Bei Online-Dienstleistungen strebt die EU-Kommission gemeinsame europäische Standards für Datenschutz und IT-Sicherheit an. Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) am Montag berichtete, will die Kommission in diesem Monat eine Mitteilung für "eine ganzheitliche Cloud-Computing-Strategie in der EU" vorlegen. Für Cloud-Dienste soll es dann ein eigenes "Made in Europe"-Siegel geben. Die Mitteilung wäre rechtlich nicht bindend.
Unter anderem sieht die Strategie ein einheitliches gesetzliches Rahmenwerk vor, da die Regeln auf regionaler, nationaler und EU-Ebene derzeit unterschiedlich sind. EU-Kommissarin Nelie Kroes schlägt dem Bericht zufolge einen Zertifizierungsmechanismus vor, der anzeigt, in welchem Maße von den Anbietern Datenschutz und Sicherheit garantiert werden. Außerdem sollen im Rahmen eines internationalen Dialogs regelmäßige Gespräche mit den USA und Japan geführt werden, in denen es um den internationalen Datenverkehr und die Koordinierung von Datensicherheit auf globaler Ebene gehen soll.
Beim Cloud Computing sind Fotos, Musikstücke und andere Dateien oder Anwendungen nicht mehr auf einem festen Rechner gespeichert, sondern über das Internet auf Servern der Anbieter ausgelagert.
(APA/AFP)
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