Die Internet-Aktivisten der Gruppe Anonymous haben den Mitschnitt einer vertraulichen Telefonkonferenz zwischen FBI und Scotland Yard auf "YouTube" veröffentlicht. In dem 17-minütigen Telefonat sprechen die Beamten über die Ermittlungen gegen Anonymous und die Hacker-Gruppe LulzSec. Auch Namen von Verdächtigen wurden genannt. Im Telefonat ging es unter anderem darum, dass FBI-Beamte zu Verhören von Verdächtigen in Großbritannien hinzugezogen werden möchten. Scotland Yard wollte sich noch nicht darauf festlegen, ob das möglich sei oder nicht. Das FBI hat am Freitag die Echtheit des Gesprächs, das am 17. Jänner stattgefunden hatte, bestätigt.
Einem Bericht von "Spiegel Online" zufolge stellten die Anonymous-Anhänger auch eine E-Mail ins Internet, in der ein FBI-Mitarbeiter die Telefonnummer für die Konferenz und eine Pin-Nummer mitteilt. Die Aktivisten hatten also vermutlich Zugriff auf den E-Mail-Account und konnten sich so in die Konferenz einwählen.
Name von Ermittlern veröffentlicht
Mit der E-Mail wurden offenbar auch die Namen und E-Mailadressen von 44 Ermittlern in den USA, Schweden, Frankreich, Irland und Großbritannien veröffentlicht, die mit Anonymous-Ermittlungen betraut sind.
Am Freitag schrieb Anonymous unter anderem auf Twitter: "Wir sind natürlich noch nicht fertig für heute. Wir haben Euch einen langen Tag versprochen, und wie Ihr vielleicht wisst, halten wir unser Wort."
Die Aktivisten der losen Gruppierung machten zuletzt in Österreich auf sich aufmerksam, als sie wenige Stunden vor der Eröffnung des umstrittenen WKR-Balls die Homepage des Wiener Korporationsringes gehackt hatten (mehr dazu ...).
(Red.)
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