahler) etwas bringen, von den wahren Problemen ablenken zu versuchen !

Ausserdem sollte sie wie der Bürgermeister auch endlich zurücktreten, um endlich einem modernen und dem Bürger nahen Wien Platz zu machen !!!!

Re: diese Frau Brauner sollte erstmal beginnen,

Wenn es keinem was bringt die Daten freizugeben..........warum regen sich dann alle auf dass es noch nicht passiert ist? Doch nicht etwa nur weil die Regierung Rot ist und man was finden muss was nicht passt?

Weiß irgend wer weshalb?

Weiß irgend wer weshalb die so auf ihren Daten sitzen? Was ist der Grund dafür das man die quasi zwingen muss?

Re: Weiß irgend wer weshalb?

offiziell: Sie haben Angst, das apps schlecht damit umgehen was dann auf die wr. Linien negativ zurückfällt

inoffiziell: die haben schiss dass keiner mehr ihr "tolles" qando benutzt, weniger in dieses APP investiert wird und ein paar rote Freunde weniger kassieren.

Re: Re: Weiß irgend wer weshalb?

Offiziell 2. Teil: Sie haben Angst, dass sie mit der Schnittstelle für die Apps eine Sicherheitslücke in die Kernsysteme aufmachen.

Re: Re: Re: Weiß irgend wer weshalb?

im Ernst? *lol*

wunderbar & dranbleiben

danke für bericht!

sommer 2013 und open data der wienerlinien,
ist mal die überfällige ansage

wichtig wären lat u. lon aller Züge/Busse

der Infogehalt der "geplanten" Abfahrten ist eher gering.

haben die wiener linien die genauen positionsdaten

oder braucht es dazu gps im u-bahn-tunnel? wenn ja, hätte ich auch gerne höhe über meeresspiegel, beschleunigung, momentangeschwindigkeit und was es sonst noch an daten gibt.

warum sich mit dem kleinen finger begnügen, wenn man die ganz hand haben will ;-)

ps: mit interpolation der echtzeitdaten kommt man auch ziemlich weit, solange die straßenbahn am gleis bleibt.

Re: haben die wiener linien die genauen positionsdaten

Natürlich haben sie genaue Standortdaten der Ubahnen.

Und Qando verwendet die gleichen Echtzeitdaten wie die Anzeigen an den Stationen (auch für Bus/Bim). Die geplanten Zeiten werden nur dann verwendet wenn auf den Anzeigen auch nur steht "Bitte Fahrplanaushang beachten".....also irgendwo ein Hund im System ist.
Ausserdem werden nur die geplanten Zeiten bei den Linien angezeigt die nicht von den WL selber betrieben werden /67A zB), da gibts keine Echtzeitdaten.

Linz zeigt wie's gehen kann

Eine hübsche Visualisierung des öffentlichen Verkehrs mit Echtzeitdaten sieht man auf linz.faehrt.at.

Die App wurde schon 2011 von Studenten der Uni Linz gemacht.

Vielleicht gibt es bald wien-bis-bregenz.faehrt.at; das wäre schön!

weiß die überhaupt...

was "daten" sind?

*fg

Sehr gut!


Wann werden ALLE Finanzdaten + die "ausgegliederter" Unternehmen endlich veröffentlicht?



"Der Behandlung im Petitionsausschuss ist nun Brauner zuvorgekommen"

Bitte kann mich ein Jurist kur aufklären: Ist Frau Brauner der Behandlung wirklich zuvorgekommen oder muss es dennoch behandelt werden?


Re: "Der Behandlung im Petitionsausschuss ist nun Brauner zuvorgekommen"

Bin kein Jurist, aber ich verstehe den Satz so dass Ihre Entscheidung der zukünftigen Entscheidung des Petitionsausschusses zuvorgekommen ist.

Re: Re: "Der Behandlung im Petitionsausschuss ist nun Brauner zuvorgekommen"

Behandelt werden muss es trotzdem - und dabei könnten interessante Kleinigkeiten behandelt werden, die sonst untergehen!

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Hat die Frau Brauner die 30 Mio. Euro schon zurückbezahlt

die sie mutmaßlich eigenhändig verzockt hat? Es gilt die Unschuldsvermutung.

Aber interessant ist es, wie sie sich nach dem HVB-Deal dennoch im Sessel halten konnte. Das System funktioniert, zumindest für die Günstlinge.

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Brauner handelt nur

Wenn ihr das Wasser bis zum Halse steht!
Typisch rot präpotentes Verhalten!

Re: Brauner handelt nur

Präpotent braune Aussage.

 
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