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Intel setzt auf Windows 8: 20 Tablets und 140 Ultrabooks kommen

18.07.2012 | 11:51 |   (DiePresse.com)

Der Chiphersteller Intel leidet unter sinkenden PC-Absätzen. Große Hoffnungen liegen auf Windows 8 und dem Tablet-Markt. Intels Umsätze werden heuer nur um drei bis fünf Prozent wachsen.

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Wenn der Chip-Gigant Intel vorsichtig wird, bedeutet das nichts Gutes für die Computerbranche. Das Unternehmen hat seine Wachstumsprognose zurückgeschraubt, hofft aber zum Jahresende auf neue Impulse mit der Einführung von Windows 8. Für das neue Betriebssystem sollen 20 Tablets und 140 neue Ultrabooks mit Intel-Prozessoren auf den Markt kommen. Der weltgrößte Chip-Hersteller spürt derzeit in seinen Geschäftszahlen aber eine schwache Nachfrage nach Computern. Wegen der Herausforderungen in der Weltwirtschaft "wird unser Wachstum langsamer sein als wir erwartet hatten", sagte Konzernchef Paul Otellini. Das kalifornische Unternehmen korrigierte daher seine Prognose beim Umsatz für das Gesamtjahr von einer Steigerung im hohen einstelligen Prozentbereich auf ein Wachstum von drei bis fünf Prozent.

Der Intel-Umsatz im zweiten Quartal stieg im Jahresvergleich um 4 Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar (10,99 Milliarden Euro). Das größte Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum - ein Plus von 15 Prozent - verzeichnete der Konzern mit Chips für leistungsstarke Firmenrechner und Speichersysteme für Rechenzentren. Diese werden auch für die zurzeit besonders aktuellen Cloud-Lösungen benötigt, also für die Bereitstellung von IT-Diensten aller Art über das Internet. Der Gewinn von Intel ging angesichts hoher Entwicklungskosten um 4 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar zurück.

Intel-Chef: "140 Ultrabooks in der Pipeline"

Für Windows 8 hegt Otellini große Hoffnungen. Es befänden sich derzeit 140 Geräte der schlanken Ultrabook-Laptopkategorie "in der Pipeline", sagte der Intel-Chef. All diese basieren auf der aktuellen "Ivy Bridge"-Plattform. 40 der Geräte werden einen Touchscreen besitzen, "ein Dutzend" wird in die Kategorie "Convertibles" fallen, die zwischen einem Tablet- und Laptopmodus wechseln können. Viele Hersteller haben bereits auf der Computex im Juni Modelle für Windows 8 angekündigt, die Touchscreens im klassischen Laptop-Gehäuse bieten. Windows 8 ist vorrangig für die Bedienung per Fingergesten ausgelegt. 20 kommende Tablet-Designs sollen auf Intels kostengünstiger Atom-Plattform der "Clover Trail"-Generation basieren, sagte Otellini weiter.

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ARM noch stärker bei Mobilgeräten

Die Chips von Intel sind für die Branche nach wie vor von überragender Bedeutung. So treiben Intel-Prozessoren vier von fünf PCs an. Schwachpunkt ist jedoch bisher das Geschäft mit den boomenden Tablet-Computern und Smartphones, in denen zumeist ein Prozessor tickt, dass auf der Technologie des britischen Entwicklers ARM beruht. Die steigende Beliebtheit der mobilen Geräte hielt viele Verbraucher zuletzt auch von der Anschaffung eines neuen PCs ab.

Intel hat heftig in stromsparende Chips für die neuen mobilen Geräte investiert, um hier den Anschluss wiederzufinden. Ende 2012 wird sich zeigen, ob der Hersteller dank Windows 8 auch im Tablet-Markt sich etablieren kann. Smartphones mit Intel-Chips und Android-Betriebssystem werden bereits in Indien und China vertrieben. 

Chiphersteller leiden unter sinkenden Absätzen

Die Anleger scheinen von Intels eingetrübten Aussichten für das restliche Jahr nicht sonderlich überrascht worden zu sein. Nachbörslich fiel die Aktie nur leicht. Kürzlich hatte bereits der kleinere Rivale AMD vor einem schwächeren Geschäft gewarnt und sogar einen Umsatzrückgang angekündigt. Dies steht im Einklang mit Informationen der Marktforscher von Gartner zu stagnierenden Auslieferungen neuer PCs.

Intel hatte erst jüngst verkündet, beim niederländischen Branchenausrüster ASML einzusteigen und sich auch an Neuentwicklungen zu beteiligen. Damit würde der Konzern noch mehr Einfluss in der Branche bekommen. Intel gehört zu jenen Halbleiter-Firmen, die ihre Chips noch in eigenen Werken fertigen. Viele Konkurrenten lassen das aus Kostengründen mittlerweile von sogenannten Auftragsfertigern erledigen; AMD lässt seine Prozessoren unter anderem von Globalfoundries in Dresden produzieren.

(APA/dpa/Red.)

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5 Kommentare

Windows 8

der Flop wird nicht das Tablet sondern Windows 8...

In Office Umgebungen wird sich das nicht durchsetzen. Zumindest sehr lange nicht. Von der Lebensdauer ist Win7 das neue WinXP. ich rechne mit 10 Jahren Nutzungsdauer bei Win7. Sprich, eine Konsumentengruppe wird mit Win8 nicht erreicht werden: Firmen.

Die Tablets und Ultrabooks werden nebenbei einfach zu teuer sein damit diese sich durchsetzen könnten.

Von der Akkulaufzeit steht Apple mit Sicherheit auch außer Konkurrenz zu Intel Tablets.

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20 Tablets?!?

EIN gutes würde reichen...

wer kauft ein "Ultra" wenn er ein IPad haben kann

keiner

Re: wer kauft ein "Ultra" wenn er ein IPad haben kann

Muahahaha. Welcher halbwegs intelligente Mensch kauft etwas von Apple? Keiner.

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Re: wer kauft ein "Ultra" wenn er ein IPad haben kann

weil ein ipad ein spielzeug und für medienkonsum geeignet ist und kein vollwertiger computer mit dem man beruflich auch wirklich arbeiten kann.

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