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Streaming-Dienste: Musikgenuss mit Ablaufdatum

24.07.2012 | 16:51 |  Von Uwe Fischer (Die Presse)

Streaming-Dienste erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Das neuartige Vertriebsmodell hat für Nutzer allerdings auch seine Tücken. Man kann die Musik nicht auf jedem beliebigen Gerät abspielen.

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Die Ära der Musik-CD geht langsam, aber sicher zu Ende: In Österreich wird laut einer aktuellen Studie des Verbandes der heimischen Musikwirtschaft, IFPI Austria, bereits jeder fünfte Musiktitel online gekauft, in den USA sind es bereits 50 Prozent. Im Schnitt bezahlt man heute für ein legal heruntergeladenes Lied etwas mehr als einen Euro, was sich in etwa mit den herkömmlichen CD-Preisen deckt. 750.000 User haben in Österreich im Vorjahr insgesamt rund 16 Millionen Titel legal aus dem Internet heruntergeladen, der Umsatz, den die 32 hierzulande aktiven Onlineshops damit erzielten, lag bei 24 Millionen Euro.

Geliehene Musik

Neben den kommerziellen Downloads hat sich mittlerweile ein weiteres Musik-Vertriebsmodell etabliert: das sogenannte Streaming. Der Konsument kauft nicht mehr einen bestimmten Titel, sondern erwirbt gegen eine monatliche Gebühr das Recht, jeden beliebigen Song auf seinem PC oder Handy anzuhören, sooft er will, und solange das Abo läuft. Diese Form des Musikkonsums ist für den Nutzer wesentlich billiger als die Downloadvariante – eine Premium-Mitgliedschaft bei Spotify, Deezer oder Simfy beispielsweise kostet nur etwa zehn Euro pro Monat. Geködert werden die Kunden von den Anbietern auch durch Gratisangebote. Diese verfügen allerdings über einen stark eingeschränkten Leistungsumfang und nerven durch Werbeeinschaltungen. Wer die Onlinemusik wirklich genießen will, kommt um ein bezahltes Abo daher nicht herum.

Das Streaming-Modell hat aber einen gravierenden Nachteil: Man kann die Musik nicht auf jedem beliebigen Gerät abspielen. Während man aus dem Netz heruntergeladene oder von einer CD konvertierte MP3 auf jedem beliebigen MP3-Player abspielen kann, wird kommerzielles Streaming erst von wenigen Geräten unterstützt. Zu diesen gehören etwa der neueste Heimkino-Receiver von Onkyo, einige Geräte der Philips Streamium-Familie, das Digital Music System von Sonos oder die Logitech Squeezebox (Modell Radio beziehungsweise Touch). Mit ihnen lassen sich etwa die Premium-Services von Spotify problemlos nutzen, wobei die beiden Letztgenannten auch zu Deezer kompatibel sind.

Rechtliche Einschränkungen

In der Regel sind Streaming-Dienste aber sowieso eher für eine Smartphone- oder PC-Nutzung interessant, wobei nicht unbedingt eine permanente Verbindung mit dem Internet vorausgesetzt wird. In Verbindung mit dem sogenannten Offline-Modus können Musikdateien bei Bedarf im Computer- oder Handyspeicher zwischengelagert und später beispielsweise im Flugzeug oder im Ausland abgespielt werden. Aufgrund eines ausgeklügelten Digital Rights Management (DRM) ist es allerdings nicht möglich, die Songs auf ein anderes Gerät zu übertragen und dort abzuspielen. Theoretisch besteht zwar die Möglichkeit, den Audiostream während der Wiedergabe am PC über eine Software wie „Audials Tunebite“ mitzuschneiden und dann als MP3 abzuspeichern, dabei riskiert man aber eine Verletzung der Nutzungsbedingungen von Spotify und Co.

Soziale Netzwerkanbindung

Ein wesentliches Plus der Streaming-Dienste ist ihre Verknüpfung mit sozialen Netzwerken wie Facebook. So kann man seine eigenen Wiedergabelisten mit Freunden teilen und umgekehrt auf diese Weise selbst auf neue Titel stoßen.

Ein raffiniertes Community-Tool ist die in Österreich entwickelte Handy-App „Moosify“, die den Benutzer dabei unterstützt, Leute mit ähnlichem Musikgeschmack kennenzulernen. Als Basis dafür dient ein Spotify-Account. Auch die Locations, in denen der Benutzer verkehrt, werden bei der Suche berücksichtigt. Die App ist sowohl für Android- als auch Apple-Handys verfügbar.
Die App „Sonarflow“, die auf iPhone und iPad läuft, greift ebenfalls auf Spotify als offene Musikplattform zu: Die Software erstellt aus dem bei Spotify hinterlegten Profil sogenannte Playlist-Bubbles, in denen dem Benutzer durch einfaches Antippen ähnliche Interpreten und Titel vorgestellt werden. Die deutsche App „Eventim“ hingegen nutzt Spotify, um auf aktuelle Musik-Events in der Nähe aufmerksam zu machen.

WEITERE INFORMATIONEN UNTER

www.spotify.at
www.simfy.at
www.deezer.com

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17 Kommentare
Gast: User
25.07.2012 16:09
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Ich bezahle nicht für heruntergeladen Musik

So etwas machen nur Idioten.
Ich kaufe CD`s, wenn sie gut genug sind(auch neue bekommt man oft schon zwischen 5 und 8 Euro) - die kann ich in vielen Jahren noch immer abspielen.
Meine älsteste CD ist aus 1985 - keine Qualitätseinbußen oder sonstwas.
Stinknormale Dateien aus dem Jahr 1998 kann ich wegen veralteten Formats nur mehr mühsam lesen.
Die Qualität von manchen Mp3`s gar nicht mal erwähnt.

Gast: so viele kluge menschen hier
25.07.2012 06:35
2 0

Im Schnitt bezahlt man heute für ein legal heruntergeladenes Lied etwas mehr als einen Euro, was sich in etwa mit den herkömmlichen CD-Preisen deckt.

Und : bekommt dafür oft eine minderwertige bis erbärmliche Klangqualität.

Kostenpflichtige Downloads von Klassik kann man meist völlig vergessen - und bei Pop-Musik ist's kein Genuss.

Im besten Fall bekommt man eine brauchbare Grundlage, die man mit eigener Audio-Nachbearbeitung zu anhörbarer Musik verbessert.

Für Downloads genausoviel zu verlangen, wie für CDs (die ja hergestellt, mit Cover versehen und versandt werden müssen) und für minderwertige Qualität von Downloads dasselbe zu berechnen wie für hervorragende Klangqualität auf CDs - das ist eine Frechheit und passt in den Trend : möglichst viel abkassieren für möglichst minimale "Leistung".

Re: Im Schnitt bezahlt man heute für ein legal heruntergeladenes Lied etwas mehr als einen Euro, was sich in etwa mit den herkömmlichen CD-Preisen deckt.

von Itunes bezogene MP3s sind in einer sehr guten Qualität. Wenn sie sich auf Youtube-MP3 beziehen stimme ich Ihnen zu. Mittlerweile sind MP3s einer AudioCd sicherlich überlegen, weiters warum sollt ich ein Album kaufen, wenn mir nur 2 Titel daraus gefallen, das kann ich mir beim Download aussuchen, was den Download im Schnitt ebenso einer CD wesentlich billiger macht.

Gast: SJHildebrandt
24.07.2012 23:01
0 0

Streaming Hilfe für Spotify

Wer dazu noch einen guten Tipp brauchst um seinen kostenlosen Streamingdienst wie Spotify auf die Anlage zu zaubern, findet ihn hier:

http://stefan-jean-hildebrandt.de/spotify-drahtlos-auf-die-hi-fi-anlage-streamen/

Also, wer heutzutage noch für ein Lied bezahlt...

...ist ein Idiot. Ins Detail möchte ich jetzt nicht gehen, aber wer für Download Musik bezahlt hat einfach keine PC-Kenntnisse.

Re: Also, wer heutzutage noch für ein Lied bezahlt...

Vielleicht haben auch Käufer wie ich Interesse den Künstler zu unterstützen. Niemand produziert etwas, wenn es nicht gekauft wird. Was sie machen ist einfach nur schäbig.

Ich habe bis ich 18 war runtergeladen weil ich kein Einkommen hatte(Jahrgang 87) und seither mehrere Tausend € in PC spiele investiert sowie DVDs und BluRays ebenso im 3stelligen Wert zu Hause. Und MP3s sowie Hörbücher und Bücher die mir gefallen(könnten) kaufe ich.

Leute die bezahlen, mangelt es nicht an PC-Kentnissen sondern haben etwas woran es ihnen mangelt: Anstand und Respekt.

Was mich allerdings ärgert sind die Vertriebswege, dass diese meistens nachwievor komplizierter sind als diverse Torrentseiten.

Re: Re: Also, wer heutzutage noch für ein Lied bezahlt...

Sie sind Jahrgang 1985 und kaufen sich ein Hörbuch (sic)!
Wollen Sie mich ver*rschen?

Re: Re: Re: Also, wer heutzutage noch für ein Lied bezahlt...

Erstens schrieb ich 87
Zweitens: klar, es ist nett während der Autofahrt zb. die Säulen der Erde oder ein non-fiktionales Werk zu hören, anstatt Einheitsbrei aus dem Radio.

Keine Sorge ich bin des Lesens mächtig, und auch hier Kauf ich alle Bücher, weil ich sie besitzen möchte. Mittlerweile für den Kindle. Ich möchte unkompliziert und schnell zu einem fairen Preis die Ware erstehen. Da helfen Steam iTunes und amazon. Gäbe es diese Dienste nicht und ich müsste in ein Geschäft wäre wohl meine Hemmschwelle wesentlich geringer es einfach illegal zu beziehen. Interessanterweise kaufe ich meine gesamte Musik unterwegs am IPhone, wenn ich unbedingt etwas hören möchte. Es geht bei der Doenloadgeschichte nicht nur um den Preis sondern auch Komfort

1 0

Re: Re: Re: Also, wer heutzutage noch für ein Lied bezahlt...

Stehlen kann jeder, das ist keine Kunst. Ist das das einzige, was Sie können?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Good one!
25.07.2012 04:08
3 0

Re: Re: Re: Re: Also, wer heutzutage noch für ein Lied bezahlt...

Ich denke, dass Chauvinist meinte, dass kein normaler 25 Jähriger sich ein Hörbuch anhört/kauft.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: sldfjkldsk
25.07.2012 21:22
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Also, wer heutzutage noch für ein Lied bezahlt...

Nicht alle Disneyklischees stimmen...warum sollte sich kein <25jähriger ein Hörbuch kaufen?

Re: Re: Re: Re: Re: Also, wer heutzutage noch für ein Lied bezahlt...

haha! Und angenommen er hört sich soetwas tatsächlich an, wie müsste er ihrer Meinung nach drauf sein?

Antworten Gast: legal-isssue
25.07.2012 00:56
0 1

Re: Also, wer heutzutage noch für ein Lied bezahlt...

ist man wirklich ein Idiot, wenn man ein Produkt illegal erwirbt?

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Re: Re: Also, wer heutzutage noch für ein Lied bezahlt...

Idiot oder nicht, jedenfalls kriminell!

Antworten Antworten Gast: Judas Ben Hur
25.07.2012 04:10
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Re: Re: Also, wer heutzutage noch für ein Lied bezahlt...

Sie sehen zwei gleiche Autos nebeneinander stehen. Eines kostet 1000 Euro und das andere ist umsonst. Sie nehmen sich jenes, welches Tausend Euro kostet? Ja, dann sind Sie ein (...)

Re: Re: Re: Also, wer heutzutage noch für ein Lied bezahlt...

Warum sollte das Auto gratis sein, stehlen sie es? Dann machen sie sich einer Straftat schuldig. Weiters ists moralisch verwerflich jemanden der dafür bezahlt hat sein physisches Gut wegzunehmen.

Ein Download wenn er illegal erworben wird schadet letzlich niemanden außer die Fans, denn anhand des Erfolges sieht man, ob die Musik "gewertschätzt" wird. Wird sie es nicht wirds einfach nicht mehr produziert.

Dassselbe gilt für Computerspiele, wollen sie gute Qualität kontinuierlich geliefert bekommen, müssen sie dafür bezahlen, ansonsten wäre jemand dumm der produziert, ohne seines Einkommens vorenthalten wird.

Finden sie etwas nicht wert gekauft zu werden, dann downloaden sie es auch nicht, oder löschen sie es wieder nachdem sie es probe gehört haben.

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Re: Re: Re: Also, wer heutzutage noch für ein Lied bezahlt...

Downloadmusik ist nicht umsonst, das Beispiel mit den Autos hinkt enorm.
Allgemein erschreckende Kommentare!

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